Erster Neujahrsempfang der Zukunftsallianz Cochem-Zell - Tourismus ist im Kreis Wirtschaftsfaktor Nummer 1
„Jeder kann Netzwerkpartner sein“
Cochem/Kreisgebiet. Es war eine außergewöhnlich gute Nachricht, mit welcher die „Zukunftsallianz Cochem-Zell“ (Zac) bei ihrem ersten Neujahrsempfang konfrontiert wurde. Den Schlagzeilen der vergangenen Tage war schließlich zu entnehmen, dass die New York Times, in ihrer Sparte weltweite Empfehlung für einen Aufenthalt, die Mosel-Region als einen jener Plätze nannte, die man in 2016 unbedingt besuchen müsse. Das war für Gastgeber und Landrat Manfred Schnur sowie alle Anwesenden im Kreishaus zusätzliches Wasser auf die Mühle für eine gute Zusammenarbeit auch in 2016, die sich natürlich schwerpunktmäßig mit dem Tourismus beschäftigt. So übernimmt jener in der Region mit 150 Millionen Euro Umsatz ganz klar den ersten Platz, stellte auch Schnur fest, für den eine gute Zusammenarbeit in der Branche mit ihren Leistungsträgern aus dem Hotel- und Gastronomiebereich, oberste Priorität haben müsse.
Der Förderer und Wirtschaftsexperte des Landkreises, Dirk Barbye, ging bei seinen Ausführungen auf die Themen und Ziele der „Zac“ ein, die er in der Hauptsache mit der Fachkräftesicherung, Qualifizierung, Modernisierung und Unternehmensnachfolge als vordergründig bezeichnete. Überdies möchte er einen weiteren Ausbau der bereits vorhandenen Stärken. Bislang kann die „Zac“ 60 aktive Netzwerkpartner vorweisen: „Wobei jeder Netzwerkpartner sein kann“, so Barbye an die anwesenden Hoteliers und Gastronomen gewandt. Gleichzeitig stellte er erklärend fest: „Ihnen soll, sofern erforderlich, zusätzlich der Rücken gestärkt werden, woraus sich durchaus neue Perspektiven ergeben können!“
„Instrument Internet“
Wie wichtig das Internet für alle Betroffenen ist, stellte der Tourismusreferent der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, Christian Dübner, in seinem Beitrag klar: „Hier kann man durch eine gute Präsentation und Kommunikation allen interessierten Gästen jenen Komfort nach Hause liefern, den sie heute per Internetzugang von ihrem PC zu Hause abrufen und darauf zeitnah reagieren können!“ Laut Dübner lässt die IHK in diesem Jahr durch eine erfahrene Agentur schwerpunktmäßig im Bereich Hunsrück-Nahe eine Erhebung durchführen, wie viele private Anbieter es gibt. Eine solche soll im nächsten Jahr auch in der Moselregion durchgeführt werden. Angestrebtes Ziel der IHK wäre es hier, das Angebot der privaten Zimmervermieter, deren Volumen derzeit noch nicht bekannt sei, auf professionelle Füße zu stellen. So stehen die aktuell heißen Themen und angestrebten Problemlösungen der „Zac“ auch auf der Agenda der IHK, wobei sich das Thema „Fachkräftemangel“ in den Vordergrund drängt. So können auch nur wenige Anwesende auf die Nachfrage des Referenten bezüglich ausreichender Fachkräfte, grünes Licht vermelden. Zwar habe man vonseiten der IHK auch keine Lösungen, biete aber auf jeden Fall dahingehend Ansätze, so Dübner. Thomas Berens, Klimaschutzbeauftragter des Nullemissionslandkreises Cochem-Zell, wandte sich dem Thema Energiegewinnung und Energieersparnis zu und stellte klar, dass die Kosten für Energie explodieren und deshalb immer mehr Leute einen Energieberater aufsuchen. Berens erläuterte dabei, dass für einige Maßnahmen auch Fördergelder zur Verfügung stehen würden.
Diplom-Ingenieur Dieter Oppenhäuser zeigte auf, dass Sparmaßnahmen in Sachen Energie nicht immer teuer sein müssen, sondern dass es diese auch durchaus kostenneutral gäbe. Seine Tipps für den Alltag: „Tauschen Sie stromfressende Glühbirnen aus; lassen Sie nicht überall das Licht brennen; kaufen Sie sich einen vernünftigen Kühlschrank; lassen Sie die Kühlhaustür nicht unnötig offenstehen; regulieren Sie das Kühlaggregat; aber weisen Sie vor allem ihr Personal auf solche Dinge hin!“
Fülle an Informationen umsetzen
Lilli Arnicot, Kreisvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, resümierte abschließend: „Eine sinnvolle Veranstaltung, bei der man wichtige Informationen und Anregungen gleich in gebündelter Form bekommt und jetzt nur noch die Zeit finden muss, das Ganze auch adäquat umzusetzen!“
IHK-Tourismus-Referent Christian Dübner referierte über die Bedeutung des Internets bezüglich Präsentation und Kommunikation.
Dirk Barbye, Wirtschaftsexperte des Landkreises, brachte jene Themen zur Sprache, die künftig auf der Agenda der „Zac“ stehen.
Landrat Manfred Schnur begrüßte als Gastgeber die Zuhörer zum ersten Neujahrsempfang der „Zac“.
