Rundes Theaterjubiläum gefeiert
Möntenicher Hofnarren begeistern beim 20-jährigen Jubiläum mit tollem Dreiakter
aus Cochem
Exzellente Bühnenakteure präsentieren Komödie mit Lachtränengarantie
Möntenich. Anno 2006 im örtlichen Gasthof Faber gegründet, feiert der Theaterverein Möntenicher Hofnarren heuer sein 20. Gründungsfest. Zur Feier dieses runden Jubiläums erneut mit der damaligen Erstaufführung - der amüsanten Komödie „Mord im Hühnerstall“ (Regina Rösch) - unter der versierten Regie von Marita Theobald.
Waren in den Anfängen des ehrgeizigen Theaterprojektes als gewünschte Bühnen zunächst mehrere Möntenicher Hinterhöfe in turnusmäßigem Wechsel angedacht, so hielt man im Anschluss an die erste Aufführung bis heute am bewährten Anwesen von Familie Loch fest.
Aus zunächst erhofften 50 interessierten Theaterfreunden pro Vorstellung, wurden bis heute über 300 und die beliebten Freiluftaufführungen gleichzeitig zum festen Bestandteil des regionalen Kulturkalenders. Dementsprechend erfreut man auch heuer bei vier Vorstellungen sein Publikum noch einmal mit der gleichen Komödie vor identischer Kulisse.
Ein Dreiakter mit exzellent agierenden Akteuren, trefflich gespickt mit amüsanten Verwechselungen und Lachtränengarantie. In diesem lässt sich der träge Finanzbeamte Alfons (Achim Jischke) von seiner Schwester Lisbeth (Nadine Labonte) rund um die Uhr bemuttern. Die zeigt sich ob dieser Tatsache mit ihrem losen Mundwerk zunehmend dünnhäutiger und weiß unisono mit dem nervig krähenden Hahn „Otto“ dagegenzuhalten.
Diesem würde Bruder Alfons nur allzu gerne den Hals umdrehen. Mit Karl-Josef (Stefan Gilles) hat Alfons einen Kumpel, der mit seiner Schwester Sophie (Margret Gilles) in ähnlichen Verhältnissen jeweils ohne Partner lebt. Das soll sich bald ändern, denn in der Hofpension von Lisbeth haben sich die attraktiven Städterinnen Agathe (Tanja Knieper) und Sabine (Hedwig Jax) als Feriengäste eingemietet.
Auf diese haben die beiden Junggesellen ein Auge geworfen. Doch damit sind sie nicht alleine. Auch der inkognito auftretende Kriminalkommissar Derrick (Benedikt Hammes) und sein Kollege Kleiner (Dominik Johann) tun dies, wobei die beiden jene Damen als dreiste Betrügerinnen entlarven wollen.
Bei ihren Ermittlungen vor Ort grätscht ihnen allerdings der unterbelichtete Dorfpolizist Leo (Christian Theobald) dazwischen. Nach durchzechter Nacht mit den Damen, kommt es dann im Hühnerstall unter Einsatz einer Mistgabel, einer Weinflasche und eines Kantholzes zum offensichtlich blutigen Showdown.
An dessen Ende ist man darum bemüht eine vermeintliche Leiche zu entsorgen, die in der Folge eine kuriose Reise durch das Gehöft antritt.
Wohin mit der Leiche. Nachbar Karl-Josef geht Lisbeth beim Verstecken des vermeintlichen Mordopfers hilfreich zur Hand. Foto: Thomas Esser
Während einer abendlichen Sause mit reichlich Alkoholgenuss entwickelt Dorfpolizist Leo Gefühle für die weiblichen Gäste. Foto: Thomas Esser
Lisbeth und Sophie haben sich mit Blattwerk getarnt, um ihre Brüder bei ihren nächtlichen Aktivitäten zu überwachen. Foto: Thomas Esser
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Der Theaterverein Möntenicher Hofnarren feiert heuer sein 20. Gründungsjubiläum mit einer Neuauflage der Komödie „Mord im Hühnerstall“. Foto: Thomas Esser