Allgemeine Berichte | 21.04.2015

Die 12. Koblenzer „Nacht der offenen Kirchen“ fand unter dem Leitmotiv „Suchet der Stadt Bestes…“ statt

In der Ökumene verbunden

In der Christuskirche begann der „Gospelchor Koblenz-Mitte“ das Programm mit seinem Repertoire „PrayerFor The City“.

Koblenz. „Das war beeindruckend“, fasst Monika Kilian die Begegnungen in der 12. „Nacht der offenen Kirchen“ zusammen. Zusammen mit Christoph Funke, Ralf Staymann und Werner Süs hatte sie diese Nacht organisiert. „Ökumene in der City“ nennt sich ihr Arbeitskreis und das wurde in der Vorstadt, in der Innenstadt, im Rauental, in Ehrenbreitstein und in Lützel besonders deutlich. So gab es ein vielfältiges Angebot an Musik, Gebet, Installation und Gottesdiensten. Verbunden waren die einzelnen Orte der Kirchen, Kapellen und geistlichen Gemeinschaften dabei mit dem gemeinsamen dreiminütigen Läuten der Kirchenglocken um 19 Uhr und dem folgenden Eingangsgebet. Dieses lud ein, aus der Hast und Sorge des Alltags kommend bei den einzelnen Programmpunkten zu verweilen, sich unterhalten zu lassen oder auch selbst aktiv mitzugestalten. Und die Nacht endete um Mitternacht nach dem gemeinsamen Abschlussgebet in der Florinskirche. Dieses „Ökumenische Gebet für die Stadt“ führte auch die 14 Kerzen zusammen, die zu Beginn in den einzelnen Gebäuden angezündet wurden und hier nun am Altar zusammen kamen. „Wir haben unser Konzept geändert, früher ging das Programm bis 1 Uhr, nun enden wir um 0 Uhr und fangen statt um 20 Uhr bereits um 19 Uhr an. Der große Zuspruch bei dem Abschlussgebet mit noch fast 100 Gläubigen gibt uns dabei recht“, so Monika Kilian. Das gemeinsame Gebet galt für die Menschen, die sich in der Stadt engagieren, die mit offenen Augen und wachem Gewissen durch die Stadt gehen, die Versöhnung und Einigkeit stiften, sich für Nachhaltigkeit und Bewahrung einsetzen. Koblenz möge ein Ort sein, wo Trost, Hilfe und Zuversicht zu finden sind und wo vom gemeinsamen christlichen Segen weitergegeben wird.

Vielfältiges Angebot an Musik und Gebet

An der 12. „Nacht der offenen Kirchen“ nahm die St. Kastor-Basilika mit einem Komplet und zwei Orgelkonzerten teil. In der Kapuzinerkirche begann der Abend mit Gospels, gefolgt von einem Taizé-Gebet der Taizé-Gruppe vom Asterstein und „Lobpreis und Licht“ mit den Schönstätter Schwestern. Konzerte und Präsentationen auf den Spuren von Johann Friedrich Kehr sowie zur tiergestützten Begleitung im Hospiz gab es in der Kapelle St. Martin. Die Fünf-Weg-Stationen der Firmlinge an besonderen Orten im Kirchraum waren den ganzen Abend in Herz Jesu zu sehen, dazu gab es eine Musik-Collage und zuvor trat hier der Chor „kreuz + quer“ aus Beltheim mit seinem Repertoire „Alles was mir heilig ist“ auf. In der Christuskirche gab es Gospels unter dem Titel „PrayerFor The City“ mit dem „Gospelchor Koblenz-Mitte“ und im Anschluss Improvisationen mit Saxophon, Piano und Orgel sowie Zwischentexten von Dietrich Bornhoeffer, anlässlich dessen 70. Todestages am 9. April. Dazu hatte das „Café Atempause“ geöffnet.

„Tänze des Universellen Friedens“

Die Evangelische Stadtmission lud zu einem entspannten Abend in der modernen Lounge ihres Gemeindezentrums ein, ab 20 Uhr trat hier die Sängerin und Songwriterin Verena Hortian auf. Erstmals wurde in der Citykirche am Jesuitenplatz zum Mitmachen bei den „Tänzen des Universellen Friedens“ eingeladen. Hier wurde gemeinsam gesungen und getanzt. Diese Tänze werden auch in Zukunft weiter fortgeführt.

Die Liebfrauenkirche zeigte die Ausstellung „CREDO - oder - „Was glauben Sie denn“?“. Eine Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung zu Elementen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, hierzu gab es begleitend Text-Musik-Collagen - durchaus kritisch aber auch humorvoll.

Zu abendlichen Impulsen luden die Arenberger Dominikanerinnen und die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in die Peter-Friedhofen-Kapelle ein. Zudem gab es alkoholfreie Getränke im Klostercafé. Die Florinskirche war letztlich nicht nur Gastgeber für das Abschlussgebet aus allen Koblenzer Bereichen, sondern präsentierte den ganzen Abend über die Ausstellung „… in Ewigkeit - Impressionen vom Koblenzer Hauptfriedhof“ mit lyrischen Texten und jazziger Musik. Auf zeitgenössische Orgelmusik aus England, Australien und den USA sowie ein klassisches Konzert mit Gitarre und Oboe durfte man sich in der alt-katholischen Jakobuskapelle einlassen. Moderne Hits entgegen (vor allem Filmmelodien), gespielt auf der Orgel und in außergewöhnliches Licht versetzt, erschallte aus dem X-Ground, der Kirche der Jugend, im Rauental.

Interkultureller Austausch

Zu einem großen interkulturellen Austausch- und Begegnungsabend auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Lützel kam es mit der russisch-deutsch-sprachigen FeG Neuendorf, der Vietnam Mission e.V., der AssembléeEvangelique (afrikanisch-französischsprachige Gemeinde) und der Russisch-Orthodoxen Gemeinde der Märtyrer Boris und Gleb Neuendorf in vielfacher Form mit Gesang, Gebet, Informationen und Gespräch in der Martin-Luther-Kirche. Ebenso international ging es beim Lobpreis mit brasilianischen, deutschen, italienischen, israelischen, russischen, türkischen Gruppen im Christus-Zentrum Koblenz zu. Hier wurden zudem internationale kulinarische Spezialitäten angeboten.

„Viele tolle Begegnungen“

„Die Angebote wurden natürlich unterschiedlich stark genutzt“, so Kilian. „Manche Kapelle und kleinere Kirche platzte förmlich aus allen Nähten. Die Tänze des Universellen Friedens, die nun öfter wiederholt werden, kamen gut an. Manche Gotteshäuser haben natürlich auch auf Grund ihrer Geschichte und ihrer Tradition eine stärkere Anziehungskraft, so zum Beispiel die 1656 geweihte Kapuzinerkirche in Ehrenbreitstein. Wir sind rundum zufrieden, es war wieder ein toller Erfolg, der zeigt, dass wir in Koblenz sehr gut in Ökumene miteinander leben können und uns gegenseitig achten und respektieren. Es gab viele tolle Begegnungen. Und eben auch die große Beteiligung beim Abschlussgebet hat uns besonders gut getan und beeindruckt.“

In der Christuskirche begann der „Gospelchor Koblenz-Mitte“ das Programm mit seinem Repertoire „PrayerFor The City“.
In der Ökumene verbunden

Die Schönstätter Schwestern umhüllt vom Weihrauch gestalteten den Lobpreis mit Anbetung, Dank und Ehre in Wort und Licht.

In der Christuskirche begann der „Gospelchor Koblenz-Mitte“ das Programm mit seinem Repertoire „PrayerFor The City“.

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