CKG zieht alle Register einer exzellenten Narrenshow
Grandiose Tanzdarbietungen und Gaudi vom Feinsten mit Lachtränengarantie
Cochem. Schon bei der Erstürmung der Bastille Rathaus hatten die CKG-Aktivisten in diesem Jahr von der Art her deutlich gemacht, dass Weihnachten noch nicht lange her ist und die damit verbundene Festtagsstimmung noch immer in den Knochen steckt. Bei der nachfolgenden 1. Prunksitzung in der Cochemer BBS demonstrierten sie dies noch einmal deutlich beim prachtvollen Einzug in die Narrhalla, wo die rot-weiße Narrenkappe kurzfristig einer gleichfarbigen Bommelmütze weichen musste und Jan Kokic seine „COC-Musikusse“ dazu ein Weihnachtslied aufspielen ließ. „Draußen vom Walde kommen wir her, wir müssen Euch sagen, es fällt etwas schwer“, stimmte Spektakel-Dirigent Jörg Eckerskorn dann auch die Begrüßung des Auditoriums an, bevor nach einem dreifachen „Cochem Holau“ die weihnachtliche Kopfbedeckung wieder durch die Regelgerechte ersetzt wird.
Tolle Tänze und Lachsalven am laufenden Band
Das Umschalten in den jecken Karnevalsmodus fiel Offiziellen wie Saaljecken beim Tanz der CKG-Prinzengarde, unter der Leitung von Katharina Burg und Karin Esper, jedoch leicht. Selbige verwandelten ihren Super-Auftritt in einen rot-weißen Funkenzauber der Spitzenklasse. Als „Zumme-Clown“ brach Nachwuchskarnevalist Jakob Heimes beim Beklopfen seines Lärminstrumentes endgültig das Eis und erfreute hierbei das Publikum mit mahnenden Reimen bezüglich Missständen in seinem geliebten Städtchen. Zynisch und oftmals bitterböse ließ Mariechen Melanie Herpel ihrem Mundwerk wieder freien Lauf. Ein Umstand, den Vereinspräsident Günter Hammes teils ins Grübeln teils ins Schwitzen brachte. „Like a Satellite“ kreisten ihre verbalen Ohrfeigen für den CKG-Vereinsboss inhaltlich dann auch schon mal tiefer um die Gürtellinie, was für das Publikum allerdings den geliebten Rang eines kurzweiligen Vergnügens einnahm. „Vom vorzeitlichen Neandertal ins Cochemer Moseltal - oder vom Mammutknochenschwinger zum Astronaut!“ - Die berüchtigte und beliebte CKG-Gaudi-Truppe „Baddanouhdah“ lud die Narren zu einer außergewöhnlichen Zeitreise durch drei Epochen der Menschheit ein und zeigte hier unter anderem höchst amüsant, wie der angehende „Homo sapiens“ den ersten gemeinsamen Austausch aufnahm. Da trafen in Tierfell gehüllte, zottelige Cochemer, Conder und Sehler am Lagerfeuer des frühen Anthropozän zusammen und pickten sich gegenseitig die Läuse aus dem Pelz, bevor sie mit dem Ausstoßen uriger Laute „Oooah? Unn? Joah!“ zu einer Art Verständigung kamen, die in Cochem exakt 1:1 übernommen wurde und bis heute Anwendung findet. Übersetzung laut Erstausgabe Duden: „Wie geht’s? Alles klar? Ja sicher!“ Das ist Gaudi vom Feinsten mit Lachtränengarantie. Auch die Cochemer Bauarbeiter der Firma „Sicher & Söhne - dicke Eier, schmale Löhne“ mit ihrem exorbitanten Hang zur Unfallträchtigkeit, zeichneten mit „Dichtanfällen“ und akrobatischem Kokolores wieder für schallendes Gelächter im Saal verantwortlich. Unter Anleitung ihres Chefcholerikers Sebastian Nikolay versuchten sie, den Umbau der Cochemer Sparkasse zu forcieren. Einzigartig, klasse.
Solomariechen Michaela Maibauer setzte mit ihrem sehenswerten Beitrag auf sportliche Eleganz beim Tanz, während Michael Reißmann trefflich bis peinlich die bösen Thesen des bekannten „Saarland-Proleten Heinz Becker“ propagierte. Geradezu liebe- und anspruchsvoll dagegen Stephan Hilken und „Brändy“ bei ihrer Aufwartung als Seniorenprinzenpaar. Ein echter Hingucker und gleichzeitig Adrenalin für das leidensfähige Narrenzwerchfell. Grandios auch die Tanzbeiträge der Cowgirls vom TV Cochem mit ihrer Trainerin Nicole Fiedermann und der Tanzgruppe Moselglück (Choreografie Katharina Burg und Karin Esper). „Sensationell und traumhaft“ treffen diese tänzerischen Topleistungen sicher nur ansatzweise. Tänzerisch absolut ihren Mann standen auch die CKG-Stadtsoldaten, die unter der Anleitung von Sonja Ohlberger zackig, schwung- und ausdrucksvoll überzeugten. Wer im Vorfeld geunkt hatte, das CKG-Narrenspektakel sei nach dem Vorjahr in Sachen Ideen, Qualität und Vielfalt nicht mehr zu überbieten, der sah sich sicher eines Besseren belehrt.
Die Funken- und Showtanzgruppen, wie hier die Tanzgruppe „Moselglück“, beeindruckten ihr Publikum.
