Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit Rhl. Pf. e.V., Bullay
Benchmarking der Sozialwirtschaft 2015
Benchmarking der Demografiefestigkeit 2015 belegt überwiegend gute Arbeitsbedingungen in der Sozialwirtschaft
Cochem. Das ideale demografiefeste Unternehmen unterstützt seine Mitarbeiter durch Übernahme der Tagesmutterkosten für die Tageszeiten vor dem Kindergarten, bietet Wunschdienstpläne, Lebensarbeitszeitkonten und vielfältige Arbeitszeitmodelle, holt Mitarbeiter prinzipiell nicht aus der Freizeit zum Dienst, vernetzt sich mit anderen Unternehmen, um Betriebs-Kita-Plätze anzubieten, betreibt ein professionelles Öffentlichkeitsmanagement, beobachtet systematisch einschlägige Personal- und Gesundheitskennzahlen, lebt ein wertschätzendes Miteinander, bei dem sich jeder in Veränderungen einbringen kann, ist attraktiv als Arbeitgeber, sodass sich genügend gute Bewerber melden, denkt trotzdem auch an die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland, fördert die Nutzung von Sportangeboten durch eine Bonuskarte und Einkaufsgutscheine, bindet in den Ruhestand gehende Mitarbeiter weiter ein, fördert Fortbildung und sorgt zum Beispiel mit Hilfe von Teamtagen für ein gutes Betriebsklima. Das ideale Unternehmen gibt es zwar nicht, aber die besten sozialen Einrichtungen erfüllen bereits viele dieser und weiterer Aspekte. Sie sichern damit die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter und die Attraktivität des Unternehmens für Fachkräfte. Auf der Skala von 0 bis 100 erreichen zwei der zwölf Unternehmen des diesjährigen Vergleichs über 70 Punkte und vier weitere über 60 Punkte und weisen damit durchgehend gute Arbeitsbedingungen auf. Im Durchschnitt sind neun von zehn Mitarbeitern mit ihrer Arbeit insgesamt zufrieden. Über 80 Prozent finden, dass die Sozialbranche langfristig gute Berufsperspektiven bietet. Die Arbeit in der Betreuung und Pflege von Menschen wird von fast allen als wichtig und sinnstiftend empfunden, was dabei hilft, den von der Hälfte der Befragten beklagten hohen Zeit- und Arbeitsdruck zu bewältigen. Rund 60 Prozent wünschen sich jedoch von ihrem Unternehmen mehr gesundheitsfördernde Angebote und mehr Unterstützung bei Betreuungsbedarfen. Insgesamt 831 Beschäftigte haben sich an der Befragung beteiligt. Die zwölf Unternehmen aus ganz Rheinland-Pfalz, darunter der Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit Rhl. Pf. e.V. mit seinen Wohngruppen in Briedel und Blankenrath, die an der Vergleichsanalyse teilgenommen haben, konnten im Rahmen des Projekts die guten Ideen der Besten kennenlernen. Über gegenseitige Besuche werden gute Ansätze nun weiter ausgetauscht. In allen Unternehmen sollen die Ergebnisse zur Umsetzung von Verbesserungen genutzt werden. Das Benchmarking der Demografiefestigkeit von Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft wurde vom Institut für Technologie und Arbeit in Kaiserslautern in Kooperation mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung in Mainz durchgeführt und vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert.
Pressemitteilung
Verein für Psychoanalytische
Sozialarbeit Rhl. Pf. e.V., Bullay
