Lokalsport | 09.08.2026

Erfolgreiche Drachenboot-Meisterschaften

Drachenboot-Meisterschaften in München: Neckardrachen gewinnen 60 Medaillen

Marit, Jörg, Inga und Britt (v.l.n.r.)

München. Wenn auf der Olympiaregattastrecke im bayrischen Oberschleißheim die Trommel den Takt vorgibt und sich die Drachenboote kraftvoll durch das Wasser schieben, zählt jeder Paddelschlag. Bei den Deutschen Drachenboot-Meisterschaften vom 31. Juli bis 2. August 2026 war auch der KRC Rhenania gleich mehrfach vertreten – und das mit einer bemerkenswerten Familiengeschichte. Inga Gutmann, Marit Gutmann und Britt Gutmann gingen für die in Heilbronn beheimateten Neckardrachen an den Start. In den verschiedenen Boots- und Altersklassen kämpften sie über 200 Meter, 500 Meter und 2.000 Meter um die begehrten deutschen Meistertitel. Mit großem Erfolg: Insgesamt konnten die Neckardrachen 27 Gold-, 21 Silber- und 12 Bronzemedaillen feiern.

Dabei war Inga Gutmann an vier Gold- und zwei Bronzemedaillen beteiligt. Noch umfangreicher fiel die Bilanz von Marit Gutmann aus. Sie saß bei vier Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille mit im Boot. Britt Gutmann steuerte sogar fünf Gold- und eine Silbermedaille bei. Zusammengenommen kommen die drei Rhenanen damit auf beeindruckende 20 Medaillenbeteiligungen.

Die Meisterschaften forderten den Sportlerinnen und Sportlern dabei einiges ab. Die verschiedenen Renndistanzen verlangen unterschiedliche Stärken und eine hohe Anpassungsfähigkeit. Über 200 Meter zählt vor allem Explosivität und ein nahezu perfekter Start. Auf den 500 Metern kommt es auf die richtige Mischung aus Tempo, Kraft und Ausdauer an. Die 2.000 Meter verlangen dagegen neben körperlicher Fitness auch taktisches Geschick und eine besonders gute Einteilung der Kräfte. Unabhängig von der Distanz gilt jedoch immer das Gleiche: Drachenboot ist Mannschaftssport. Nur wenn alle Paddlerinnen und Paddler vollkommen synchron arbeiten, kann das Boot seine maximale Geschwindigkeit erreichen. Technik, Rhythmus und Teamgeist entscheiden über Erfolg und Niederlage – manchmal innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde.

Dass die drei Rhenanen dabei in unterschiedlichen Boots- und Altersklassen erfolgreich waren, macht ihre Medaillenbilanz besonders bemerkenswert.

Eine besondere Geschichte schrieb die Familie Gutmann/Froitzheim aber nicht nur auf dem Wasser. Mit Jörg Froitzheim, ebenfalls Mitglied des KRC Rhenania, war ein weiteres Familienmitglied in München im Einsatz. Froitzheim übernahm bei den Deutschen Meisterschaften die verantwortungsvolle Aufgabe des Chief Starters. Er war damit für den Start der Rennen zuständig und sorgte gemeinsam mit dem Wettkampfteam für einen ordnungsgemäßen und fairen Ablauf der Wettbewerbe. Während seine Töchter Inga und Marit Gutmann sowie seine Ehefrau Britt Gutmann auf dem Wasser um Medaillen kämpften, stand Jörg Froitzheim an Land an einer zentralen Position der Wettkampforganisation. Die Familie war damit bei den Deutschen Meisterschaften gleich in mehreren Funktionen präsent.

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Marit, Jörg, Inga und Britt (v.l.n.r.) Foto: Jörg Froitzheim

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