Vom Christkind und den Eseln..!
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all`
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall.
Und seht alsbald, in einer unseligen Nacht,
hat man das Cochemer Christkind umgebracht.
Man entnahm es der Krippe als deren Schatz,
vom geschmückten Carl-Fritz-Nicolay-Platz.
Vier Soldaten, wohl noch aus römischer Zeit,
aufgrund ihres Glühweingenusses völlig breit,
griffen sich, vom Alkoholnebel wohl blind,
zwecks Entführung das Cochemer Jesuskind.
Nach kurzer Beratung, in einem zweiten Schritt,
nahmen sie dann auch noch das Eselchen mit.
Schnell kam man daraufhin in die Puschen,
um die Freveltat erfolgreich zu vertuschen.
Dabei erwies sich das Tragen als zu schwer,
also musste ein geeignetes Transportmittel her.
Doch bei der Absprache mit heftigem Lallen,
ließ einer der Soldaten das Jesuskind fallen.
Der Sturz auf das Pflaster war sein Verderben
und es verabschiedete sich in 1000 Scherben.
Von der Kaserne riefen jetzt doch die Betten
und man wollte zumindest den Esel retten.
Der nahm dann alsbald, als erbeuteter Schatz,
mit den Tätern in einem Cochemer Taxi Platz.
Jene Droschke sollte sie nach Hause bringen,
doch kam es nicht zu dem erhofften Gelingen.
Der Taxifahrer fuhr nämlich eins, zwei, drei,
soeben mal bei der Cochemer Polizei vorbei.
Hier stiegen dann vor dem behördlichen Haus,
nach Aufforderung gleich fünf jener Esel aus.
Davon zeigten sich vier auf einmal schüchtern
und nur das Original war wirklich nüchtern.
Bei den Beamten das anfängliche Stirnrunzeln,
entwickelte sich schnell zu einem Schmunzeln.
Sie halfen auch telefonisch, Gott Lob und Amen,
dass die Soldaten kostenlos nach Hause kamen.
Ihr Abschied von der Cochemer Riesenrutsche
erfolgte mit der dienstlichen Feldjägerkutsche.
Und die Moral von der Weihnachtsgeschicht`
ist man selbst ein Esel, klaut man andere nicht.
Ihr Schmandelecker
