Kammermusik Koblenz
Vielfältige Kammerkonzerte in Koblenz mit jungen Talenten und Klassik
aus Koblenz
Koblenz. Koblenzer Kammerkonzerte
Dem Neuen zugewandt - die Tradition bewahrend
Die Koblenzer Kammerkonzerte verstehen sich seit über 150 Jahren als Forum für die ganze Breite und Vielfalt der Kammermusik. So sind ihrem Anspruch „Tradition bewahren“ in ihren Programmen weitgehend alle klassischen Besetzungen vertreten, vom Klavierrecital über Klaviertrio und Streichquartett bis zu verschiedenen Vokalensembles. Als verlässlicher Magnet, insbesondere für die junge Generation, haben sich Saxophon-Quartette und Percussion-Groups erwiesen, zumal sie die Erwartungen an eine moderne Performance überzeugend erfüllen. Aus diesem Grund sollen im Folgenden zwei Konzerte der bevorstehenden Saison 2026/27 besonders herausgestellt werden.
Berlage Saxophon Quartett, Samstag, 30. Januar 2027, 18 Uhr, RMH.
Seit alters her begleiten jeden Menschen auf seinem Lebensweg zwei uralte Sehnsüchte: der Drang nach persönlicher Entfaltung und das Verlangen, in der Gruppe aufzugehen. In diesem Spannungsfeld lebt und profiliert sich insbesondere die junge Generation. Und Berlage kennt ihren Nerv genau. Dieses holländische Ausnahme-Ensemble begeistert und verbindet seit fast 20 Jahren mit seinen extravaganten Programmen und Besetzungen seine Zuhörerschaft über alle Generationen hinweg. Das Konzert in Koblenz steht unter dem Motto „Mensch in der Masse“. Dazu wird das Quartett noch durch eine Violinistin verstärkt.
Amaryllis Quartett, Dienstag, 11. Mai 2027, 20 Uhr, RMH.
Nicht zu Unrecht gilt das Streichquartett immer noch als die „Krone der Kammermusik“. Die ganz großen Komponisten der Musikgeschichte haben gezögert, bis sie für diese sensible Gattung bleibende Bekenntnis- und Meisterwerke geschaffen haben. Das Amaryllis Quartett ist für diese intimen und anspruchsvollen Kompositionen ein exzellenter Interpret. Ein Hauptanliegen des seit 23 Jahren bestehenden Ensembles ist es, Klassiker der Quartett-Literatur auf ungewöhnliche Weise mit Neuem zu kombinieren und dadurch besondere Hörwelten zu eröffnen, ein face-to-face Konzept. Damit stehen ihnen die Türen zu den großen europäischen Bühnen und Festivals offen.
Ergänzt und abgerundet wird die Kammermusiksaison 2026/27 durch folgende Konzerte:
Boarte Klaviertrio, Sonntag, 08.11.2026, 18 Uhr, RMH.
Das Trio wurde von herausragenden polnischen Musikern gegründet, die sich inzwischen so bedeutende Bühnen wie die Wigmore Hall und die Menuhin Hall in London und den Musikverein in Wien erobert haben. Im Programm haben sie ein Werk des polnischen Komponisten Andrzj Panufnik (1914-1991), dessen Leben ein Spiegelbild der wechselhaften Geschichte seiner Zeit ist.
Sprezzatura 22, Freitag, 04.12.2026, 20 Uhr, Basilika St. Kastor.
Die Adventskonzerte in der stimmungsvollen Basilika St. Kastor erfreuen sich immer großer Beliebtheit. In der Regel haben Chöre in kleinerer und größerer Besetzung ihr Publikum einfühlsam auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Mit Sprezzatura 22 wird dieses Mal ein außergewöhnliches Ensemble diese Aufgabe übernehmen. Die Berliner Musikgruppe verbindet Barockmusik mit zeitgenössischen Klängen, Jazz und Improvisation. Die Besetzung: eine baskische Sängerin, ein Lautenist und ein Percussionist/Harmoniumspieler.
Bernstein Trio, Montag, 08.03.2027, 20 Uhr, RMH.
Bereits ein Jahr nach seiner Gründung hatte das Bernstein Trio sein Debüt beim Rheingau Musik Festival 2023 und erhielt dort den Förderpreis der HA Hessen. Weitere Förderungen und Stipendien erhält es vom Verein „Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin“ und dem Deutschen Musikwettbewerb. Das Klaviertrio gastierte bereits in der Elbphilharmonie und im Konzerthaus Berlin.
Duo Bettina und Robert Aust, Freitag, 23.04.2027, 20 Uhr, RMH.
Das Duo Aust zählt inzwischen weltweit zu den führenden Ensembles in der Besetzung Klarinette und Klavier. Ein Schwerpunkt des Duos liegt in internationalen Musikprojekten. So geben sie in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Konzerte und Meisterkurse in Finnland, Frankreich, Pakistan und besonders in Mittel- und Südamerika.
Am Anfang der wieder achtteilige Konzertreihe stehen zwei Konzerte mit hochtalentierten Stipendiaten der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.
Gichang Lee - Klavier solo, Donnerstag, 17.09.2026, 20 Uhr, RMH.
Der in 1998 in Gyeonggi in Südkorea geborene Konzertpianist wird geschätzt für seine musikalische Tiefe und klare Interpretationen. Nach mit Auszeichnung beendeten Studien in seiner Heimat schloss Gichang Lee ein Masterstudium am Mozarteum in Salzburg ab und studiert zurzeit im Konzertexamen an der Folkwang Universität in Essen. Bereits jetzt ist er Preisträger vieler Wettbewerbe in Asien und Europa.
Antonia Josephine Fischer - Harfe solo, Freitag, 02.10.2026, 20 Uhr, RMH.
Im Jahre 2009 in Detmold geboren, kann die heute 17-jährige Harfenistin bereits auf Erfolge in internationalen Wettbewerben u. a. in Belgien und den USA zurückblicken. Beim 12. Concours International de la Harpe in Frankreich wurde sie mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Mit 12 Jahren begann die mehrfach geförderte Stipendiatin ihr Studium an der Hochschule für Musik in Detmold.
Alle Konzerte mit Ausnahme des Adventskonzerts am 04.12.2026 finden im Rheinsaal der Rhein-Mosel-Halle statt. Weitere Informationen sind demnächst unter www.koblenzer-kammerkonzerte.de zu erhalten.
Das Berlage Saxophon Quartett begeistert seit vielen Jahren sein Publikum über Generationen hinweg. Mit seinen außergewöhnlichen Programmen verbindet es musikalische Perfektion mit moderner Bühnenpräsenz Foto: Sarah Wijzenbeek
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Das Amaryllis Quartett zählt zu den renommiertesten Streichquartetten Europas und eröffnet mit seinen innovativen Programmen neue Perspektiven auf die klassische Kammermusik. Foto: Tobias Wirth