Aktion Autofasten im Forum Mittelrhein in Koblenz eröffnet
Kirchen machen sich für das Klima stark
Koblenz. Neue Formen von Mobilität ausprobieren und damit aktiv zum Klimaschutz beitragen: Das ist die Idee hinter der Aktion Autofasten der Evangelischen und Katholischen Kirche, die in diesem Jahr zum 18. Mal startet. Im Forum Mittelrhein haben Vertreter der beiden Kirchen, aus der Politik, vom Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) und weitere Kooperationspartner die Aktion vorgestellt. Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein verdeutlichte bei der Eröffnung, dass die Aktion nicht nur zum Klimaschutz beitrage, sondern für jeden Einzelnen einen Zugewinn bedeuten könne. Auf dem Boden vor dem Informationsstand im Erdgeschoss des Forums Mittelrhein prangt ein riesiger grüner Fußabdruck, im Hintergrund zieht Einrad-Fahrer Bastian Hecht seine Runden, um so auf die Aktion Autofasten aufmerksam zu machen. Obwohl das Einrad wohl für die wenigsten als alternatives Verkehrsmittel zum Auto infrage kommt, deutet es auf den Kern der Aktion hin, erklärt Pastoralreferent Günther Leisch. „Es geht bei unserer Aktion keinesfalls darum, komplett auf das Auto zu verzichten.“ Das könne er selbst auch nicht, da er auf einem Dorf wohne und sonst sehr schlecht zur Arbeit käme. „Aber einfach mal ganz neue Optionen in den Blick nehmen – ob Fahrgemeinschaften, Car-Sharing oder Strecken zu Fuß, per Fahrrad oder per ÖPNV zurückzulegen – dazu soll die Aktion anregen. Beim Fasten geht es nicht um kompletten Verzicht, sondern auf einen bewussteren Umgang mit etwas.“ Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein zeigt sich von der Klimaschutzaktion überzeugt: „Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Klimaschutz – das sind alles wichtige Begriffe, aber hier gibt es ganz konkrete Vorschläge, wie jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann. Ich würde mir wünschen, dass viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen.“ Weniger Autofahren könne auch dazu beitragen, dass Menschen entschleunigter, entspannter ans Ziel kommen, betonte Superintendent Rolf Stahl. Auch Stephan Pauly, Geschäftsführer des VRM, sieht das so. „Fasten verbinden viele Menschen mit Verzicht – aber ich sehe hier eher einen persönlichen Gewinn, wenn ich öfter durch die frische Luft gehe und mich entspannt mit dem ÖPNV von A nach B bringen lasse.“ Immerhin fielen so der Stadtverkehr, Staus und die lästige Parkplatzsuche weg. Der VRM unterstützt die Aktion seit zehn Jahren, unter anderem mit dem verbilligten Fastenticket, das im ganzen Verkehrsverbund gilt. Über eines von drei verlosten Tickets freute sich Gewinnerin Vanessa Brobowski aus Koblenz, die ihr Ticket gleich abholte. Kirsten Jackenkroll vom Forum Mittelrhein, die die Eröffnung moderierte, hatte die Tickets im Internet verlost. Während der Aktionszeit von Autofasten vom 1. bis 29. März sind Autofahrer eingeladen, ihr Fahrzeug möglichst oft stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren. Das Fastenticket gibt es für angemeldete Autofaster beim VRM. Wer für diese Zeit die Nummernschilder seines angemeldeten PKW abgibt, bekommt im Tausch das Fastenticket vom Verein Ökostadt Koblenz geschenkt, sowie eine Chipkarte für das Carsharingprojekt teilAuto Koblenz zur Verfügung gestellt. Unter allen Autofastern werden auch Sachpreise wie Bahncards 25 oder Gutscheine von MeinFernbus verlost. Die Anmeldung ist möglich unter: www.autofasten.de. Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle Autofasten, Rosi Radant, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Tel.: (06 51) 7 10 56 00.
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle Trier
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