Politik | 17.03.2015

Gedankenaustausch mit MdB Detlev Pilger

Muttersprachenunterricht in einigen Schulen in Gefahr

Vertreter der Türkischen Vereine von Koblenz und Umgebung waren eingeladen

Gemeinsam wurden viele Themen besprochen. privat

Urmitz/Rhein. Eingeladen hatte Detlev Pilger MdB die Vertreter aller türkischen Vereine und Gemeinden nach Urmitz/Rhein. Die Organisation und die Moderation der Veranstaltung übernahm der SPD Migrationsbeauftragte des Kreises Mayen-Koblenz Hüseyin Ocar. Er begrüßte auch den Ortsbürgermeister Nobert Bahl, der es sich nicht nehmen ließ, die Teilnehmer in Urmitz willkommen zu heißen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete der Vorsitzende des SV Urmitz Sven Kreienbrock von der sehr guten Zusammenarbeit des SV mit dem angeschlossenen ATA Urmitz.

Detlev Pilger hielt zum Einstieg in den Gedankenaustausch ein Impulsreferat, indem er seine Arbeit als MdB in Berlin und in seinem Wahlkreis darstellte. Im Anschluss hatten die anwesenden Teilnehmer die Möglichkeit ihre Fragen, aber auch ihre Probleme mitzuteilen. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht. So wurde zum Beispiel von den Vertretern des Türkischen Elternbundes Bendorf e.V. die Sorge geäußert, dass der Muttersprachenunterricht in einigen Schulen in Gefahr sei. Damit würden die Kinder ein Stück ihrer Identität verlieren und auch eigene türkische Werte gingen verloren. Dies gilt aber gleichermaßen für alle Muttersprachen. Detlev Pilger unterstützt den Elternbund in ihrer Meinung, um hier alles für eine Beibehaltung des Unterrichtes für Muttersprachen zu tun. Auch der anwesende SPD Landesvorsitzende der AG Migration und Vielfalt Prof. Dr. Ziya Akcetin und Vorstandsmitglied Natalia Reimer-Gutsch versprachen, dieses Thema weiter im Auge zu behalten.

Wichtige Flüchtlingshilfe

Der neu gewählte Vorsitzende des Beirates Migration und Integration der Stadt Koblenz, Serkan Genc, hatte einige Fragen an Detlev Pilger, die für die Flüchtlingshilfe von Bedeutung sind. Pilger stellte die Beschlüsse und finanzielle Hilfen zur Flüchtlingshilfe der Bundesregierung vor. Er betonte, dass er aus seiner Tätigkeit als Stadtrat in Koblenz wisse, welche große Aufgaben auf die Kommunen zukommen. Die zur Verfügung gestellten Finanzmittel werden sicher nicht ausreichen. Zeki Akcan, Inhaber des Moslemischen Pflegedienstes in Koblenz, beleuchtete in seinen Ausführungen das Zustandekommen der großen Krisen in der Welt, die ja für die großen Flüchtlingsströme verantwortlich sind. Der Vorsitzende des Türkischen Arbeitnehmervereins Koblenz, Zekeriya Serbest, bat Pilger auch weiterhin bei der laufenden Baumaßnahme in Koblenz-Lützel vermittelnd tätig zu sein. Neben den Fragen an den Abgeordneten entwickelte sich aber auch ein Austausch untereinander, so z.B. zwischen der Moscheegemeinde Andernach und den Vertreter/-innen des Türkischen Elternbundes. Dies zeigt, dass es auf vielen Feldern einen großen Redebedarf gibt. Hüseyin Ocar regte daher ein regelmäßiges Treffen an, dieser Meinung waren auch alle Teilnehmer.

Büro des MdB

Detlev Pilger (SPD)

Gemeinsam wurden viele Themen besprochen. Foto: privat

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