Martina Kempff las im Kultur-Café Germania
Erfolgsautorin stellte „Die Teufelsbraut zu Aachen“ vor
Cochem. Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Special Guests“ im Kultur-Café, gastierte kürzlich Erfolgsautorin Martina Kempff im Germania und las dabei unter anderem aus ihrem neuen Roman „Die Teufelsbraut zu Aachen“. Schon traditionell besucht Martina Kempff immer kurz vor Jahreswechsel die Kreisstadt und stellt dann bei einer abendlichen Lesung diverse Neuerscheinungen aus eigener Feder vor. Sind es im Sommer alljährlich die spannenden Eifelkrimis, so präsentiert die bekannte Autorin im Dezember stets ihre anspruchsvollen Historienromane. Diese bestechen in erster Linie durch die von ihr mit viel Akribie recherchierten und den Roman begleitenden Begebenheiten, die durch zahlreiche überlieferte Sagen und Legenden einen schönen Wiedererkennungswert bezüglich bekannter Geschichten, Erzählungen und berühmter Denkmäler enthalten. Doch bevor sich die Autorin im Kultur-Café mit ihrer „Teufelsbraut“ beschäftigte, kam sie zunächst auf ihren ersten Historienroman „Die Marketenderin“ zurück, der, zwischenzeitlich überarbeitet und mit weiteren authentischen Passagen versehen, in seiner aktuellen Form ebenfalls neu aufgelegt wurde. Besagte Marketenderin hat es demnach tatsächlich gegeben, wobei Martina Kempff sogar eine Urahnin jener Hauptdarstellerin im Buch ist. So basiert der fesselnde Roman und dessen Handlung auch auf Tagebucheinträgen und aufgefundenen Schriftstücken, die Abläufe und Szenen überwiegend belegen. Das neu erschienene Werk „Die Teufelsbraut zu Aachen“ entstand unter anderem aus den Recherche-Ergebnissen von Kempff´s Bestseller „Die Gabe der Zeichnerin“, dessen Handlung ebenfalls in Aachen spielt. „Hier stieß ich auf reichlich interessantes Material, das ich bei der „Zeichnerin“ allerdings nicht verwenden konnte“, so die Autorin. Für die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin war das neue Buch, ein Satyrical mit fantastischen und schelmischen Elementen, laut eigenen Aussagen eine waschechte, wenn auch angenehme Herausforderung, die ihr auf jeden Fall großen Spaß bereite. Die Zuhörer hingen der Autorin förmlich an den Lippen, als sie in die Rolle des römischen Gottes Faunus schlüpfte, der sich, auch aufgrund seiner unerfüllten Liebe zur Quellnymphe Camena, in der Folge in den Teufel verwandelt. Tatörtlichkeit Aachen, wo sich die angebetete Quellnymphe statt in Faunus in Karl den Großen verliebt und daraus gegenüber dem diabolisch Schmachtenden auch keinen Hehl macht. Selbst den Aachener Dom will der Teufel aufgrund dieser Tatsache in seiner rasenden Eifersucht zum Einsturz bringen, hat bei der Ausführung seines widerwärtigen Plans allerdings nicht mit den listigen Aachener Bürgern gerechnet, die ihm einen dicken Strich durch die teuflische Rechnung machen. Als Vortragende beziehungsweise Erzählerin kann Martina Kempff einmal mehr zusätzlich punkten, fällt es ihr doch zu keinem Zeitpunkt schwer die erfreuten Zuhörer förmlich in ihren Bann zu ziehen. „Die Teufelsbraut zu Aachen“ ist im „Meyer und Meyer Verlag“ erschienen und kostet 9,95 Euro.
