Allgemeine Berichte | 20.03.2014

Caritas-Jahreskampagne will Bewusstsein für Auswirkungen des eigenen Tuns schaffen

„Weit weg ist näher, als Du denkst“

Eines der fünf Motive der Caritas-Jahreskampagne.privat

Kreis COC. Das Konsumverhalten hat Auswirkungen auf das Leben der Menschen - rund um den Globus - und meist negative. Zum Klimawandel tragen die Industrie- und Schwellenländer am meisten bei. Die Folgen sind dabei dramatisch - nicht nur „am anderen Ende der Welt“, sondern auch zunehmend in der Heimat. Um auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, hat der Deutsche Caritasverband das diesjährige Caritas-Jahresthema, das sich mit dieser Problematik befasst, ganz bewusst unter das Motto „Weit weg ist näher, als Du denkst“ gestellt. Mit Plakaten soll in deutlicher Weise aufgezeigt werden, dass unsere Lebensweise auch für die ökologische und soziale Zukunft anderer Menschen entscheidend ist. Darüber hinaus will die Jahreskampagne einen Beitrag dazu leisten, die Globalisierung menschlicher zu gestalten und sich dafür einsetzen, dass zukünftige Generationen eine lebenswerte Umwelt vorfinden. „Es soll deutlich gemacht werden, dass jeder Mensch seinen kleinen, aber wichtigen Teil dazu beitragen kann, dass unser aller Lebensgrundlagen auch in Zukunft sichergestellt werden können“, so Katy Schug, Geschäftsführerin des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., der diese Kampagne mit verschiedenen Aktivitäten und Aktionen ebenfalls unterstützt. „Die Themen sind vielfältig und bieten die verschiedensten Ansatzpunkte, das eigene Handeln zu überprüfen und zu verändern“, so Rudolf Bollonia, Geschäftsstellenleiter der Caritas-Geschäftsstelle Wittlich. Ein Aspekt ist der Klimawandel, der mittlerweile in fast allen Teilen der Welt zu Überschwemmungen, Dürren und bedrohlichen Stürmen führt. „Hier kann jeder sofort mithelfen, gegenzusteuern. Wer sorgsam mit ökologischen Ressourcen umgeht, Wasser, Strom, Heizenergie und Benzin sparsam einsetzt und umweltfreundliche Produkte verwendet, setzt sich effektiv für den Klimaschutz ein“, so Rudolf Bollonia. Auch das eigene Kaufverhalten beeinflusst das Leben der Menschen global. Der Kauf von Massen-Billigware aus asiatischen Ländern fördert die Produktion der Waren, die zu Dumpinglöhnen unter oft menschenverachtenden Produktionsbedingungen in schlecht ausgestatteten und oft lebensgefährlichen Produktionsstätten hergestellt werden. Die Katastrophen in Bangladesch haben dies vor Kurzem erst deutlich vor Augen geführt. „Es liegt hier an uns allen, wo immer es möglich ist, zu prüfen, wo und unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde und sich zu bemühen, nachhaltig und fair produzierte Produkte zu kaufen“, so Karl Dumont, Geschäftsstellenleiter der Caritas-Geschäftsstelle Cochem. Auch wer gedankenlos in kurzen Abständen neue Handys, Smartphones, Tablets und Laptops kauft, unterstützt den Krieg um Rohstoffe in den ärmsten Ländern, denn die Unternehmen aus den Industrieländern sind Handelspartner von korrupten Strukturen der Staaten, in denen die zur Produktion der Geräte benötigen Rohstoffe abgebaut werden - zulasten der dort immer ärmer werdenden Bevölkerung. „Wer Elektroprodukte recycelt und nicht in der Mülltonne entsorgt, tritt dieser Entwicklung damit ebenso entgegen, wie mit dem Kauf von zertifizierten fair produzierten Produkten“, so Rainer Martini vom Fachdienst Caritas der Gemeinde. Doch auch auf zunächst unvermutet andere Weise wirkt unser Verhalten auf die soziale Situation anderer Menschen. Um die Betreuung von Pflegebedürftigen bei uns sicherzustellen, werden vor allem ost- und mitteleuropäische Pflege- und Haushaltshilfen gesucht. „Zwar erhöht sich bei diesen Arbeitsmigrantinnen das Einkommen - auch für deren Familien zu Hause - und damit die materielle Sicherheit, die Abwesenheit belastet aber dort ganze Familien, insbesondere die Kinder oder die pflegebedürftigen Angehörigen der Haushaltshilfen“, so Elke Lehnen, Leiterin des AHZ Zell. Und nicht zuletzt zeigt der Blick in die Nachrichten ein weiteres Feld, das es zu betrachten gilt: Weltweit waren im Jahr 2012 rund 45 Millionen Menschen auf der Flucht, wie z.B. in Syrien, in Mali und im Sudan. Flüchtlinge müssen alles aufgeben, verlieren ihre Arbeit, ihren Besitz und jegliche Perspektive. „Auch wir müssen Flüchtlingen hier bei uns in Deutschland eine Chance geben - mit Spenden und Projekten, die helfen“, so Andrea Kien von der Caritas-Geschäftsstelle Wittlich, die im Beirat für Migration engagiert ist. Mit verschiedenen Aktionen wird der Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. sich dem Caritas-Jahresthema widmen, so z.B. mit Aktionen bei der Gewerbeschau in Bernkastel-Kues, mit einem Aktions-Tag am Caritas-Sonntag im September rund ums Markus-Haus in Wittlich, dem Kino-Abend für Ehrenamtliche in Wittlich und weiteren Aktivitäten zu verschiedenen Themen rund um den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und sozialen Fragen.

Eines der fünf Motive der Caritas-Jahreskampagne.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dienstleistungen
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Koblenz blüht 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
First Friday Anzeige März
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Werksverkauf Anhausen
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
78

Die Woche vom 20. bis 26. April fällt in eine Phase des spürbaren Übergangs. Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits stabil, gleichzeitig wächst die Erwartung auf den Mai. Diese Mischung aus Aufbruch und Ungeduld prägt viele Entscheidungen. In Liebe, Gesundheit und Beruf entstehen Chancen, aber auch Momente der Unsicherheit. Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung entfalten.

Weiterlesen

Symbolbild.
91

Der Frühling zeigt sich von seiner lebendigen Seite und bringt frische Energie in den Alltag. Die Tage werden heller, die Natur erwacht – und mit ihr wachsen neue Chancen, aber auch Herausforderungen. In der Woche vom 13. bis 19. April stehen die Zeichen auf Veränderung. Gefühle werden intensiver, Entscheidungen rücken näher und nicht alles verläuft reibungslos. Ein genauer Blick auf die Sternzeichen zeigt, wo sich Möglichkeiten eröffnen und wo Vorsicht geboten ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
347

Im Bereich der Ahrtalbahn könnte es nachts etwas lauter werden:

Ab 15.04.: Schleifzüge fahren auf der Ahrstrecke

Kreis Ahrweiler. Seit Dezember 2025 fahren die Züge wieder vollständig auf der gesamten Ahrstrecke zwischen Remagen und Ahrbrück. Seit März 2026 sind beide verkehrenden Linien rein elektrisch und damit umweltfreundlicher unterwegs. Damit die neuen Schienen nun noch einen „letzten Schliff“ erhalten können, wird nachts ein Schleifzug unterwegs sein. Dies betrifft die folgenden Zeiträume und Abschnitte:

Weiterlesen

16

Ausbau der Ladeinfrastruktur am Rathaus

Neuer Schub für die Elektromobilität

Meckenheim. Das regionale Energieunternehmen e-regio erweitert die Ladeinfrastruktur in Meckenheim und schafft am Rathausparkplatz zusätzliche Möglichkeiten zum komfortablen Laden von Elektrofahrzeugen. Aufgrund der hohen Nutzung der bestehenden Ladesäule werden derzeit zwei neue AC-Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten installiert. Die neuen Ladepunkte sind so angeordnet, dass sie von jeweils zwei Parkbuchten optimal erreichbar sind.

Weiterlesen

31

Allgemeine Berichte

Ortsübliche Bekanntmachung

Sinzig. Ortsübliche Bekanntmachung über die öffentliche Bekanntgabe der Bestimmung und Abmarkung von Flurstücksgrenzen in der Gemeinde _Sinzig_______ In der Gemarkung __Bodendorf______, Flur __13__, Flurstücke __124/1, 133______ wurden die Flurstücksgrenzen aus Anlass einer Liegenschaftsvermessung auf Antrag bestimmt und abgemarkt. Über diese Maßnahmen wurde am _17.3.2026_ eine Grenzniederschrift angefertigt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Imageanzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergruß
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Ostergrußanzeige
Anzeige Lange Samstage
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#