Adventskonzert in Klotten
Hilfe für die Opfer des Taifuns
Klotten. Wunderschöne adventlich-vorweihnachtliche Melodien erklangen aus der hoch gelegenen bereits über 1000 Jahre alten Klottener Pfarrkirche St. Maximin. Der Vorsitzende des Moselschieferchors, Rolf Castor, erinnerte in seinen nachdenklichen Worten an den Sinn der Advents- und der Weihnachtszeit, die mehr als das größte Geschenk seien. Sie bedeuten Sehnsucht, Hoffnung, Dank und herrliche Kindheitserinnerungen. Vor allem aber ist das Licht, das durch diese Zeit führt als Symbol der Wärme und der Hoffnung auf ein größeres Leben bei Gott, da dieser selbst Mensch geworden ist. „Mit vorweihnachtlicher Musik wollen wir heute mit Ihnen gemeinsam ein weiteres Licht entzünden, um so auch unsere Solidarität mit den Flutopfern auf den Philippinen zu bekunden“, machte der Moselschieferchor-Vorsitzende deutlich, bevor er überleitete zu einem Konzert der Extraklasse in dem vollbesetzten Gotteshaus hoch auf dem Berg. Den Anfang machte der Kinderchor mit Karin Thomas. Mit bekannten und eingängigen Melodien wie „Alpenweihnacht“ oder auch „Hymne an die Zukunft“ begeisterten die Sänger des Moselschieferchors ihr Publikum. Daneben unterhielt die Singgemeinschaft Pommern gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung ihrer Dirigentin Elsa Schulz mit alten Weisen wie „Wisst ihr noch, wie es geschehen - Auf Bethlehems Spuren“. Der Musikverein Kail/Klotten, Regie hatte der Dirigent Hans Reinhardt Schneiders, bot dabei einen bunten Querschnitt durch die große Welt an Advents- und Weihnachtsstücken. Etwas ganz Besonderes aber war der Einsatz der Solisten wie Ute Fuhrmann und Kurt Beul mit der Querflöte, bei deren „Ave Maria“ völlige Stille herrschte. Ein Klangerlebnis, das noch lange nachherrschen wird. Eigentlich etwas ungewohnt, trotzdem bestaunt: der Dudelsackpfeifer Ralf Krötz ob seiner hier ungewöhnlichen Darbietung. Die Gesamtleitung für dieses Konzert oblag dem Chorleiter des Moselschieferchors, Hans Peter Cornely, und die Moderation lag wie immer in den bewährten Händen von Silvie Rudolf. Doch das Konzert war viel mehr, nämlich Hilfe für die Opfer des schrecklichen Taifuns „Haiyan“ auf den Philippinen, wie das nochmals Rainer Fritzen vom Musikverein Kail/Klotten betonte. „Ein Teil des gespendeten Geldes geht an eine mittellose philippinische Familie und an eine Schule, denn die Not ist groß“, unterstrich er nochmals ganz eindringlich. Dann wurde es ganz ruhig in der großen Pfarrkirche, als Schwester Radegunde vom Kloster Kühr ans Mikrofon trat und mit drastischen Worten auf die Not auf den Philippinen aufmerksam machte. „Jeder Cent wird unmittelbar bei den Menschen selbst ankommen, die Mitschwestern und auch ich fahren regelmäßig auf die Philippinen, um vor Ort zu helfen“, machte die Ordensschwester dankbar deutlich. Einhelliger Tenor anschließend: Besser kann man Weihnachten nicht feiern, als den Ärmsten der Armen zu helfen.
Schwester Radegunde aus Kühr dankte für dieses Zeichen gelebter Nächstenliebe.
