21. Nacht der offenen Kirchen fand in Koblenz statt
Mehr als 1.000 Neugierige gehen durch geöffnete Türen
aus Koblenz
Koblenz. „In bunter Vielfalt waren wir zusammen, im Glauben wurden wir an diesem Abend genährt und gestärkt“, so hat die evangelische Pfarrerin Marina Brillmayer die 21. Nacht der offenen Kirchen (NdoK) in Koblenz beim Abschlussgebet in der Christuskirche zusammengefasst.
Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher waren in 14 Kirchen und Kapellen in der Innenstadt und darüber hinaus unterwegs.
Sie konnten aus einem breiten Angebot an Lesungen, Lyrik, Vorträgen und Konzerten unterschiedlicher Musikrichtungen wählen, bei dem auch stille Momente ihren Platz hatten.
„Ich bin mit der Gesamtstimmung sehr zufrieden, es war ein sehr lebendiges Kommen und Gehen, Verweilen und Einander-Begegnen“, berichtet Monika Kilian vom Orga-Team im Nachgang der diesjährigen Ausgabe am Freitag vor Pfingsten (22. Mai). Dafür sorgte neben dem mobilen Church-Bike (Kirchen-Fahrrad), das Informationen zur NdoK, Getränke und Kekse bereithielt und ein offenes Ohr bot, zum ersten Mal eine Rikscha, die Personen zwischen verschiedenen Gemeinden kutschierte – für weitere Strecken konnten Teilnehmende wieder kostenlos Charly`s Citycar nutzen. Eine ideale Möglichkeit, um beispielsweise zu den Equippers (evangelische Freikirche) oder zur Neuapostolischen Kirche zu kommen, die beide im Stadtteil Lützel liegen.
Die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche boten eine „Mitmach-Andacht“ unter anderem mit eingängigen Liedern aus dem Wallfahrtsort Taizé. Die Equippers wollten das präsentieren, was sie am besten können, so Matthias Fuchs: Gemeinschaft anbieten und Gott anbeten. So tanzten und sangen viele junge Leute animiert von der hauseigenen Band und stärkten sich im Bistro der Gemeinde, die 2014 zum ersten Mal Teil der NdoK war. „Es herrscht eine gute Zusammenarbeit. Mich berührt bei der Vielfalt das starke Band der Einheit“, so Fuchs.
Historisches und Weltraum-Themen
Nach einem Vortrag über „Streitschriften zur Willensfreiheit von Erasmus v. R. und M. Luther“ von Prof. Dr. Thomas Martin Schneider (Universität Koblenz) informierte der Leiter des örtlichen Pfarrarchivs, Manfred Diehl, über die dortigen Schätze. Eine Auswahl an bedeutenden Werken hatte er den zahlreichen Interessierten vorgestellt und machte neugierig auf die NdoK 2027: „Bei uns schlummert noch einiges.“ – wie auch in den unendlichen Weiten des Weltalls, mit dem sich das Team der Basilika St. Kastor befasste. Dort wurden bekannte Lieder aus der Filmreihe „Star Wars“ auf der Orgel präsentiert und die Kirche passend mit Planeten und Sternen illuminiert.
Für Begegnungen, Inspirationen und besondere Momente während der NdoK dankten Pfarrerin Marina Brillmayer (Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Mitte), Diakonin Daniela Mohr-Braun (Alt-Katholische Gemeinde Koblenz) und Pastoralreferentin Judith Weber vom katholischen Pastoralen Raum Koblenz, beim abschließenden und traditionellen ökumenischen „Gebet für die Stadt“ mit etwa 130 Teilnehmenden.
Zum abschließenden ökumenischen „Gebet für die Stadt“ brachten die teilnehmenden Gemeinden der „Nacht der offenen Kirchen“ in Koblenz Kerzen aus ihren Kirchorten mit in die Christuskirche. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
In der Kapuzinerkirche in Ehrenbreitstein informierte der Leiter des örtlichen Pfarrarchivs, Manfred Diehl, Interessierte über die dortigen historischen Exponate. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder
