Politik | 22.06.2026

Fort Konstantin: Geschichte, Verein und Wein

Senioren Union Koblenz besichtigte Karthäuser Festungsanlage

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Senioren Union Koblenz vor dem historischen Eingang des Fort Konstantin auf der Karthause. Vereinsvorsitzender Harald Pohl führte die Gruppe durch die Festungsanlage und vermittelte spannende Einblicke in deren Geschichte und Entwicklung.

Koblenz. Die CDU Senioren Union Koblenz mit ihrer Vorsitzenden Monika Artz hatte Mitglieder der Senioren Union und interessierte Bürger zu einer Führung durch das Fort Konstantin auf der Karthause herzlich eingeladen.

Das Fort Konstantin ist ein Ort von hoher historischer Bedeutung für Koblenz. Seine Geschichte reicht vermutlich zurück bis zu den Römern. Spätestens seit dem 12. Jahrhundert befand sich hier ein Kloster, zuletzt genutzt von Kartäusermönchen. Sie gaben dem größten Koblenzer Stadtteil den Namen. Unter Napoleon dienten die Gebäude als landwirtschaftlicher Betrieb, bevor Preußen das heutige Fort als Teil der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein errichtete.

Während des Zweiten Weltkriegs zum Bunker umgebaut und danach Zuflucht ausgebombter Familien, verfiel das Fort nach und nach. 1993 wurde es von engagierten Bürgern wieder dem Dornröschenschlaf entrissen. Im Zusammenhang mit dem ersten Tag des offenen Denkmals 1993 wurde der Verein Pro Konstantin e.V. gegründet. Seitdem engagiert sich der Verein, das Fort Konstantin zu erhalten, zu sanieren und zu nutzen.

Seine Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, das damals verwahrloste Fort Konstantin als „schönste Terrasse von Koblenz“ für die Koblenzerinnen und Koblenzer dauerhaft zu erhalten. Der „Vater“ des Fort Konstantin Harald Pohl, über 20 Jahre Vorsitzender des Vereins Pro Konstantin, führte auch diesmal persönlich durch das Areal. Er berichtete, die ersten 10 Jahre des Vereinsbestehens seien darauf ausgerichtet gewesen, das Fort Konstantin vor dem Verfall zu bewahren.

Nahezu zeitgleich mit dem zehnjährigen Bestehen von Pro Konstantin musste im Jahr 2003 die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wegen nicht mehr finanzierbarer Konditionen eingestellt werden. Aber durch das „Förderprogramm der Bundesregierung für Projekte in Welterbestätten“ wurden weitere umfangreiche Sanierungsarbeiten ermöglicht. Eine Besonderheit des Vereins sei, dass man sich aktiv an der Erhaltung des Forts beteiligen könne, so berichtete Harald Pohl.

Der Verein lädt jährlich zum „Tag des offenen Denkmals“ ein. Vor allem die zeitweise Nutzung durch öffentliche Veranstaltungen rückt das Fort Konstantin häufig in den Blickpunkt der Medien und damit in die Öffentlichkeit.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen „Wein Feste-Wein & Genuss“ und früher „Fress und Jazz“ sind dies die öffentlichen Veranstaltungen von „Schauspiel im Denkmal“. Beliebt und stark nachgefragt ist das Fort auch für nicht öffentliche Veranstaltungen wie Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Vereins- und Betriebsfeiern.

Harald Pohl verstand es, die Besucher so in seinen Bann zu ziehen, dass die Dauerausstellung „Koblenz im zweiten Weltkrieg“ auch besichtigt wurde.

Diesen informativen Nachmittag krönte eine Weinverkostung der Edition Fort Konstantin von 2024, einem Moselweißer Riesling aus dem Weingut Spurzem. Dankesworte von Monika Artz richteten sich an die überaus vielen Mitglieder und Gäste sowie besonders an Harald Pohl, der an diesem spannenden Nachmittag den Verein Pro Konstantin würdig vertrat.

Weitere Themen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Senioren Union Koblenz vor dem historischen Eingang des Fort Konstantin auf der Karthause. Vereinsvorsitzender Harald Pohl führte die Gruppe durch die Festungsanlage und vermittelte spannende Einblicke in deren Geschichte und Entwicklung. Foto: Anna-Carina Saneternik

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Saison Deals
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Anna Köbberling und Peter Mayer
76

Güls und Metternich. Seit der Schließung der Postfilialen in Güls und in Metternich müssen viele Bürgerinnen und Bürger auf Standorte in anderen Stadtteilen ausweichen. Gerade für Menschen ohne Auto ist dieser Zustand dauerhaft kaum zu bewältigen. Deshalb hat die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling gemeinsam mit Peter Mayer, dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post DHL, über mögliche Lösungen gesprochen.

Weiterlesen

367

Lahnstein. Wenn der Stadtrat von Lahnstein in seiner nächsten Sitzung der Ringlösung grundsätzlich zustimmt — und nichts anderes scheint nach dem deutlichen Votum im Hauptausschuss realistisch — stehen für die Bürgerinitiative „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ wichtige Weichenstellungen an. Bleibt man bei der Alles-oder-Nichts-Haltung, oder lässt man sich konstruktiv auf Gespräche ein, in...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
6017

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
459

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1369

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen