Prunksitzung der Cochemer Karnevalsgesellschaft 1848/49 e.V.
Vater Rhein bestellte Töchterchen Mosella zum Rapport
Brillantes Spektakel mit tollen Tänzen und kabarettistischen Spitzen sorgte für eine gelungene Veranstaltung
Cochem. Das amtierende Kinderprinzenpaar mit seiner Tollität Prinz Lukas von Klang und Akkord nebst ihrer Lieblichkeit Prinzessin Louisa von Stall und Schall hat sich nach seinem musikalischen Bühnendebüt gerade verabschiedet: „Es war toll so richtig nett - Ihr ruft weiter Holau und uns das Bett“, da können die CKG-Offiziellen mit Jakob Heimes ein echtes Nachwuchstalent präsentieren. Als keckes „Zumme-Clöwnchen“ spielt, singt und reimt er sich auf Anhieb in die Herzen der erfreuten Jecken. Sind die bildhübschen Mädels der CKG-Prinzengarde zu Beginn des Cochemer Narren-Spektakels noch mit Anmut und Ausstrahlung tänzerisch in den Vordergrund getreten, so tut dies jetzt in derber Marschform Stadtsoldaten-Veteran „Flenz“, alias Markus Zenz. Hoch schwingt er die nach hartem Einsatz-Training vom eigenen Fuß entfernte „Stinke-Socke“, um auch der Narrenschar eine gute Nase voll würzigem Soldatenschweiß zu gönnen, während er per amüsanter Berichterstattung tief in die Schatzkiste der Vereinsgeschichten greift. Seine Mitstreiter zeigen indes Fuß- und Fingerspitzengefühl beim erstaunlich gelenken Tanz zur Guggenmusik. Als der dünne Seidenvorhang auf der Narrenbühne fällt, erhebt sich theatralisch „Vater Rhein“ (Stephan Hilken) vom göttlichen Futon und zitiert mit dramatisch lauter Stimme und drohend erhobenen Dreizack Töchterchen „Mosella“ (Tanja Hartmann) zum Rapport. „Mosella“ kann derweil kein Wässerchen für einen erhöhten Pegel trüben und lässt die goldene Gardinenpredigt vom Väterchen eher amüsiert über sich ergehen. Der greift aber weiterhin in die Vollen, wagt sich in bitterbösen FAZ-Zitaten eines „Jakob Strobel y Serra“ ausufernd zu wälzen und die laut eigenen Aussagen bildhübsche und kurvenreiche Tochter als „spätpubertäres Miststück“ mit Hang zur französischen Diva zu bezeichnen. Eine herausragend gespielte Geschichte von „Baddanouhdah“, die sich mit liebevollem Sarkasmus vollgesogen hat und als abendliche Trilogie rund um die ach so bekannten Moselochsen dem Anspruch eines Broadway-Musicals gerecht wird. Auch Altbürgermeister Herbert Hilken wirft als Hirte der Cochemer Krippen-Schafe sowie als Christkind- und Esel-Bodyguard einen kabarettistischen Blick zurück auf den FAZ-Schreiberling ohne Fingerspitzengefühl, der im vergangenen Jahr an der Mosel traurige Berühmtheit erlangte. „Der sieht bei uns den Ballermann - selber balla balla Mann!“ Tanz vom anderen Stern zeigt Michaela Maibauer. Das von Katharina Burg betreute Solomariechen besticht am Abend mit einer absolut erstklassigen Darbietung. Um Gottheiten geht es auch beim Showtanz der Mädels vom TV Cochem. Als bekannte Götter des sagenhaften Olymp erobern sie die CKG-Bühne und begeistern zum Tanzthema „Gut gegen Böse“! Bei
dieser traumhaften Präsentation gewinnen alle, Akteure wie Zuschauer. Tatsächlich haben die vier Bauarbeiter Sebastian Nicolay, Michael Laux sowie Christoph und Stefan Marx das Geld für einen Betriebsausflug nach Portugal zusammengebracht. In närrisch chaotischer Form und in witzigen Dialogen finden sie abschließend aber keinen Gefallen an ihren Relax-Bemühungen. Nicht wegzudenken ist Hausmeister Michael Reissmann in seiner Paraderolle als „Saarwackes“ Heinz Becker. Pointen am Fließband produziert er im Zehnsekundentakt und bleibt dabei nah am aktuellen Zeitgeschehen. Dass zwischen solch herrlichen Auftritten ab und an mal eine leichte
Schunkelrunde eingespielt werden muss, versteht sich von selbst. Dem jeweiligen Bühnenbild und der Saalstimmung angepasst, zeigt sich dafür in trefflicher Form der MV Cochem unter der Leitung von Jan Kokic verantwortlich. Günter Hammes und Mariechen Melanie Herpel balgen sich mal wieder bei ihrem Begrüßungsmarathon um das vornehme Wort, welches zunächst mal der CKG-Boss für sich beansprucht. Dass ihm dieses aber nicht wie erhofft gelingt, ist seiner begleitenden „Labertasche“ zu verdanken, die ihn immer wieder in fernsehtauglicher Manier auf den Boden seiner verbalen Unzulänglichkeiten zurückholt. Eine Parade der Doppeldeutigkeiten! Als „Agent der Männer“ outet sich Alexander Reitz und macht seine humorvollen Ausführungen unter anderem an dem Besuch einer Schönheitsfarm und den deftigen Erfahrungen mit seiner Personaltrainerin „Olga“ fest. Laut seinen Erlebnissen sterben Agenten nicht einsam sondern schmerzhaft! Eine wahre Augenweide ist kurz vor dem Finale der Brasil-Showtanz der Tanzgruppe „Moselglück“. Zu typischen Samba-Rhythmen in südamerikanischem Dancing-Outfit zeigen die Mädels atemberaubende Akrobatik gepaart mit Eleganz und dem einzigartigen brasilianischem Hüftschwung. Trotz anhaltender Zugaberufe der ausgelassen feiernden Narrhalla-Fans, sind dann irgendwann die „Cochemer Junge“ dran, die mit ihren bekannten Stimmungsliedern ein buntes Bühnenfinale der Aktiven einläuten. Resümierend ein brillantes Narren-Spektakel der Cochemer Karnevalisten, das man sich gut zweimal ansehen kann.
Talentierter Nachwuchs - Jakob Heimes gab das kecke Zumme-Clöwnchen.
„Vater Rhein“ las Töchterchen „Mosella“ die Leviten. Der kurvenreichen Tochter entlockte er damit nur ein gelangweiltes Grinsen.
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