Politik | 16.12.2014

Windparkplanungen in der Verbandsgemeinde Unkel

Bürgerinitiative pocht auf Vertrauensschutz

„Mindestabstände von 1100 Metern zur Wohnbebauung sind inakzeptabel „

Unkel. Die Bürgerinitiative Pro Naturpark pur (PNP) sieht sich durch die aktuellen Gutachten der Verbandsgemeinde Unkel bestätigt: Die schützenswerte Natur am Asberg lässt dort keinen Windpark zu. Eine Neuansiedlung des geplanten Windparks weiter westlich hält die Bürgerinitiative für inakzeptabel. Die 2013 avisierten Mindestabstände zur Wohnbebauung dürfen nicht unterschritten werden.

Die Windparkplanungen der Verbandsgemeinde Unkel sind seit Längerem heiß umstritten. Bei einer Informationsveranstaltung der Verbandsgemeinde am 23. Mai 2013 stellte die EVM (Energieversorgung Mittelrhein) einen Mindestabstand der geplanten Windräder zum Rheinbreitbacher Ortsteil Breite Heide von 1780 Metern vor. Offensichtlich diente diese Präsentation nur dazu, die betroffenen Bürger in Sicherheit zu wiegen.

Mit dem nun vorgelegten neuen Planungsstand droht eine ungleich höhere Belastung für die betroffenen Anwohner. Das neue Windparkszenario liegt weiter im Westen. Drei der jetzt vorgesehenen fünf Windräder rücken deutlich näher an die Wohnbebauung als im Jahr 2013 avisiert. Nur noch gut 1100 Meter Abstand zwischen dem nächstgelegenen Windrad und der Breiten Heide wären fast 700 Meter weniger als noch 2013 angegeben.

Eines der Windräder würde sich mit seinen 117 Meter großen Rotoren nur 250 Meter entfernt vom sogenannten „Auge Gottes“ drehen, bisher ein Ort der Besinnung.

Die Bürgerinitiative Pro Naturpark pur sieht sich durch die nun stark beschnittenen Windparkplanungen darin bestätigt, dass die schützenswerte Natur in und um das FFH-Gebiet am Asberg keinen Windpark zulässt. Die Bürgerinitiative erwartet aber auch, dass das Vertrauen geschützt wird, das insbesondere durch die Informationsveranstaltung am 23. Mai 2013 gegründet wurde. Eine Verschiebung des Windparks in den Westen wäre ein Vertrauensbruch, für die betroffenen Anwohner unzumutbar und deshalb inakzeptabel.

Die Entscheidung über die möglichen Flächen für Windenergie vor Ort kann der Verbandsgemeinderat Unkel erst treffen, wenn ihm alle relevanten Informationen zur Verfügung stehen. Bei der dann notwendigen Abwägung muss aber auch der Vertrauensschutz gegenüber den Bürgern eine zentrale Rolle spielen, wenn die Kommunalpolitik glaubwürdig bleiben will.

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative Pro Naturpark pur

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