Politik | 16.11.2013

Besuch des Güll-E-Werks auf dem Bleser-Hof in Brachtendorf

„Auf dem Weg zu einem Null-Emissions-Landkreis“

25 Fachbesucher aus Oppeln (Polen) informierten sich über Erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung in der Region

„Auf dem Weg zu einem Null-Emissions-Landkreis“

Cochem. Die Projekte des Null-Emissions-Landkreises Cochem-Zell zum Klimaschutz und der Nutzung von Bioenergie erregen bundesweite und sogar europaweite Aufmerksamkeit. Nachdem schon einmal eine Delegation aus Polen, Vertreter der Region Lausitz-Spreewald und eine Interessengruppe aus Finnland den Landkreis in Sachen erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung besuchten, informierten sich nun auch politisch aktive Interessenten aus der Region Oppeln (Polen) über die Cochem-Zeller Klimaschutz-Aktivitäten. Dass der Landkreis Cochem-Zell in Sachen Erneuerbare Energien Vorbild für Gebietskörperschaften aus anderen EU-Ländern ist, bestätigt sich damit erneut.

Die Delegation aus Landesregierungsabgeordneten, Bürgermeistern, Wissenschaftlern und Politikern informierte sich in Brachtendorf über das Vorhaben des Landkreises, „Null-Emissions-Landkreis“ zu werden.

„Unser Landkreis ist im Bereich erneuerbarer Energien sehr aktiv. So befinden wir uns auf dem Weg zu einem Null-Emissions-Landkreis. Bis zum Jahr 2020 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent gesenkt werden. Dies soll durch vielfältige Maßnahmen in den Bereichen Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Verkehr erfolgen“, erklärte Landrat Manfred Schnur in seiner Begrüßung und hieß die Besucher im Schützenhaus in Brachtendorf, auch im Namen von Ortsbürgermeister Leo Kaiser, herzlich willkommen. „Windkraftanlagen, Fotovoltaikanlagen, Biomasseanlagen und Wasserkraftwerke sorgen im Landkreis für eine Stromerzeugung von jährlich rund 412 Million kwh. Cochem-Zell deckt als erster Landkreis in Rheinland-Pfalz seinen gesamten Strombedarf aus Erneuerbaren Energien“, so Schnur weiter.

Beim anschließenden Besichtigungstermin des Güll-E-Werks von Stefan Bleser stand dieser Rede und Antwort: „Unsere Anlage wird fast ausschließlich mit Reststoffen betrieben, welche vornehmlich auf unserem eigenen Hof anfallen. Die Anlage produziert jährlich Strom für circa 170 Drei-Personenhaushalte á 3500 kwh“, so Stefan Bleser.

„Durch den Ersatz der fossil betriebenen Heizungsanlagen zweier Wohnhäuser durch Wärmelieferung der Biogasanlage werden konventionelle Energieträger eingespart, was wiederum auch eine CO2-Minderung in Brachtendorf bedeutet. Zugespitzt kann man sagen, dass Brachtendorf in naher Zukunft bilanziell CO2-frei werden und vielleicht sogar noch zur CO2-Minderung an anderen Orten im Landkreis beitragen kann“, erklärt Nicole Jobelius-Schausten, Netzwerkmanagerin der Bioenergie-Region Cochem-Zell, im Verein unser-klima-cochem-zell e. V. der Interessentengruppe.

unser-klima-cochem-zell e.V.

„Auf dem Weg zu einem Null-Emissions-Landkreis“
Die 25 Fachbesucher aus Oppeln informierten sich auf dem Hof der Familie Bleser. Fotos: privat Landrat Manfred Schnur (r.) im Gespräch mit Vizelandtagspräsident Grzegorz Sawicki (M.).

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