Politik | 27.01.2016

Leerstand beendet: Kloster Ebernach kauft ehemaliges Rathaus in Treis

"Haus Elisabeth" als Schritt zur Teilhabe und Inklusion

Erste Umbaumaßnahmen Anfang April mit vorgesehener Fertigstellung im September

Michael Puhl, Einrichtungsleiter Kloster Ebernach, Joachim Domann, Kaufmännischer Vorstand Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz e.V., Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz e.V., Helmut Probst, Verbandsbürgermeister Cochem, Werner Schaub, Verwaltungsleiter Kloster Ebernach und Werner Theisen, Büroleiter Verbandsgemeindeverwaltung Cochem (von links) freuen sich über den Verkauf des ehemaligen Rathauses in Treis an Kloster Ebernach.Kloster Ebernach

Cochem. Seit der Auflösung der Verbandsgemeinde Treis-Karden und der Eingliederung von sechs Ortsgemeinden in die Verbandsgemeinde Cochem am 1. Juli 2014 steht das Gebäude des ehemaligen Rathauses in Treis leer. Die Mitarbeiter sind in Büros nach Cochem umgezogen. Jetzt verkauft die Verbandsgemeinde Cochem das alte Rathaus an das Kloster Ebernach. Die Wohn- und Dienstleistungseinrichtung für Menschen mit Hilfebedarf, unter der Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. mit Sitz in Hausen, möchte das einstige Verwaltungsgebäude in ein modernes Wohnhaus für erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen und gegebenenfalls weiteren Beeinträchtigungen umbauen.

Vielfältige Betreuungsformen

In dem neuen Haus „Elisabeth“, wie es zukünftig heißen wird, sollen dann verschiedene Arten von Betreuungsformen vorgehalten werden. Das Raumangebot des ehemaligen Rathauses wird so gestaltet, dass auch auf zukünftige Anforderungen des Bedarfs im Zuge des demographischen Wandels individuell mit angepassten Assistenzkonzepten reagiert werden kann. Der Schwerpunkt der Hilfen für die Bewohner und Mieter des Hauses Elisabeth liegt in der Förderung und dem Erhalt von lebenspraktischen Fähigkeiten. Hierzu werden pädagogische Assistenzleistungen angeboten, die sich an den jeweiligen individuellen Bedürfnissen der Mieter orientieren. In jeder Etage werden vier eigenständige Wohnräume eingerichtet, von denen sich jeweils zwei eine Nasszelle teilen. Zusätzlich sind in jedem Geschoss ein Gemeinschaftsraum und jeweils eine Küche mit Abstellraum geplant. Parterre wird im Eingangsbereich ein Mitarbeiterbüro installiert.

Durch  den Einbau eines Aufzuges wird für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner Barrierefreiheit geschaffen. Auf diese Weise können auch Menschen mit mobilen Einschränkungen in das Gebäude Am Rathaus 1 in Treis einziehen. Auch die Wohnungen und Nasszellen werden barrierefrei eingerichtet und die vorhandene Zugangstreppe wird durch eine neue Rampenanlage ersetzt. Im Dachgeschoss werden zwei abgeschlossene barrierefreie Appartements für zwei selbstorientierte Wohngemeinschaften gebaut, die eigenständig von den Wohngruppen in den Untergeschossen betrieben werden. Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen somit zwölf Bewohnerplätze gemäß § 4 des Landesgesetzes über Wohnformen und Teilhabe. „Wir freuen uns, dass mit dem Wohnhaus Elisabeth zukünftig zwölf stationäre  Bewohner und vier ambulant betreute Kunden ein neues Zuhause erhalten“, so Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V..

Der derzeitige Bauzeitenplan sieht vor, dass Anfang April mit den ersten Umbaumaßnahmen am Haus Elisabeth begonnen wird, sodass diese Ende September abgeschlossen sein werden. So soll das Haus bereits im Oktober dieses Jahres bezugsfertig sein. Es wird zu den Außenwohngruppen am Standort Treis-Karden gehören und somit auch dem Bereich der Ambulanten Dienste „Vor Ort“ zugeordnet sein.

Inklusion fördern

„Durch das Haus Elisabeth wird ein weiterer Schritt zur Teilhabe und Inklusion auf den Weg gebracht“, berichtet Christiane Lehnert als zuständige Gesamtleiterin der Ambulanten Dienste „Vor Ort“. Das neue dezentrale Wohnangebot von Kloster Ebernach wird dann den Bewohnerinnen und Bewohnern, noch mehr als bisher, die Möglichkeit der Teilhabe und des selbstbestimmten Lebens in der Gemeinde Treis-Karden bieten. Der Umbau wird vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt und gefördert. „Ich freue mich, dass das ehemalige Rathaus in Treis nach vielen Jahrzehnten als Verwaltungsstandort nun einer Nutzung zugeführt wird, die ebenfalls ganz nah bei den Menschen ist. Die Veräußerung dieses Gebäudes an Kloster Ebernach ist für unsere Verbandsgemeinde ein Glücksfall. Ich wünsche den zukünftigen Bewohnern dieses Hauses ein gedeihliches Miteinander mit den Menschen in Treis-Karden und dass sie sich hier wohlfühlen und am Geschehen im Ort teilhaben können“, betont Bürgermeister Helmut Probst.“

Pressemitteilung

Kloster Ebernach

Michael Puhl, Einrichtungsleiter Kloster Ebernach, Joachim Domann, Kaufmännischer Vorstand Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz e.V., Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz e.V., Helmut Probst, Verbandsbürgermeister Cochem, Werner Schaub, Verwaltungsleiter Kloster Ebernach und Werner Theisen, Büroleiter Verbandsgemeindeverwaltung Cochem (von links) freuen sich über den Verkauf des ehemaligen Rathauses in Treis an Kloster Ebernach.Foto: Kloster Ebernach

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