Baumschutzsatzung Koblenz
Bürgerbegehren zur Baumschutzsatzung in Koblenz reißt Quorum mit 7100 Unterschriften
aus Koblenz
Koblenz. Das Bürgerbegehren „Koblenzer Baumschutzsatzung“ hat das nach der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz erforderliche Quorum erreicht. Ein breit aufgestelltes Team engagierter Bürgerinnen und Bürger hat in den vergangenen Wochen über 7100 Unterschriften gesammelt. Erforderlich sind 4.250 gültige Unterschriften.
Die Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens haben die Unterschriftenlisten am Montag, 27. Juli 2026, fristgerecht dem Ratsbüro der Stadt Koblenz zur Prüfung übergeben. In einem gesonderten Schreiben wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, nun das gesetzlich vorgesehene Prüfverfahren einzuleiten und das Bürgerbegehren bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen als zulässig anzuerkennen.
Nach erfolgreicher Prüfung kann das Bürgerbegehren in einen Bürgerentscheid münden, bei dem alle wahlberechtigten Koblenzerinnen und Koblenzer über die Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung abstimmen.
Gleichzeitig weisen die Initiatorinnen und Initiatoren darauf hin, dass Verwaltung und Stadtrat die Möglichkeit haben, den im Bürgerbegehren dokumentierten Bürgerwillen bereits vor einem Bürgerentscheid aufzugreifen. „Durch einen entsprechenden Ratsbeschluss kann der Schutz des Koblenzer Baumbestandes kurzfristig wiederhergestellt werden, ohne dass eine aufwendige und kostenintensive Abstimmung erforderlich wird“, so Dr. Jens Woch, einer der Initiatoren. „Die Entscheidung, viel Geld zu sparen, liegt in der Hand des Stadtrates.“
Das Team des Bürgerbegehrens betont zugleich, dass es eine Weiterentwicklung der bisherigen Baumschutzsatzung ausdrücklich begrüßt. Ziel sei weiterhin, die unterschiedlichen berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger angemessen zu berücksichtigen und gleichzeitig einen wirksamen Schutz des alten Koblenzer Baumbestandes sicherzustellen.
Nach Auffassung der Initiatorinnen und Initiatoren sind alte Stadtbäume weit mehr als ein prägendes Element des Stadtbildes. Sie stellen angesichts des fortschreitenden Klimawandels eine unverzichtbare, lebensrettende Infrastruktur in unseren zunehmend überhitzten Städten dar. Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung, verbessern die Luftqualität und tragen dazu bei, die gesundheitlichen Belastungen durch immer häufigere und intensivere Hitzeperioden zu verringern.
Zugleich sind alte Bäume ein unverzichtbarer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Stadt. „Ihr Schutz“, ergänzt Sieglinde Karges, „stärkt das Koblenzer Stadtökosystem und dient damit gleichermaßen dem Artenschutz, dem Klimaschutz sowie der Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen.“
Die Initiatorinnen und Initiatoren danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern, den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den vielen Auslagestellen, die zum Erfolg des Bürgerbegehren in den vergangenen Wochen beigetragen haben. „Das erreichte Quorum ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Schutz prägender Stadtbäume für viele Koblenzerinnen und Koblenzer ein wichtiges Anliegen ist“, so Marcel Hoffmann.
Pressemitteilung
Bürgerbegehren Koblenzer Baumschutzsatzung