Allgemeine Berichte | 10.06.2026

Netzausbau Cochem

Modernisierte Umspannanlage Cochem stärkt Versorgungssicherheit im Landkreis

Zur offiziellen Inbetriebnahme der modernisierten Umspannanlage Cochem in Faid kamen zusammen: Die Landtagsabgeordneten Benedikt Oster (1. v. r.) und Jens Münster (3. v. l.), Bettina Salzmann, Kreisbeigeordnete des Landkreises Cochem Zell (6. v. l.), Wolfgang Lambertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem (7. v. r.), Thomas Kerpen, Erster Beigeordneter Verbandsgemeinde Ulmen (5. v. l.), Stefan Thomas, Ortsbürgermeister Faid (2. v. r.) und Dirk Barbye, Leiter Kreiswerke Cochem-Zell (4. v. l.) sowie Vertreter von Westnetz und Westenergie.

Faid. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz hat die modernisierte Umspannanlage Cochem in der Ortsgemeinde Faid erfolgreich in Betrieb genommen. Mit dem Abschluss der Arbeiten wurde die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes im Landkreis Cochem Zell deutlich erhöht und eine wichtige Grundlage für zukünftige Anforderungen an das Verteilnetz geschaffen.

Die Umspannanlage Cochem ist ein zentraler Netzknoten für die regionale Energieversorgung. Sie verbindet das Hochspannungsnetz mit dem Mittelspannungsnetz und sichert eine zuverlässige und leistungsfähige Stromversorgung im Landkreis Cochem-Zell. Gleichzeitig schafft die Anlage wichtige Voraussetzungen für die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien in das Verteilnetz.

„Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Umspannanlage Cochem ist ein bedeutender Schritt für unsere Region“, betonte Bettina Salzmann, Kreisbeigeordnete des Landkreises Cochem Zell. „Sie stärkt die Versorgungssicherheit und verbessert die Integration erneuerbarer Energien. Gerade vor dem Hintergrund der Energiewende ist diese Investition von großer Bedeutung, da der Anteil regenerativer Erzeugung kontinuierlich steigt.“

Investition und technische Details

Im Rahmen der Maßnahme errichtete Westnetz eine neue 110-Kilovolt-Freiluftschaltanlage sowie eine neue 20-Kilovolt-Mittelspannungsschaltanlage. Die bestehende Hochspannungsanlage wurde deutlich erweitert, ebenso die Mittelspannungsschaltanlage. Durch die höhere Anzahl an Schaltfeldern können heute mehr Leitungen angebunden, Stromflüsse flexibler gesteuert und zusätzliche Einspeise- sowie Abgangsmöglichkeiten geschaffen werden. Zusätzlich installierte Westnetz neue 110/20 Kilovolt Transformatoren mit einer Leistung von jeweils 80 Megavoltampere, um größere Energiemengen sicher zu übertragen.

„Mit den neuen Anlagen haben wir die Leistungsfähigkeit der Umspannanlage mehr als verdoppelt“, erklärte Projektleiter Jörg Hammes von Westnetz. „Damit ist der Standort technisch auf dem aktuellen Stand und für die zukünftige Entwicklung des Netzes ausgelegt.“

Im Zuge der Inbetriebnahme wurden sämtliche Hoch und Mittelspannungsanlagen erfolgreich zugeschaltet und die Mittelspannungsabgänge vollständig auf die neue Schaltanlage umgelegt. Provisorische Einrichtungen aus der Bauphase wurden zurückgebaut. Die Umschaltung erfolgte ohne Versorgungsunterbrechungen für Kundinnen und Kunden.

Der Neubau der Umspannanlage begann im Sommer 2024. Westnetz investiert insgesamt über 14 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts. Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle, betonte: „Mit dem Ausbau der Umspannanlage sichern wir eine zuverlässige und zukunftsfähige Stromversorgung für bestehende und neue Anschlussnehmende, darunter auch leistungsstarke Kunden wie den Fliegerhorst Büchel der Bundeswehr. Gleichzeitig schaffen wir zusätzliche Netzkapazitäten für den Anschluss von Windenergie , Photovoltaik und Batteriespeicheranlagen. Wir sind stolz darauf, Treiber der Energiewende in Rheinland-Pfalz zu sein und die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.“

Hintergrund

Das Stromnetz gliedert sich in das Hochspannungsnetz (110 Kilovolt), das Mittelspannungsnetz (20 Kilovolt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt). Umspannwerke verbinden diese Netzebenen miteinander und ermöglichen eine verlustarme Übertragung elektrischer Energie.

Die Anlage in Faid transformiert die elektrische Energie von 110 Kilovolt auf 20 Kilovolt. Für die einzelnen Verbraucherinnen und Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Die Umspannanlage kann erneuerbare Energie aus dezentraler Erzeugung aber auch in umgekehrter Richtung umwandeln, um sie ins vorgelagerte Netz einzuspeisen.

Weitere Themen

Zur offiziellen Inbetriebnahme der modernisierten Umspannanlage Cochem in Faid kamen zusammen: Die Landtagsabgeordneten Benedikt Oster (1. v. r.) und Jens Münster (3. v. l.), Bettina Salzmann, Kreisbeigeordnete des Landkreises Cochem Zell (6. v. l.), Wolfgang Lambertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem (7. v. r.), Thomas Kerpen, Erster Beigeordneter Verbandsgemeinde Ulmen (5. v. l.), Stefan Thomas, Ortsbürgermeister Faid (2. v. r.) und Dirk Barbye, Leiter Kreiswerke Cochem-Zell (4. v. l.) sowie Vertreter von Westnetz und Westenergie. Foto: Westnetz GmbH, Esther Jansen

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