Faider Jecken feierten ein buntes und kurzweiliges Narrenspektakel
Flotte Tänze, amüsante Vorträge und reichlich Spökes
Faid. Über einen mit Jecken prall gefüllten Sitzungssaal konnten sich die Offiziellen der Freiwilligen Feuerwehr Faid (FFF) freuen, die wieder für ein tolles Narrenprogramm Sorge getragen hatten. Unter der Leitung ihres Sitzungspräsidenten Elmar Lescher wurde ein mit vielen Höhepunkten gespicktes Event geboten.
Den Start ins Abendprogramm übernahm Michael Johann, der einen höchst amüsanten Beitrag als „Feuerwehrmann im Einsatz“ ablieferte. Erster Knaller des Abends waren die „Neon Pops“, die ein exzellentes Bühnentheater unter dem Einfluss von Schwarzlicht präsentierten. Auf hohem Niveau dargeboten, absolut klasse. Anspruchsvoll, markant, oftmals böse, überzeugend ehrlich und stets am Puls der Zeit formulierte der „Bote“, alias Christoph Jost, seine sozialkritischen Verse, die vor allem für die Politik und ihre Macher schallende Ohrfeigen bedeuteten: „Politiker sind mir am liebsten auf Plakaten, da kann man sie einfach runter reißen und in den Müll werfen!“
Eine Augenweide war der tolle Tanzbeitrag von Solomariechen Lara Gründler. Das erst zehnjährige Nachwuchstalent wirbelte schon fast wie ein Profi über die Bühne und war sich des anhaltenden Beifalls der begeisterten Narren sicher. Natürlich durfte sie die närrischen Bretter nicht ohne eine vehement geforderte Zugabe verlassen.
Mit knallharter Vereinsrecherche beschäftigte sich in der Folge Christoph Braun, der dabei keine Rücksicht auf die strapazierten Zwerchfelle seiner Zuhörer nahm und seine kurzweiligen Ausführungen unbeirrbar durchzog. Dazu brauchte und genoss er zum Vergnügen der Narren diverse flüssige Beschleuniger, denen er Geistreiches und reichlich schlechten Geschmack entzog.
Ein Höhepunkt jagte den nächsten
Lieder, wie sie die Welt nicht braucht, worüber man sich aber köstlich amüsieren kann, präsentierte der Faider Feuerwehr-Chor. Eine lustvolle Qual für jedes Ohr. Was sonntags an der Verkaufstheke der örtlichen Bäckerei Lutz abgeht, das wussten die Saaljecken schon vorher.
Trotzdem wurde es ihnen bei einem gelungenen Sketch noch einmal trefflich vor Augen geführt. Den Leierkastenmann mit kräftigen Armen, markanter Stimme und flotten Versen gab Manni Justen, der dabei nostalgisch und modern zu Werke ging. Nachdem die Gast-Funken aus Büchel einen furiosen Gardetanz aufs Parkett gelegt hatten, stieg „Pechvogel“ Stefan Thomas, gleichzeitig auch versierter Regisseur des Narrenspektakels, in die Feuerwehr-Bütt und erfreute mit Pleiten, Pech und Pannen aus dem eigenen Leben. Das Männerballett „Bit-Boys“ erntete mit seinem Tanzbeitrag „Rocker-Hochzeit“ in erster Linie Kreischanfälle der weiblichen Narren, bevor die Comedy-Truppe der Gastgeber mit „Geschichten die das wahre Leben schreibt“ einen gelungenen Schlusspunkt hinter das Faider Narrenspektakel setzte.
Solomariechen Lara Gründler legte einen perfekten Solotanz auf das Faider Narrenparkett und sorgte damit für echte Begeisterung.
