Von Caracas nach Kaisersesch
Ana Celia Bordoy erfreut mit südamerikanischem Flair
Kaisersesch. Bewunderung und Faszination stellen sich beim Kunstfreund sofort ein, wenn er die Gelegenheit erhält, sich die Gemälde der Kaisersescher Wahlbürgerin Ana Celia Candia Bordoy in ihrer ganzen Vielfalt zu betrachten. Dabei nimmt die Darstellung unterschiedlicher Menschen, deren einzigartige Ausstrahlung, deren Temperament sowie deren Mimik und Eleganz, einen Großteil ihres Schaffens ein. Als außergewöhnliche Besonderheit weiß die Malerin mit den Bildhintergründen ihrer gemalten Persönlichkeiten überzeugend zu variieren. Dass kann die spanische Flamencotänzerin im mystischen Zauberwald oder eine südamerikanische Schönheit vor der Stadtkulisse von Cochem sein. In jedem Fall weiß Ana Celia in ihren Arbeiten die Liebe zur Schönheit und zu ganz bestimmten Plätzen trefflich zu verbinden und in wunderschönen Einklang zu bringen. Beim Einsatz von Farbe und Pinsel kann sie ihre südamerikanische Herkunft allerdings nicht verleugnen. Viele ihrer Gemälde haben das besondere Flair der Region, die Menschen sowie deren Stolz und feuriges Temperament zum Inhalt. Dies ist kein Wunder, denn die 1969 in Caracas geborene und in jungen Jahren nach Paraguay umgezogene Venezulanerin stammt aus diesem Teil der Erde. Gleichwohl beherrscht Ana Celia aber auch den Pinselstrich der Melancholie und die Fertigkeit der Landschaftsmalerei. Mit 11 Jahren entdeckte sie das Malen für sich und besuchte dann ab 1978 eine bekannte Kunstschule in Paraguay. Nachdem sie ihre Aufnahmeprüfung mit hervorragendem Ergebnis bestanden hatte, erhielt sie ein Stipendium und schloss einige Jahre später ihr Studium erfolgreich ab. In der Folge arbeitete sie als Modedesignerin und stellte kunstvolle Arbeiten in Leder für Schuhe und Gürtel her, worauf namhafte Firmen in New York und Australien auf sie aufmerksam wurden. Für diese entwarf sie künftig exklusive Kollektionen. Doch blieb Ana Celia in Sachen Kunst stets lernbegierig und unternehmungslustig. So arbeitete sie danach drei Jahre als Restauratorin in zwei paraguayischen Museen der Bildenden Künste, wo sie sich unter anderem der Rettung und Wiederherstellung von alten Fresken widmete. Auch an Schulen und im städtischen Institut für Kunst unterrichtete Ana Celina in Paraguay, bevor es sie aus familiären Gründen nach Deutschland zog.
Seit fast drei Jahren hat sie jetzt ihren Wohnsitz in Kaisersesch und widmet sich nun dort ihrer Leidenschaft. Am liebsten malte sie bis zu ihrer Ankunft in Deutschland in Öl und fertigte auch attraktive Zeichnungen an. Aktuell widmet sie sich aber verstärkt der Aquarellmalerei. Auf den laufenden Steib-Malwettbewerb wurde Ana Celia Bordoy in der Heimatzeitung Blick aktuell und bei einem Besuch im Cochemer Hotel-Café Germania aufmerksam und hat sich dafür umgehend beworben. Bei der Endausscheidung ist sie nach eigenem Bekunden mit Freude dabei und fiebert nun dem Finale am 21. Februar entgegen.
Die Rheinland-Pfälzische Stiftung Kultur als Eigentümerin des Nachlasses von Heimatmaler Josef Steib aus Cochem, das Hotel Germania in Cochem als Veranstaltungsort, die Galerie Steib in Cochem als Haus der Kunst und BLICK aktuell als Medienzentrum sind in Sachen „Wettbewerb der Künstler“ unterwegs. Hier konnten sich nach der Präsentation der Ausstellung „Amor Pulchritudinis“ bildende Künstler bewerben, die ein Bild aus der Ausstellung Steib´scher Werke mit eigenen Mitteln und aus eigener Sicht interpretieren wollten.
Unterschiedliche Menschen und deren besondere Ausstrahlung sind das bevorzugte Thema von Malerin Ana Celia Bordoy.
Vor knapp drei Jahren ist die Künstlerin aus familiären Gründen von Paraguay nach Kaisersesch gezogen.
