Allgemeine Berichte | 02.12.2015

„Blick aktuell“ unterstützt Weihnachtsaktion der Koblenzer Hilfsorganisation

„Friedenskinder“ engagieren sich weltweit für notleidende Menschen

Foto vom Projekteinsatz der Kenia-Gruppe vor der Grundschule in Nakuru.

Koblenz. Die Adventszeit begann für Ruth Nerger, Martina Schuster und vier weitere Helferinnen des Vereins „Friedenskinder Koblenz“ in gewisser Weise schon im Mai. Seither treffen sich die sechs Frauen nämlich einmal pro Woche und falten dekorative Weihnachtssterne und andere hübsche Papier-Artikel nach der Origami-Technik. „Mehr als 600 Sterne sind bereits fertig“, freut sich Schuster. Noch einige wenige wollen die Damen anfertigen, dann kann die Vorweihnachtszeit kommen.

Die meisten Sterne sind für den Koblenzer Weihnachtsmarkt bestimmt. Dort hat die Hilfsorganisation am 12. Dezember die Gelegenheit, ihre Produkte im „Karitativen Häuschen“ vorm Forum Mittelrhein zu verkaufen. In den vergangenen Jahren kamen dabei stets mehrere Hundert Euro zusammen, die in die Projektarbeit des Vereins fließen. Bedürftigen Kindern in Afrika, Asien, aber auch hierzulande kommt die Arbeit der „Friedenskinder“ zugute.

Wie zahlreiche karitative Einrichtungen und Gruppen, die in der Vorweihnachtszeit verstärkt um Unterstützung werben, hat sich auch die Koblenzer Hilfsorganisation „Friedenskinder“ für die Adventzeit einiges vorgenommen: Stände auf Weihnachtsmärkten wollen besetzt und bestückt sein, interessierte Menschen über die Arbeit des Vereins informiert werden, Spenden- und Dankesbriefe geschrieben und versendet werden. Und das alles ehrenamtlich.

Der Einsatzort am ersten Adventwochenende: Der traditionelle Weihnachtsmarkt im Höhenstadtteil Arzheim, wo die Friedenskinder quasi Heimspiel haben. „Ein großer Teil unserer aktiven Mitglieder ist in Arzheim zuhause“, sagt der Friedenskinder-Vorsitzende Bernd Wangelin, der ebenfalls in dem Stadtteil wohnt. „Hier treffen wir uns einmal im Monat, um unsere weiteren Aktionen zu planen und hier finden sich auch immer wieder andere Vereine und Organisationen, die uns beim Helfen helfen“, weiß er das vielfältige Engagement der Arzheimer zu schätzen. Die Friedenskinder selbst, die momentan 320 Mitglieder haben, bereichern den Weihnachtsmarkt seit ihrer Gründung 2010 mit einer attraktiven Tombola und einem Kinderkarussell. Den Erlös – das haben sie im Vorstand so festgelegt – wollen sie diesmal für ihr Pakistan-Projekt verwenden. In dem südasiatischen Land betreibt der Verein seit dem vergangenen Jahr eine eigene Grundschule, die derzeit 84 Kinder aus größtenteils ärmeren Familien besuchen.

Winterjacken für pakistanische Schulkinder

Hinzu kommt eine Nähwerkstatt, in der rund 70 Mädchen ab 15 Jahren und junge Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet werden. „Jungen Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben, indem wir ihnen Schulbildung und eine berufliche Perspektive ermöglichen, sehen wir als eine unserer wichtigsten Aufgaben an“, betont Wangelin.

Obwohl die jährliche Durchschnittstemperatur in der Stadt Mahey, wo sich die Schule der Friedenskinder befindet, bei deutlich über 20 Grad liegt, kann es dort im Winter empfindlich kalt werden. „Im Dezember oder Januar gibt es nachts sogar manchmal Frost“, weiß Vorstandsmitglied Arif Minhas. Der 54-Jährige stammt selbst aus Mahey, das in der indisch-pakistanischen Grenzregion Punjab liegt. Mit den Weihnachtsmarkt-Erlösen, aber auch mit Spenden, die Leser „Blick aktuell“ anvertrauen, möchte er einheitliche Winterjacken für alle 84 Grundschüler anschaffen und – sofern dafür noch genug Geld übrig bleibt – Turnschuhe, damit in der Schule künftig auch Sport auf dem Stundenplan stehen kann.

Vor über 20 Jahren kam Arif Minhas als Flüchtling nach Deutschland. Nun setzt er sich als Projektleiter für benachteiligte Kinder in seiner früheren Heimat ein. In Pakistan lebende Verwandte und Bekannte erledigen die Arbeit vor Ort. Er selbst fliegt mindestens zwei Mal jährlich für mehrere Wochen nach Pakistan, um den Fortgang des Projekts zu koordinieren. Dass er dies mit der erforderlichen Umsicht und Verlässlichkeit tut, davon sind sie auch bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung überzeugt: So zeichnete ihn Innenminister Roger Lewentz, der zugleich einer von fünf Friedenskinder-Schirmherren ist, 2011 für seinen beispielhaften Einsatz zu Gunsten notleidender Kinder mit einer Verdiensturkunde aus.

Ein weiteres Land, in dem engagierte Friedenskinder-Mitglieder Kindern aus armen Familien eine Schulausbildung ermöglichen, ist Kenia. Erst vor wenigen Wochen kehrte das Kenia-Team um die Projektleiter Petra und Paul Sauer von einem Arbeitseinsatz in der kenianischen Stadt Nakuru zurück.

Infoabend zum Kenia-Projekt

Dort betreibt die Hilfsorganisation eine Vor- und seit knapp zwei Jahren auch eine Grundschule. In beiden Einrichtungen erhalten alle Kinder täglich ein Frühstück und ein nahrhaftes Mittagessen.

Um über den aktuellen Stand der Dinge in Nakuru zu informieren, lädt der Verein Friedenskinder zu einem Infoabend ein. Er beginnt am Mittwoch, 2. Dezember, um 19.30 Uhr im Caritashaus in Koblenz-Arenberg, Pfarrer-Kraus-Straße 150. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Über die Projektarbeit des Vereins „Friedenskinder“ in Kenia berichtet „Blick aktuell“ in der nächsten Ausgabe.

Kontakt:

Friedenskinder Koblenz e.V.

Bernd Wangelin (Vorsitzender)

Telefon: 0261-72844

E-Mail: bernd.wangelin@friedenskinder.de

Internet: www.friedenskinder.de

Spendenkonto

Bankverbindung:

Sparkasse Koblenz

IBAN: DE 1957 0501 2000 0021 1011

BIC: MALADE51KOB

Verwendungszweck: Winterjacken für Pakistan

Foto vom Projekteinsatz der Kenia-Gruppe vor der Grundschule in Nakuru.
Der aktuelle und sehr engagierte Vorstand der „Friedenskinder“ (v.l): Hartmut Hoefs, Arif Minhas, Hans-Peter Noß, Carmen Hagedorn, David Wangelin, Arevik Simonyan, Karl-Heinz Schuster, Petra Schmidt-Sauer, Alexandra Künster, Bernd Wangelin. Es fehlt: Ba Hai Nguyen . Merz

Der aktuelle und sehr engagierte Vorstand der „Friedenskinder“ (v.l): Hartmut Hoefs, Arif Minhas, Hans-Peter Noß, Carmen Hagedorn, David Wangelin, Arevik Simonyan, Karl-Heinz Schuster, Petra Schmidt-Sauer, Alexandra Künster, Bernd Wangelin. Es fehlt: Ba Hai Nguyen . Fotos: Merz

Foto von der Schuleröffnung im vergangenen Jahr in Pakistan.

Foto von der Schuleröffnung im vergangenen Jahr in Pakistan.

Sechs Mitarbeiterinnen beim Falten von Weihnachtssternen für den Verkauf auf hiesigen Weihnachtsmärkten.

Sechs Mitarbeiterinnen beim Falten von Weihnachtssternen für den Verkauf auf hiesigen Weihnachtsmärkten.

Foto vom Projekteinsatz der Kenia-Gruppe vor der Grundschule in Nakuru.

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