FBG stellt Anfrage in der nächsten Ratssitzung
Bürger fordern Gestaltungssatzung
Koblenz-Neuendorf. Nach der Fertigstellung des Hochwasserschutzes hat in dem alten Rheinort Neuendorf ein neues Zeitalter begonnen. Die Wahrscheinlichkeit, durch ein Hochwasser geschädigt zu werden, hat sich für die Besitzer der Immobilien an der Rheinfront und im alten Ortskern erheblich gemindert. Dadurch werden die Grundstücke für die Anwohner und eventuelle Investoren viel attraktiver.
Zu diesem Thema wurden in den letzten Wochen mehrere Berichte und Leserbriefe veröffentlicht. Die Freie Bürgergruppe Koblenz (FBG) informierte sich in Neuendorf über die aktuelle Situation. Zu diesem Treffen konnte Willi Gabrich als Chronist des Stadtteils und als Kind der Rheinfront den anwesenden Politikern der FBG wertvolle Auskünfte erteilen.
So stehen in der gesamten Front 13 denkmalgeschützte Gebäude. Neben wenigen Gebäuden, die heute als „Bausünden“ bezeichnet werden, ist ein Grundstück nun für eine neue Bebauung vorgesehen. Die ehemalige Flößerstube wurde abgerissen und soll nun durch einen modernen Neubau mit reiner Wohnnutzung ersetzt werden. Die Genehmigung für dieses Vorhaben ist als reiner Verwaltungsakt durch die Bauverwaltung abgesegnet worden und brauchte aufgrund bestehender Gesetze nicht den Gremien des Stadtrates vorgelegt werden. Willi Gabrich erklärte den beiden Stadträten Manfred Gniffke und Walter Baum sowie dem Ausschussmitglied und Neuendorfer Bürgerin Beate Gniffke Koch und dem interessierten Bubenheimer Ortsvorsteher Werner Bastian, warum die Neuendorfer Bürger eine Gestaltungssatzung für wichtig erachten. Professor Lammert von der damaligen FH forderte schon vor 35 Jahren einen Ensembleschutz für die einmalige Rheinfront. Die Erhaltung der Baudenkmäler, Verhinderung von Bausünden, Aushängeschild für den Rheintourismus und die Naherholung sind einige der Punkte, die Gabrich dabei vorbrachte.
Die Vorteile einer Gestaltungssatzung liegen dabei auf der Hand: Es würde bauliche Verfahren vereinfachen und im Sinne der Bürger beschleunigen, sie gibt den Bauherren Klarheit und planerische Sicherheit und würde den Charme und den einzigartigen dörflichen Charakter des Stadtteiles herausheben.
Die FBG sieht seitens der Verwaltung einen zeitnahen Handlungsbedarf und berichtet von Gesprächen mit den anderen Fraktionen im Rat, das in diesem Vorhaben Einigkeit besteht. Die Verwaltung hat zwischenzeitlich auch schon reagiert und bringt das Thema gemeinsam mit dem Stadtrat zur nächsten Sitzung auf die Tagesordnung.
Pressemitteilung der Freien
Bürgergruppe Koblenz, FBG
