Allgemeine Berichte | 20.07.2014

Trierer Weihejahrgang 1989 feiert Silbernes Priesterjubiläum

25 Jahre treuer Dienst

Der Weihejahrgang 1989 zusammen mit Bischof Ackermann. privat

Trier. 25 Jahre ist es her, dass Bischof Hermann Josef Spital sie geweiht hat: Aus diesem Anlass kamen elf Priester und zwei ihrer Jahrgangskollegen, die aber mittlerweile andere Wege eingeschlagen haben, in Trier zusammen. Zum Abschluss des gemeinsamen Tages feierten sie einen Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann. Für Weihbischof Dr. Helmut Dieser ist das Jubiläum ein „Anlass zum Innehalten und zur Vergewisserung“. So danke er Gott für die zurückliegenden Jahre und vertraue ihm, „dass er herbei führt, was er mit meinem Leben insgesamt erreichen will, sodass ich es tun kann.“ Ähnlich sieht es Dechant Stefan Trauten (St. Willibrord Westeifel). Es sei ein Anlass, „auf den bisherigen Weg zurück zu schauen und zu sehen, wo ich von Gott getragen wurde.“ Für den Priesterberuf habe sich Trauten entschieden, weil er von Kindheit an „eine lebendige Beziehung“ zur Kirche gehabt habe und viele Priester ihn auf seinem Weg als Vorbild gedient hätten. „Von ihnen kam auch der Anstoß, zu überlegen, ob ich nicht Priester werden wolle - obwohl ich schon ein abgeschlossenes Studium mit Staatsexamen hatte.“ Trauten wollte Lehrer werden, bevor er sich für den Priesterberuf entschied. Auch 25 Jahre nach seiner Weihe bereut der gebürtige Trierer, der in Waldweiler aufgewachsen ist, diesen Schritt nicht. Er gestalte gerne „das Reich Gottes im Bistum Trier mit“.

Aufgaben haben sich verändert

Auch Weihbischof Dieser steht nach 25 Jahren priesterlichem Dienst zu seiner Entscheidung. „Noch immer will ich etwas ‚mit Menschen machen und mit dem Glauben‘“, sagt der Trierer Weihbischof. Zum Priesterberuf hin zogen ihn die Erfahrungen aus seinem Elternhaus und aus der kirchlichen Jugendarbeit in seiner Heimatgemeinde - dieser ist in Neuwied geboren und wuchs auf in Heimbach-Weis. Die Kirche sei „das Dach“ über dem Leben seiner Familie gewesen. In seinen Jugendjahren, in denen er sich in der katholischen Jugend engagiert hatte, sei seine Entscheidung gewachsen. So habe er es auch nie bereut, dass er schon mit 19 Jahren ins Priesterseminar eingetreten sei. Er sei gerne Priester und Mitarbeiter der Kirche. 25 Jahre. In dieser Zeit hätten sich die Aufgaben und Anforderungen stark verändert, erklärt Trauten. „Viele volkstümliche Strukturen sind nur noch leere Hüllen“. Auch die Kirchen würden immer leerer. Trauten ist zurzeit für 14 Pfarreien mit 47 Dörfern zuständig - von denen viele in einiger Entfernung auseinander liegen. Daneben leitet er das Dekanat Willibrord Westeifel mit rund 34.000 Katholiken. Die Eucharistiefeier und das Gebet würden ihm aber „immer wieder Kraft geben“, den Dienst zu tun. „Denn gleich geblieben ist das Vertrauen auf die Hilfe und den Beistand Gottes.“ Schon vor 25 Jahren sei spürbar gewesen, sagt Weihbischof Dieser, dass die Kirche in einen „unübersehbaren Umbruch hineingeht“. Die äußeren Umstände hätten sich in den letzten Jahren verändert, seine innere Gewissheit aber nicht. „Ich kann noch genauso glauben, wie am Anfang“, erklärt Dieser, dass die Kirche „aus dem Leben, dem Tod und der Auferstehung Jesu hervorgegangen ist und sein Geist sie lebensfähig macht“. Dies wolle er auch 25 Jahre nach seiner Weihe noch mit Gläubigen teilen. Und heute sei es noch wichtiger, diese Botschaft „glaubwürdig zu verkünden und die Kirche dafür immer passender herzurichten“. Denn sie sei das Werkzeug, nicht der Selbstweck. Die äußeren Veränderungen seien eine Aufgabe, die Gott „uns zutraut“.

Zuwendung Gottes

Bischof Ackermann gratulierte den Männern zu ihrem Jubiläum und bedankte sich für „25 Jahre treuen Dienst“. Die Zuwendung Gottes sollten sie auch weiterhin in ihrem Leben sichtbar machen. Denn die Treue gehe nicht nur von den Priestern aus, sondern auch von Gott zu ihnen. „Es ist eine Treue, die mitgeht.“

Der Weihejahrgang 1989 zusammen mit Bischof Ackermann. Foto: privat

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