Moselufer Bäume schützen
Gesunde Bäume am Moselufer Moselweiß vor Fällung schützen
aus Koblenz
Moselweiß. Der Verein Grün(h)ecken e.V. , für Begrünung und Entsiegelung im Stadtgebiet, protestiert gegen die Fällung von 27 Bäumen, die in Moselweiß für einen dort geplanten Geh-und Radweg weichen sollen. Um genauere Informationen über den Zustand der betreffenden Bäume zu erhalten, hat der Verein die FLL-Zertifizierte Baumkontrolleurin Daniela Antoni beauftragt, ein Baumgutachten sowie eine Stellungnahme zu erstellen.
Ihre Expertise lautet: „ Auf Grundlage der durchgeführten Baumkontrolle sowie der fachlichen Bewertung wird empfohlen, den vorhandenen Altbaumbestand so weit wie möglich zu erhalten und Eingriffe auf die tatsächlich erforderlichen Einzelmaßnahmen zu beschränken. Die Untersuchung hat gezeigt, dass der überwiegende Teil (über 92%) der untersuchten Bäume weiterhin vital, verkehrssicher und langfristig entwicklungsfähig ist. Gleichzeitig erfüllen die Bäume bereits heute bedeutende Funktionen für das Stadtklima, die biologische Vielfalt, den Naturhaushalt sowie die Aufenthaltsqualität am Moselufer. Es wird daher empfohlen, die Planung unter Berücksichtigung der vorliegenden Untersuchungsergebnisse zu überprüfen und Möglichkeiten auszuschöpfen, den vorhandenen Altbaumbestand weitestgehend in die weitere Planung zu integrieren. „
Die gesamte Stellungnahme kann man auf den Webseiten von Grün(h)ecken e. V. und von „Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß“ ebenso finden wie deren Petition „Einjähriges Moratorium für die vom Stadtrat beschlossene Ausbauvariante des Projekts ‚Moselweiß Moselufer-Ausbau Rad-und Gehweg‘“.
Als im November 2025 der Koblenzer Stadtrat sich beim Ausbau des Geh-und Radweges am Moselufer für die Variante mit den 27 Baumfällungen mehrheitlich entschied, wurde dem Verein klar, dass man sich für den bemerkenswerten Altbaumbestand des Moselufers zwischen Moselweiß und Rauental einsetzen muss. Ausgewachsene Gehölze können nicht einfach durch neue Pflanzungen ersetzt werden, Hunderte davon brauchen Jahrzehnte, um eine ähnliche ökologische Leistung bringen zu können. Und was alte Bäume bei anhaltender Hitze uns schenken, konnten wir in diesem Sommer schmerzlicherweise wieder erfahren.
Deswegen erwarten wir, dass diese neuen und wesentlichen Informationen von den Verantwortlichen berücksichtigt werden. Trotz aller Wichtigkeit der Förderung des Radverkehrs dürfen wir heute weniger denn je zulassen, dass eine vitale und vielfältige Natur Opfer von Baumaßnahmen wird. Eine gesunde Natur bleibt für uns Menschen höchste Priorität, weil sie unsere Lebensgrundlage ist.
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