Politik | 12.03.2014

Kindertagesstätte Cochem-Brauheck

Krippenplätze sollen geschaffen werden

Bürgermeister Probst setzt sich beim Land Rheinland-Pfalz für die Erweiterung der Einrichtung ein

Cochem. In einem Schreiben an die Staatsministerin Irene Alt, Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, erinnert Bürgermeister Helmut Probst an den Erlass eines Bewilligungsbescheides des Landes. Der dringend notwendige U3-Ausbau, der von Bund und Ländern den Kommunen abverlangt werde, werde durch ungeklärte Finanzierungsfragen erheblich eingebremst. Im konkreten Fall handelt es sich um die notwendige Erweiterung der kirchlichen Kindertagesstätte Cochem-Brauheck. Probst fordert die Ministerin nachdrücklich auf, sich für eine möglichst baldige Förderung der dringend notwendigen Erweiterung der Kindertagesstätte Cochem-Bauheck einzusetzen. Die Kirchengemeinde Cochem ist Bau- und Betriebsträger der derzeit dreigruppigen Kindertagesstätte Cochem-Brauheck. Die Einrichtung wird grundsätzlich von den Kindern des rund 1.000 Einwohner großen Höhenstadtteils Cochem-Brauheck und den Kindern der rund 650 Einwohner großen Nachbargemeinde Dohr besucht. Ferner steht die Kindertagesstätte den Kindern der in der unmittelbaren Nähe stationierten Soldaten der Fliegerkaserne des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 der Bundeswehr zur Verfügung.

Vor Beginn des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz für Zweijährige im August 2010 wurden in Brauheck die Regelgruppen in geöffnete Gruppen zur Aufnahme von Zweijährigen umgewandelt. Die Änderung der Betriebserlaubnis erfolgte mit der Maßgabe, dass ein entsprechender Schlafraum für die Kinder zur Verfügung gestellt wird.

Im Zuge der Planungen und vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs, ab dem 1. August 2013 einjährigen Kindern einen Kindergartenplatz zu garantieren, hat die Kreisverwaltung Cochem-Zell - Jugendamt - als Bedarfsplanungsbehörde mit dem Landesjugendamt aufgrund der hohen Geburtenzahlen im Stadtteil Cochem-Brauheck und der Ortsgemeinde Dohr sowie den Bedarf an Plätzen von Angehörigen der Bundeswehr bereits im Jahre 2011 die Erweiterung der Einrichtung um eine Krippengruppe befürwortet.

Die Kirchengemeinde Cochem hat daraufhin entsprechende Planungen in Auftrag gegeben und im September/Oktober 2012 die notwendigen Zuschussanträge gestellt. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme sollte unmittelbar begonnen werden, um die dringend benötigten Krippenplätze sowie den Schlafraum spätestens Mitte des Kindergartenjahres 2013/14 zur Verfügung zu stellen.

In einem Gespräch mit Vertretern der Kirchengemeinde Cochem musste Bürgermeister Probst nun erfahren, dass der Förderantrag durch das Land bisher nicht bewilligt wurde. Lediglich die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt der Kirchengemeinde seit Dezember 2012 vor. Damit jedoch die notwendigen Bistumszuschüsse genehmigt und die Maßnahme beginnen kann, wird von Seiten des bischöflichen Generalvikariats Trier der Förderbescheid des Landes vorausgesetzt. Nach Auffassung der kirchlichen Gremien kann ohne eine konkrete Förderzusage des Landes und einen Bewilligungsbescheid des Bistums mit der dringend notwendigen Erweiterung der Einrichtung nicht begonnen werden.

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Cochem

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