Ministerpräsidentin Malu Dreyer Ehrengast beim SPD-Neujahrsempfang Cochem-Zell
Starke Kommunen und Dialog in allen Bereichen
Treis-Karden. Die Besucheranzahl beim diesjährigen SPD-Neujahrsempfang konnte man durchaus als überwältigend bezeichnen, denn gut 350 neugierige Gäste drängten sich zu diesem Anlass in den Räumlichkeiten der örtlichen Mosellandwerkstätten. Der SPD-Kreisverband und Treis-Kardens OV-Vorsitzende Tina Mentenich hatten nach hier eingeladen und präsentierten zur alljährlichen Traditionsveranstaltung, unter der Federführung von Kreisvorsitzender und Innenstaatssekretärin Heike Raab sowie MdL Benedikt Oster, mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den rheinland-pfälzischen Ehrengast schlechthin. Ihnen war es in der Folge auch vorbehalten, die Begrüßung sowie die Moderation des informativen Abends zu übernehmen und zunächst, neben Landrat Manfred Schnur, letztmalig fünf Verbandsbürgermeister des Landkreises willkommen zu heißen. Als Ergebnis der regionalen Kommunal- und Verwaltungsreform (KVR) und der damit einhergehenden Treis-Kardener Fusion mit der VG Cochem und Kaisersesch, wird es ab Sommer 2014 in Cochem-Zell eben nur noch vier Verbandsgemeinden geben. Jene KVR sowie das aktuelle Tornado-Unglück in der Eifel, waren Themeninhalt zum Auftakt des Empfangs, zu denen sich die Moderatoren sowie ihr prominenter Gast äußerten. Dabei stand zunächst der Dank im Vordergrund. Ein Dank, der in Sachen KVR allen Beteiligten galt, die engagiert daran mitgearbeitet hatten, diese für den Kreis Cochem-Zell zu einem guten Ende zu bringen. Auch wenn es resümierend ein schwieriger Weg war, bei dem es zahlreiche Hindernisse zu überwinden galt. Ein ebensolches Dankeschön sprachen die Offiziellen am Rednerpult gegenüber den Einsatzkräften der „Blaulicht-Fraktion“ aus, deren vorbildliches Auftreten auch beim jüngsten Schadensereignis eine erfolgreiche Rettungsaktion gewährleistete. Das aktuelle Wahljahr 2014 und der demografische Wandel wurden ebenso thematisiert, wobei für den Letztgenannten die Sicherheit im Landkreis, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sowie das großzügige Angebot von Schulen und Kindergärten angesprochen wurde. Dass bis auf das Bildungsangebot im Landkreis noch nicht alles optimal läuft, daraus machten weder Malu Dreyer noch Heike Raab und Benedikt Oster einen Hehl, jedoch sei man auf einem guten Weg, der mit guten Gesprächen sicher sein Ziel erreichen würde. „Ich setze ganz besonders auf den Dialog und wir sind eine Partei, die den Dialog sucht, und dies in allen Bereichen“, unterstrich die Ministerpräsidentin in ihren Ausführungen. Als einmalig bezeichnete Malu Dreyer den Kreis Cochem-Zell mit seinen Regionen Eifel, Mosel, Hunsrück und hob in diesem Zusammenhang die funktionierende Gemeinschaft sowie die starke Wirtschaft im Landkreis hervor. „Wir brauchen starke und handlungsfähige Kommunen im Land und wir werden trotz aktuellem Sparkurs alles daran setzen, dass dies so bleibt“, so die Ministerpräsidentin mit Hinweis auf einen hohen Finanzausgleich. Rund 490 Millionen Euro werden ihren Aussagen zufolge in den kommenden drei Jahren in die Kommunen fließen, damit diese handlungsfähig bleiben und ihren Standort mit zusätzlichen Investitionen lebenswert gestalten können. Als absolut beispielgebend bezeichnete Malu Dreyer in der Folge den Breitbandausbau im Landkreis und die engagierten Bemühungen für eine weitere Förderung des Tourismus, der landesweit ebenfalls eine Spitzenposition einnehmen würde. Ihr persönlicher politischer Schwerpunkt wird aber auch künftig bei weiteren Investitionen für Bildung liegen. „Bildung beginnt bei uns heute bereits im Kindergarten, deshalb werden unsere Kita-Plätze auch gebührenfrei bleiben und deren Haushalt noch mit 35 Millionen Euro aufgestockt“, so die Ministerpräsidentin. Und sie fügte hinzu: „Bildung ist Ausdruck sozialer Gerechtigkeit, eine Chance für unsere Kinder und somit familienfreundlich!“ Des Weiteren sprach sich Malu Dreyer für ein Optimum an Gesundheit und Pflege sowie eine funktionierende Wirtschaft mit starken Infrastrukturen aus, mit dem Ziel, ein soziales, lebenswertes Land zu sein.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer war Ehrengast beim Neujahrsempfang der Kreis-SPD in Treis-Karden.
