Kriminelles Theater in Eller
Ralf Kramp begeistert mit schwarzhumorigen Mordgeschichten
aus Cochem
Spannende Unterhaltung in der Kulturlaube der Essigmanufaktur
Eller. Zur Freude einer bekennenden Fangemeinde gastierte Bestsellerautor Ralf Kramp kürzlich erneut in der mediterranen Kulturlaube von Herbert Budwegs Essigmanufaktur.
Die war auch diesmal bis auf den letzten Platz besetzt, als der Großmeister von skurrilen Eifeler Mordgeschichten zu seiner schwarzhumorigen Worst-Case-Mappe griff und in spannenden Ausführungen heimtückische und tollpatschige Mörder, sowie deren arg- und glücklosen Opfer zu Wort kommen ließ.
Dazu schlüpfte der Hillesheimer Autor gewohnt vielstimmig in die Rollen seiner handelnden sowie duldenden Protagonisten und hauchte ihnen dabei echtes Leben ein.
In dieser Art des Vortragens reduzierte er seine meist in Mundart vorgetragenen kriminellen Vorgänge nicht auf eine unspektakuläre Lesung, sondern qualifizierte sie zum erlebnisreichen Schauspiel. Gänsehaut und Lachanfälle lösten sich in diesem Zusammenhang beim begeisterten Publikum ab, das Kramp bis zum oftmals unerwarteten Finale seiner Beiträge wie gebannt an den Lippen hing. Diesmal waren es unter anderem mordlüsterne Hobbyköche, die Entsorgung einer aufdringlichen Kollegin, alte Tanten und geraubtes Sparkassengeld, ein Papagei und Rottweiler als Tatortzeugen, sowie die nervenaufreibende Seebestattung der Erzeugerin unter dem Titel „Mutter bei die Fische“.
