Allgemeine Berichte | 27.03.2013

Eventstart und FestungsLeuchten auf Ehrenbreitstein

Festungsfrühling mit Schneegeriesel

Mit einem kreativen Lichtkunstspektakel startete die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in den Frühling

Im Tunnel gingen die Besucher durch Nebel und farbige Lichtduschen.

Koblenz-Ehrenbreitstein. Mit einem kreativen und aufwendigen Lichtkunstspektakel startete die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) auf der Festung Ehrenbreitstein in den Frühling. Jedoch hatte die Premiere wettermäßig mit Frühling überhaupt nichts zu tun, denn die Spots, die einen Lichtdom über der gesamten Festung zauberten, wurden oft beeinträchtigt durch Schneegriesel.

Ein paar Hundert dick „eingepackte“ Zuschauer trotzten den Minusgraden und dem eisigen Wind auf dem Festungsplateau und schauten sich das Lichtspektakel an, das am Abend mehrfach wiederholt wurde.

Die Mauern scheinen sich zu bewegen, Wasser läuft über die Wände. Menschen sprechen plötzlich von ungewöhnlichen Orten aus mit den Besuchern und erzählen ihre Geschichten aus 3.000 Jahren befestigtem Ort. Alles ist so, wie es ist, wirkt aber anders. Licht und Klang verändern die Festung Ehrenbreitstein.

Verantwortlich dafür ist das Team von ForumInterart aus Dortmund. Regisseur Wolfram Lenssen ist einer der profiliertesten Lichtinszenierer für historische Bauwerke. Lenssen inszenierte unter anderem für die Fußball-WM 2006 und das Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010.

Geschichte beginnt zur sprechen

Beim FestungsLeuchten führt er die Besucher auf einem szenischen Parcours durch die Festung. Plötzlich dreht man sich um, und eine Wand ist inszeniert, an der man verweilen will oder sich auch einfach nur treiben lässt.

Im Hauptgraben beginnt die Geschichte zu sprechen. „Zeitzeugen“ erzählen von ihren Erlebnissen aus 3.000 Jahren Ehrenbreitstein. Mystisch wird es in der Poterne, dem Tunnel der Festung, und magisch zwischen den mächtigen Mauern der Retirierten Gräben. Überall gibt es Neues zu entdecken.

360°-Panorama-Show

Hauptschauplatz ist der Obere Schlosshof (Festungsplateau). Dort findet eine 360°-Panorama-Show in regelmäßigen Kurz-Intervallen statt.

Da strahlt das Innere der Festungsbögen in verschiedenen Farben und in den großen Bögen wird eine mit passender Musik kunstvoll unterlegte Lichtperformance geboten, die später sogar in Videoclips mündet und in einer wärmenden Feuershow aus mehreren Flammenwerfern endet.

Das Lichtkunstspektakel läuft an zehn Abenden und wer es noch nicht gesehen hat, kann dies bis einschließlich Ostermontag, 1. April, nach Einbruch der Dunkelheit nachholen und zahlt lediglich den Festungseintritt. Zudem sind bis Ostermontag auch die Ausstellungen im „Haus der Archäologie“, „Haus des Genusses“, „Haus der Fotografie“ sowie die „Stationen der Festungsgeschichte“ bis 24 Uhr geöffnet und so lange läuft auch die Seilbahn. Die GDKE-Leute hatten sich noch einiges einfallen lassen und auch Partner mit verschiedenen Veranstaltungen mit ins Boot (natürlich in die Festung) geholt. Einen Tag nach der Lichtspektakel-Premiere war Festungsfrühling mit einem  großen Familientag angesagt. Angesichts des kalten Winterwetters war es aber kein großer Familientag, obwohl sich erneut einige Hundert Gäste die Festung besuchten.

Eröffnung der Ausstellungshäuser

Schließlich hatte die GDKE die Ausstellungshäuser mit ihren Präsentationen „Peter Joseph Lenné – Eine Gartenreise im Rheinland“ (Landesmuseum Koblenz, Hohe Ostfront). „Geborgene Schätze – Archäologie an Mittelrhein und Mosel“ (Haus der Archäologie, Contregarde rechts), „Landessammlung zur Geschichte der Fotografie in Rheinland-Pfalz“ (Haus der Fotografie, Turm Ungenannt) und „WeinReich Rheinland-Pfalz“ (Haus des Genusses, Lange Linie) wieder eröffnet. Dazu kommen die neuen Sonderausstellungen: „GenussKultur - Essen in und aus Rheinland-Pfalz“ (Haus des Genusses, Lange Linie) und  „Moment.Aufnahme – Der leise Journalismus von Gabi Novak Oster und Detlef Oster“ (Haus der Fotografie, Turm Ungenannt).

Viele Teilnehmer waren bei den Führungen durch die Ausstellungshäuser, da man ja hier vor Kälte und eisigem Wind verschont war. Die Kinder freuten sich über Bastelangebote zum Thema Frühling und Ostern sowie Clownerien und Luftballons an den Seilbahn-Stationen und den Geocaching-Touren, bei denen auch Erwachsene mitmachten.

Beim Hand on-Erlebnis-Genussmarkt im Lichthof der Langen Linie informierten überwiegend Mitgliedsbetriebe von „Kräuterwind“ und reichten den Gästen zum Probieren auch manche Leckerei. Natürlich wurde und wird auch die Darstellung der Preußischen Armee mit ihren Soldaten geboten: Der Festungskanonier schießt Salut, die  Büchsenmacherwerkstatt ist geöffnet, „Der ewige Soldat“ als Bühnen-Kurzfassung) sowie die Präsentation des Alltagslebens des Preußischen  Fußartillerieregiment Nr. 9.

Im Tunnel gingen die Besucher durch Nebel und farbige Lichtduschen.
In der Felsentorwache gaben GDKE-Mitarbeiterinnen Anleitungen zum Basteln.

In der Felsentorwache gaben GDKE-Mitarbeiterinnen Anleitungen zum Basteln.

Im Tunnel gingen die Besucher durch Nebel und farbige Lichtduschen.

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