Mittelrhein Marathon zwischen Koblenz und Boppard
Der Regen hielt nicht auf
Publikum konnte drei Streckenrekorde bejubeln - Cheruiyot Jonathan Kipkosgei siegte
Koblenz.Kenia, das Land der Marathonläufer, hat jetzt auch seinen ersten Sieger beim Hochwald Mittelrhein Marathon. Im neunten Anlauf überquerte am vergangenen Sonntag in Koblenz erstmals ein Kenianer die Ziellinie als Schnellster. Der 30-jährige Cheruiyot Jonathan Kipkosgei brauchte für die 42,195 Kilometer zwischen Deutschem Eck, Boppard und zurück 2:25,14 Minuten und war damit, genauso wieder der zweitplatzierte Marco Schwab (2:26,50), schneller als 2011er-Sieger Charai Abderazzak, der den bisherigen Streckenrekord hielt. Trotz Dauerregens und der geringen Temperaturen um die zehn Grad purzelten in der Rhein-Mosel-Stadt gleich drei bisherige Bestzeiten. Neben Kipkosgei waren auch die beiden Gewinner im Halbmarathon, Evans Korir Kipkoech (1:05,43 Stunden) und Boku Zerfe Waku (1:15,41 Stunden), die bislang schnellsten Sieger in der nun neunjährigen Geschichte der Veranstaltung. Der Marathon-Sieg bei den Frauen ging in einer Zeit von 2:54,16 Stunden an Katrin Vogler (Leinfelden-Echterdingen). Sie überholte auf den letzten Kilometern die lange in Führung liegende Adanek Mamo. Ein Sieg blieb in Koblenz: Im Zehn-Kilometer-Lauf war Christian Schmitz (TWZ Koblenz) mit einer Zeit 33,49 Minuten der Schnellste. Nicht nur in Laufschuhen, sondern auch auf Inline-Skates waren die Teilnehmer flott unterwegs. Und auch hier konnte Koblenz internationale Spitzenathleten begrüßen. So hieß bei den Frauen die Siegerin Katharina Rumpus, immerhin amtierende Junioren-Weltmeisterin. Sie setzte sich gegen Jana Gegner durch, die Siegerin der vergangenen beiden Auflagen. Bei den Männern setzte Severin Widmer seinen Steigerungslauf fort. Nach Platz drei 2011 und dem zweiten Rang 2012 konnte sich der Schweizer diesmal über den Sieg freuen. Insgesamt 5000 Aktive nahmen an der Veranstaltung teil, was natürlich einmal mehr einen großen organisatorischen Aufwand bedeutete. „Unseren zahlreichen Helfern, die durch den Dauerregen auf eine harte Probe gestellt wurden, gilt ein besonderer Dank“, betont Organisationschef Alexander Berger. Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch: Die Finisher-Medaillen wurden in China auf ein falsches Schiff geladen und kamen nicht rechtzeitig in Koblenz an. Neue Medaillen wurden kurzfristig besorgt.
Machten von Anfang an Tempo: Sieger Cheruiyot Jonathan Kipkosgei (Startnummer 11300) und der spätere Zweite Marco Schwab (280).
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