Allgemeine Berichte | 16.06.2015

Mittelrhein Musik Festival

Wagner fesselt - und irritiert

Dr. Olaf Mückain, Leiter des Nibelungenmuseums Worms und ausgewiesener Wagner-Kenner, erörterte in seinem Vortrag viele Fragen.P!ELmedia

Koblenz. „Not tut ein Held, der, ledig göttlichen Schutzes, sich löse vom Göttergesetz.“ Richard Wagner und die Heldenideologie des 19. Jahrhunderts. Wagners Musik fesselt - und irritiert. Das gilt noch mehr für seine sagenhaften Helden. Haben Sie uns heute überhaupt noch etwas zu sagen? Waren sie nicht immer schon antiquiert, Zeichen einer problematischen Realitätsverweigerung, einer Flucht in das Reich der Mythen, Sagen und Legenden? Wie lässt sich Wagners Faszination für mythische Helden verstehen? Dr. Olaf Mückain, Leiter des Nibelungenmuseums Worms und ausgewiesener Wagner-Kenner, erörterte in seinem Vortrag auf Schloss Stolzenfels diese und andere Fragen. Umrahmt wurde sein Vortrag von selten aufgeführten Liedern zu bekannten, aber auch unbekannten Helden und Heldinnen im Werk Wagners wie „Les Adieux de Marie Stuart“ oder dem „Gretchen am Spinnrade“ aus den Kompositionen zu Goethes Faust sowie Liedern von Franz Liszt, vorgetragen von der Sopranistin Sarah Cossaboon. Die Zuhörer erlebten zusammen mit fachkundigem Referenten und Gesang auf höchstem Niveau an geschichtsträchtigem Ort den musikalischen und intellektuellen Kosmos eines für das Abendland bedeutungsvollen Künstlers: Richard Wagner.

Umrahmt wurde der Vortrag von Liedern von Franz Liszt, vorgetragen von der Sopranistin Sarah Cossaboon.

Umrahmt wurde der Vortrag von Liedern von Franz Liszt, vorgetragen von der Sopranistin Sarah Cossaboon.

Dr. Olaf Mückain, Leiter des Nibelungenmuseums Worms und ausgewiesener Wagner-Kenner, erörterte in seinem Vortrag viele Fragen.Fotos: P!ELmedia

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