Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
Arbeitsmarkt stellt sich auf den Winter ein
Die Zahl der Arbeitslosen in Cochem-Zell steigt im November saisonbedingt an
Cochem-Zell. Im November stimmt sich der Arbeitsmarkt im Allgemeinen langsam auf den Winter ein. Das ist auch im touristisch geprägten Landkreis Cochem-Zell so, wo viele Hotels, Pensionen und Gaststätten in den letzten Wochen bereits auf „Winterbetrieb“ umgeschaltet haben. Und so fällt der Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 136 auf nun 1.212 vergleichsweise deutlich aus. Immerhin wurden auch vor einem Jahr 98 arbeitslose Frauen und Männer weniger gezählt. Dennoch spricht Ulrike Mohrs, die Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, von einer saisonüblichen Entwicklung, die keinerlei Anlass zur Sorge gibt. „Mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 3,6 Prozent gehört Cochem-Zell im Landes- und Bundesvergleich nach wie vor zu den Landkreisen mit sehr niedriger Arbeitslosigkeit.“
Von der aktuellen Zunahme der Arbeitslosigkeit sind beide Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB) betroffen, die die Arbeitslosigkeit regeln. Allerdings schlägt sie in der Versichertengemeinschaft des SGB III viel deutlicher zu Buche. Dort werden derzeit 548 arbeitslose Frauen und Männer gezählt - 106 mehr als im Oktober. Mit einem Plus von 30 Arbeitslosen gehören Ende November 664 Menschen aus dem Landkreis Cochem-Zell zum SGB II, werden also vom Jobcenter betreut und bekommen sogenannte Hartz IV-Leistungen. Vor einem Jahr wurden 32 Arbeitslose weniger im SGB III und 66 weniger im SGB II gezählt. Laut aktueller Statistik werden damit derzeit rund 45 Prozent der Arbeitslosen im Kreis dem SGB III zugeordnet, rund 55 Prozent gehören zum SGB II.
Beim Arbeitgeberservice gingen im November 88 Stellenangebote aus dem Landkreis ein. Insgesamt zählten die Statistiker zum Monatsende 187 offene Stellen aus der Region, zehn weniger als vor einem Jahr.
„Mit seiner grundsätzlich stabilen Lage und einer vergleichsweise günstigen Arbeitslosenquote von weniger als vier Prozent ist der Landkreis Cochem-Zell gut für die bevorstehenden Wintermonate aufgestellt“, meint Ulrike Mohrs. „Auch wenn wir saisonbedingt mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen müssen, gehe ich deshalb davon aus, dass nach der üblichen Flaute die wohlbekannte Frühjahrsbelebung kommen wird.“ Pressemitteilung
Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
