Allgemeine Berichte | 08.07.2026, 10:56 Uhr

Digitale Soziale Arbeit

Hochschule Koblenz verbindet VR und gesellschaftliche Zukunftsfragen in der Sozialen Arbeit

Bereit für den Praxiseinsatz: VR-Brillen als Teil des Projekts „Weitblick in der Sozialen Arbeit“, das digitale Innovationen für Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit fördert.

KOBLENZ. Wie entwickeln sich die Felder der Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund der Digitalisierung? Dieser Frage geht der Podcast „Quo Vadis Soziale Arbeit“ im Rahmen des Projekts „Weitblick in der Sozialen Arbeit“ (WeSA) nach. Dabei werden Themen von digitaler Suchtberatung über die Lebensbedingungen von Kindern in einer alternden Gesellschaft bis hin zu medienpädagogischen Fragestellungen behandelt.

Podcast greift aktuelle gesellschaftliche Fragen auf

In der neuen Folge des Podcasts zum Beispiel steht der Einfluss des demografischen Wandels auf das Leben von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Dabei geht es unter anderem um den Rückgang kommunaler Infrastruktur, Fragen sozialer Teilhabe sowie neue Beteiligungsformen für junge Menschen.

Der Podcast „Quo Vadis Soziale Arbeit“ ist Teil des Projekts WeSA und soll den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Studierenden fördern.

Innovative Lehre mit Virtual Reality und 360°-Technologie

Das hochschulweite Projekt WeSA wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert und entwickelt bis 2027 innovative Lehr- und Lernformate für die Soziale Arbeit. Im Mittelpunkt stehen 360°-Videos und Virtual-Reality-Technologien, mit denen Studierende soziale Lebenswelten aus unterschiedlichen Perspektiven erleben können.

360°-Kameras können z. B. dazu genutzt werden, die spezifischen Perspektiven von Kindern, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Menschen mit unsichtbaren Beeinträchtigungen auf ihre jeweilige Lebenswelt zu erfassen. Mithilfe von VR-Brillen erkunden angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter soziale Räume aus Sicht verschiedener Klient*innengruppen und setzen sich intensiv mit Fragen von Teilhabe, Barrieren und sozialer Realität auseinander.

Soziale Arbeit erfahrbar machen – nicht nur theoretisch

Das Projekt verbindet Theorie, Forschung und Praxis auf neuartige Weise. Ziel ist es, soziale Kontexte nicht nur kognitiv zu vermitteln, sondern auch emotional und leiblich erfahrbar zu machen.

„Virtual Reality eröffnet neue Zugänge zu den Perspektiven von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Sie soll Studierende einladen, Empathie, Reflexionsfähigkeit und professionelles Handeln auf einer neuen Ebene zu erproben“, erklärt Prof. Dr. Miriam Baghai-Thordsen, Projektleiterin von WeSA. „Unser Ziel ist es, Lehre erfahrbarer zu machen – nicht nur kognitiv, sondern körperlich und emotional“, ergänzt Daniel Roos, Dozent im Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz und stellvertretender Projektleiter.

Beitrag zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit

Neben der Entwicklung innovativer Lehrformate stärkt WeSA auch den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Sozialen Arbeit. Das Projekt zeigt damit, wie digitale Technologien sinnvoll eingesetzt werden können, um gesellschaftlich relevante Themen sichtbar zu machen und zukünftige Fachkräfte praxisnah auszubilden.

Weitere Informationen zum Projekt „Weitblick in der Sozialen Arbeit“ unter https://www.hs-koblenz.de/sozialwissenschaften/projekte/weitblick-in-der-sozialen-arbeit-wesa

Die Folgen des Podcast „Quo Vadis Soziale Arbeit“ sind abrufbar unter https://open.spotify.com/show/4wv2tqL958pvin4fR1adsB?si=315616edfcff41ae

Weitere Themen

Bereit für den Praxiseinsatz: VR-Brillen als Teil des Projekts „Weitblick in der Sozialen Arbeit“, das digitale Innovationen für Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit fördert. Foto: Miriam Baghai-Thordsen / Hochsch

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