Klimagesetz in Gefahr
Fridays for Future kritisiert Gebäudemodernisierungsgesetz in Koblenz
aus Euskirchen
Koblenz. Koblenz, 12.05.2026 - Fridays for Future kritisiert den am vergangenen Dienstag vorgestellten Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) als massiven Rückschritt für den Klimaschutz. Denn der Gesetzentwurf steht im direkten Widerspruch zum deutschen Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden, da der Entwurf den Einbau fossiler Heizungen auch über das Jahr 2045 hinaus ermöglicht.
„Wer heute neue fossile Heizungen erlaubt, obwohl Deutschland in weniger als 20 Jahren klimaneutral sein soll, ignoriert die Realität der Klimakrise“, erklärt Mila Cullmann von Fridays for Future Koblenz.
„Wie auch immer man versucht, diese Einigung schön zu reden und zu rechnen - mit diesem Gesetz wird das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 vereitelt. Hier wird wissentlich ignoriert, um was es geht – unsere Zukunft“, sagt Luca Hilger von Fridays For Future Kobelnz. Mila Cullmann ergänzt: „Dass auf die CDU in Sachen Klima kein Verlass ist, ist nichts Neues. Doch was sie hier plant, ist auf einem neuen Level: Klimaschädlich, ungerecht, verantwortungslos und zukunftsfern. Deshalb muss die SPD jetzt ihre Regierungsverantwortung wahrnehmen und dieses gigantische fossile Vorhaben der Union stoppen.“
Hintergrund:
Vergangene Woche hat die Bundesregierung eine Einigung zum Gebäudemodernisierungsgesetzt (GModG) verkündet. Kurz vor dem Beschluss des Gesetzes im Kabinett wächst der Widerstand. Fridays for Future kritisiert die Pläne der Bundesregierung hart und adressiert dabei vor allem die SPD. Sie plane fossilen Heizhorror statt Unabhängigkeit und Kostenfalle statt Verbraucherschutz. Öl- und Gasheizungen zeitlich unbegrenzt weiter zu erlauben, sei eine Abschaffung der Klimaneutralität 2045. Außerdem seien die Auswirkungen auf Haushalte groß: Hausbesitzer:innen würden durch die entfallende Beratungspflicht alleine gelassen und zu Fehlkäufen verleitet, Mieter:innen müssten mit unkalkulierbaren Kosten rechnen. Die Sozialdemokraten stellen in der aktuellen Regierung das Umwelt- und das Bauministerium, zwei wichtige Instanzen im laufenden Gesetzgebungsverfahren.
