Allgemeine Berichte | 22.11.2012, 12:00 Uhr

Hörner erschallten im Kloster Engelport

Feierliche Hubertusmesse mit den Parforcehornbläsern Struth

Die mächtigen Parforcehörner werden auch heute noch zur Jagd verwendet. In der Kirche klangen die Instrumente der Bläser aus Struth sehr eindrucksvoll. TT
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Treis. Der harzige Klang von neun Parforcehörnern zog am Samstagabend durchs Flaumbachtal: Die Parforcehornbläsergruppe Struth unter der Leitung von Karl-Josef Bersch blies die Deutsche Hubertusmesse von Reinhold Stief. Pater und Rektor Wolfgang Boemer konnte in dem voll besetzten Kirchenschiff des Oblatenklosters Gäste aus Region Eifel-Mosel-Hunsrück, aber auch aus Österreich und dem benachbarten Ausland begrüßen. „Das ist meines Wissens die erste Hubertusmesse, die jemals im Kloster Maria Engelport geblasen wurde“, sagte Pater Boemer gleich zum Beginn des Gottesdienstes. „Obwohl die Jagd schon bei der ersten Klostergründung im Jahre 1220 eine wichtige Rolle gespielt hatte“, fuhr der Rektor fort. Ritter Emilricus von Monreal hatte nämlich der Sage nach auf der Jagd im Wald eine Erscheinung und baute deshalb ein so genanntes „Betshauß“ im Flaumbachtal, das später zum ersten Kloster wurde. Am Samstag hatte der engagierte Freundeskreis des Klosters Engelport die neun Jagdhornbläser aus Struth eingeladen, die neben Klassikern wie das Kyrie, Gloria und Agnus Die auch Stücke wie das „Herr erbarme dich“, das „Gebet der Jäger“ und zur Wandlung „Glocken“ auf den ventillosen Instrumenten bliesen. Das gemeinsam zum Schluss vorgetragene Lied „Großer Gott wir loben dich...“ klang besonders eindrucksvoll in der Klosterkirche. Ein Hubertusmarsch leitete über zum zweiten Höhepunkt des Abends, denn auf die Gäste wartete ein leckeres Wildessen. Küchenchef Thomas Schnorbach und sein Team hatten Wildschweinbraten und Hirschragout zubereitet, das mit Spätzle, Klößen, Rotkraut, Pfifferlingen, Feld- und Endiviensalat hervorragend mundete. Der Erlös des Essens kommt übrigens dem Erhalt des fast 800 Jahre alten Klosters zu Gute. TT

Pater Wolfgang Boemer zelebrierte die Hubertusmesse.

Pater Wolfgang Boemer zelebrierte die Hubertusmesse.

Die mächtigen Parforcehörner werden auch heute noch zur Jagd verwendet. In der Kirche klangen die Instrumente der Bläser aus Struth sehr eindrucksvoll. Fotos: TT

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