Neue Feuerwehr-Einsatzzentrale eingeweiht
Modernste Technik hilft den Cochemern künftig beim Einsatz
Die Um- und Neubaukosten belaufen sich auf 150.000 Euro
Cochem. Feiertag bei den Cochemer Feuerwehrleuten: Am vergangenen Samstag wurde nach Um- und Neubau die Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Pfarrer i.R. Willi Pellenz segnete die hochmoderne Einrichtung ein, nachdem Bürgermeister Helmut Probst die Floriansjünger aus der Verbandsgemeinde, der Stadt und der Umgebung im Schulungsraum begrüßt hatte.
Unter den Ehrengästen Staatssekretärin Heike Raab, die Landtagsabgeordneten Anke Beilstein und Benedikt Oster, Landrat Manfred Schnur, Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz sowie Abordnungen der benachbarten Wehren und Hilfsorganisationen, vor allem Vertreter der VG Treis-Karden, die künftig noch enger mit ihren Kameraden zusammenarbeiten werden.
„Die neue FEZ ist vor allem hochwasserfrei und mit modernster Technik versehen, eine wichtige Bedingung für künftige Einsätze“, erklärte Helmut Probst am Beginn seiner Rede, wobei er noch einmal die Baugeschichte der FEZ und die Sanierung der vor 25 Jahren gebauten Einrichtung Revue passieren ließ. Dadurch, dass die komplette Technik jetzt im Obergeschoss direkt am Parkhaus untergebracht ist, kann auf den Standort Faid verzichtet werden und unmittelbar neben der Cochemer Feuerwache in Zukunft von den rund 80 aktiven Floriansjüngern agiert werden. Probst bedankte sich bei allen Aktiven, Helfern und staatlichen Stellen, die den Neubau der Feuerwehr-Einsatzzentrale ermöglicht hätten, und erinnerte daran, dass im Bereich Cochem jährlich rund 200 Einsätze koordiniert und gefahren würden. „Mit der Fusion der VG Treis-Karden werden sicherlich noch einige hinzukommen“, prognostizierte der Verwaltungschef die Entwicklung.
Die Staatssekretärin im Mainzer Innenministerium Heike Raab erinnerte in ihrer Ansprache an das ehrenamtliche Engagement, das die Männer und Frauen im „Blaulicht-Bereich“ tagtäglich für ihre Mitbürger erbringen würden. „Sie garantieren Sicherheit rund um die Uhr“, sagte die Politikerin, ehe sie mit statistischem Zahlenmaterial diese These auch belegte.
Landrat Manfred Schnur wünschte den Wehrleuten für die Zukunft alles Gute und appellierte an die Kameraden, die Zusammenlegung der Verbandsgemeinden und die neue FEZ als Chance zu nutzen, das Wir-Gefühl zu stärken und die Kameradschaft zu pflegen. Im Hinblick auf die Kostenentwicklung erklärte der Kreischef: „Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif und weil die Anforderungen an die Hilfskräfte steigen, müssen auch höhere Kosten veranschlagt werden.“ Deshalb würden die Förderrichtlinien in der nächsten Kreistagssitzung zur Debatte stehen.
Pfarrer Pellenz erinnerte beim Rundgang durch die Einrichtung unter anderem an die Historie des bebauten Grundstücks. „Teile der jüdischen Familie Kaan, die früher an dieser Stelle wohnte, hatten hier ihre Pferdeställe“, wusste der Geistliche, der seit 1938 in Cochem wohnt. Mit einem gemütlichen Zusammensein bei Suppe, Kaffee und Plätzchen sowie der Präsentation der hochmodernen Funktechnik im Rahmen eines Besichtigungs-Rundganges endete der Feiertag in der neuen Feuerwehr-Einsatzzentrale.
