Energieversorgung Mittelrhein GmbH
Nahwärmenetz in Cochem geht pünktlich an den Start
Verkehrsbeeinträchtigungen ab sofort aufgehoben
Cochem. Das Nahwärmenetz in Cochem geht planmäßig in Betrieb. Ab September versorgt die Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) die Berufsbildende Schule, die Kreisverwaltung Cochem-Zell, zwei Gebäude der Sparkasse, ein Gebäude der Volksbank sowie ihr eigenes Verwaltungsgebäude mit Wärme. Das Nahwärmenetz ist ein Gemeinschaftsprojekt der EVM, des Landkreises Cochem-Zell, der Sparkasse Cochem und der Volksbank Cochem. Contractor ist die EVM; sie investiert 950.000 Euro in den Aufbau des klimaschonenden und sparsamen Nahwärmeverbunds.
Vorerst Erdgas - später Holzhackschnitzel
Die Wärme soll aus Holzhackschnitzeln erzeugt werden. Zunächst wird das Heizwerk jedoch mit Erdgas betrieben. Der Grund: Während der Bauarbeiten sind auf dem Gelände des EVM-Kundenzentrums im Briederweg, auf dem das Holzhackschnitzelsilo errichtet werden soll, „Teerbrocken“, sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), gefunden worden sowie Reststoffe aus dem ehemaligen Gaswerkbetrieb der rhenag und ihrer Vorgängerunternehmen. Diese Stoffe hat die EVM ordnungsgemäß entsorgt. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen. Deshalb finden in Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) weitere Untersuchungen auf dem Gelände statt“, erklärt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der EVM. „Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2014 vorliegen. Dann wissen wir, ob alles in Ordnung ist.“ Ab sofort ist die Durchfahrt des Briederwegs wieder möglich und die Verkehrsbeeinträchtigungen in der Ravenéstraße sind aufgehoben.
Umweltschonende Wärme
Das Biomasse-Heizwerk besteht im Endausbau aus einem Holzhackschnitzel-Kessel mit einer Leistung von etwa 450 Kilowatt, der zu Spitzenlastzeiten von einem Erdgas-Kessel unterstützt wird. Dazu gehören ein rund 700 Meter langes Leitungsnetz, sechs Wärmeübergabestationen und ein Holzhackschnitzel-Kessel. Das Brennstoffsilo fasst rund 120 Kubikmeter Holzhackschnitzel. Der kohlendioxidneutrale Rohstoff kommt von einem regionalen Lieferanten. Pro Jahr spart das Biomasse-Heizwerk rund 300 Tonnen des Klimagases CO2 ein im Vergleich zu einem konventionellen Heizwerk. „Die EVM engagiert sich seit Jahren als regionaler Energieversorger konsequent für den Klimaschutz durch eine Verbesserung der Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien“, sagt Unternehmenssprecher Christian Schröder. Informationen rund um das Nahwärmenetz erhalten Bürger und Interessierte beim EVM-Projektleiter Stephan Römer unter Tel. (02 61) 4 02-4 05 oder der E-Mail-Adresse Stephan.Roemer@evm.de.
Pressemeldung der
Energieversorgung Mittelrhein GmbH
