Politik | 17.04.2013

BIZ-Bürgerversammlung in Arenberg/Immendorf

Freiluftschneise soll bestehen bleiben

Nahversorgung Arenberg und B-Plan Weikertswiese erhitzen die Gemüter der Bürger

Auf der BIZ-Bürgerversammlung wurden „heiße“ Themen aus Arenberg/Immendorf besprochen.privat

Koblenz. Die gut besuchte BIZ-Bürgerversammlung in Arenberg/Immendorf, moderiert vom Fraktionsvorsitzenden Stephan Wefelscheid, wurde diesmal tatkräftig von der Verwaltung unterstützt: Helmut Wittgens, stellvertretender Amtsleiter für Stadtentwicklung und Bauordnung, sowie Rüdiger Dittmar, Leiter des Eigenbetriebs für Grünflächen und Bestattungswesen, standen den Arenbergern Rede und Antwort. Während der Versammlung zeigte sich, dass es zwei zentrale Themen gab, an denen sich die Gemüter der Bürger des Doppelstadtteils erhitzten: Das eine Thema war die fehlende Nahversorgung durch einen Vollsortimenter und das andere der in Aufstellung befindliche Bebauungsplan Nr. 312 „Weikertswiese und angrenzende Bereiche“. Dabei könnte hinsichtlich des Nahversorgers alles so einfach sein, gibt es doch mit zwei Interessenten zwei ernsthafte Betreiber, die diese Lücke füllen könnten. Aber die Wirtschaftsförderung sieht das wohl anders, diese möchte für die Ansiedlung eines Nahversorgers das Gelände der Fritsch-Kaserne nutzen. Viele Bürger und auch die Räte der BIZ sehen hier im Faktor Zeit ein Problem. „Bis das Gelände der Fritsch-Kaserne für eine Bebauung fit gemacht wurde, geht zu viel Zeit ins Land. Keiner weiß genau, welche Altlasten vorab beseitigt werden müssen“, heißt es einhellig aus den Reihen der Besucher der Bürgerversammlung. Auch die vom Fraktionsvorsitzenden abschließende Abstimmung, ob man eine Ansiedlung eines Vollsortimenters auf dem Gelände der Fritsch-Kaserne wünsche, zeigte eindrucksvoll, dass alle Anwesenden die innerörtliche Lösung bevorzugen.

„Die BIZ wird das Thema weiter begleiten und einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einbringen“, verspricht BIZ-Rätin Angela Keul-Göbel, die selbst auch Arenbergerin ist. Zum Thema Bebauungsplan Nr. 312 „Weikertswiese und angrenzende Bereiche“ hielt Helmut Wittgens einen ausführlichen Vortrag. Er erklärte, dass er davon ausgehe, dass die Aufstellung des Bebauungsplanes aller Voraussicht nach bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen könne. Dies ließe sich mit den vielen Aspekten der zu prüfenden Planungen erklären. Während Herr Wittgens Ausführungen war zu spüren, dass vielen Arenbergern/Immendorfern dabei der Erhalt der Freiluftschneise besonders am Herzen liegt. Einige schienen durch den Vortrag verunsichert: Bleibt die Grünzone der Weikertswiese nun erhalten oder nicht und wo genau wird die Schneise verlaufen?

Im Detail konnte auch Herr Wittgens diese Fragen noch nicht beantworten, da die Verwaltung derzeit erst mit der Planung begonnen habe und diese Punkte insofern noch konkret ausgearbeitet werden müssen. Jedoch nahm er als konstruktive Vorschläge aus den Reihen der Versammlung zwei Anregungen mit: Eine Bürgerin regte den Kauf der für den Erhalt der Freiluftschneise so wichtigen Areale durch die Stadt an. Eine andere Bürgerin schlug vor, den sogenannten Soltmannplan, eine Kartierung der Freiluftschneisen Arenbergs aus den 1980er Jahren, bei den Festsetzungen des Bebauungsplans zu beachten. Herr Wittgens sicherte zu, beide Ideen mit dem Baudezernenten besprechen zu wollen. Die BIZ-Fraktion wird diese Anregungen ebenfalls aufnehmen und im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans besonderes Augenmerk darauf richten, dass im Rahmen der Festsetzungen der Erhalt der Grünzone und der Freiluftschneise endgültig abgesichert wird. Fragen rund um das Thema Friedhof wurden von Rüdiger Dittmar beantwortet. Ein Ärgernis war dabei der ungepflegte Zustand etlicher Gräber sowie der Zustand der Wege, welchen man durch das verstärkte Streuen von Split verbessern könne. Herr Dittmar erklärte kurz, wie der Friedhof zukünftig aussehen und wo der bisher fehlende Parkplatz entstehen solle. Den für die Herrichtung vorgesehen Zeitplan wolle man einhalten. Im Juni 2013 werde im Ausschuss für Grünflächen und Bestattungswesen zusätzlich über die Planungen zum Arenberger Friedhof beraten. Dabei wird auch thematisiert werden, wie künftig mit dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Urnenkissengräbern umgegangen werden soll.

Abschließend wurde noch die mangelnde Ausstattung des Stadtteils mit schnellem Internet bemängelt. Damit werde der Stadtteil für junge Familien zunehmend unattraktiv, beschwerte sich ein Bürger, bedenke man dabei die Tatsache, dass dadurch heimische Büroarbeit nicht möglich sei. Auch viele andere nützliche Angebote des Internets, wie medizinische Betreuung, gäbe es deshalb nicht. „Die BIZ-Fraktion hat großes Verständnis für dieses Bedürfnis nach schnellem Internet und wird sich mit Nachdruck in den städtischen Gremien für die Anbindung der Stadtteile einsetzen“, so Edgar Kühlenthal, Mitglied der BIZ-Fraktion abschließend.

Pressemitteilung der

BIZ-Fraktion im Stadtrat Koblenz

Auf der BIZ-Bürgerversammlung wurden „heiße“ Themen aus Arenberg/Immendorf besprochen.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
38

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
8

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Titel
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Stellenanzeige Personalreferent/in
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Leiter/in (w/m/d)