Politik | 18.07.2014

Erwin Rüddel begrüßt Fortschritte beim Bahnlärm

„Der Lärmschutz muss noch schneller kommen!“

Kreis Neuwied. „Die Umrüstung auf Flüsterbremsen geht erfreulich voran. Auch die soeben vorgestellte neue Studie vom ‚Beirat Leiseres Mittelrheintal‘ über den Bahnlärm im Rheintal macht Hoffnung. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Lärmschutz. Aber das alles ändert nichts daran, dass der Kampf gegen die übermäßige Belastung der Anwohner im Mittelrheintal weitergeht. Und ich werde mich auch künftig für die Menschen in unserer Region mit aller Kraft an diesem Kampf beteiligen“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Wichtige Fortschritte

„Mit Einführung der LL-Sohle (Leise Sohlen) und den lärmabhängigen Trassenpreisen konnten in den letzten Monaten bereits wichtige Fortschritte erreicht werden“, betonte Rüddel. „Dennoch muss der Lärmschutz für die geplagten Anwohner noch schneller kommen“, fügte er hinzu. Darin weiß sich Rüddel unter anderen auch mit Gerd Kirchoff, dem Vorsitzenden der Initiative „BIN gegen Bahnlärm“ einig, in der Anwohner aus heimischen Orten entlang des Rheins aktiv sind. Rüddel erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass man im Koalitionsvertrag beschlossen habe, die Fortschritte beim Thema Bahnlärm im Jahr 2016 zu überprüfen. „Sollten bis dahin nicht mindestens die Hälfte der Güterwagen umgerüstet sein, werden wir noch in dieser Wahlperiode ordnungsrechtliche Maßnahmen auf stark befahrenen Güterstrecken umsetzen - zum Beispiel Nachtfahrverbote für nicht umgerüstete Güterwaggons“, so der Abgeordnete. „Unser Ziel bleibt, bis spätestens 2018 mindestens eine Halbierung des Bahnlärms im Rheintal zu erreichen“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Zum Hintergrund

Die 60.000 Güterwaggons der Bahn sollen durch die neuen „Flüsterbremsen“ deutlich leiser werden. Laut Auskunft der DB sind inzwischen bereits 11.700 Waggons mit der neuen Technologie ausgestattet. Nach Aussage der Bahn sollen in Deutschland auch 120.000 Güterwagen anderer Betreiber - beispielsweise aus dem Ausland - umgerüstet oder ersetzt werden. Der Bund fördert den Umbau, außerdem zahlen seit vergangenem Jahr Betreiber lauter Güterzüge mehr für die Trassennutzung. Für die höheren Betriebskosten der neuen Bremsen, etwa durch eine teure Wartung, erwartet die Bahn bis 2020 allerdings rund 230 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten.

Neue Studie vorgestellt

Im „Beirat Leiseres Mittelrheintal“, den es seit Ende 2012 gibt, wurde diese Woche in Bonn zudem eine neue Studie vorgestellt. Danach ließe sich mit zusätzlichen Lärmschutzwänden und Schienenstegdämpfern die Lärmbelästigung noch weiter deutlich verringern. Schienenstegdämpfer könnten die Schwingungen an Schienen auf über 190 Kilometern reduzieren, ebenso könnten Lärmschutzwände an mehr als 35 Kilometern Strecke zur weiteren Reduzierung des Lärms beitragen, teilte die Deutsche Bahn mit. In den kommenden Monaten soll entschieden werden, was konkret umgesetzt und wie dies finanziert werden kann, sagte der Lärmschutzbeauftragte der Bahn.

Vorbild: Schweiz

Neben der Deutschen Bahn müssen auch andere deutsche und europäische Wagenhalter mitmachen. Als Vorbild dient die Lärmschutzpolitik der Schweiz, die ohne Rücksicht auf die europäischen Partner ein Durchfahrverbot für laute Züge ab 2020 beschlossen hat. Aus diesem Grund hält der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auch weiterhin - wie schon seit vielen Monaten - engen Kontakt zum Schweizer Botschafter in Berlin, Tim Guldimann. Denn die Schweiz hat eine Schlüsselrolle. „Deren Entscheidungen wirken sich ganz unmittelbar auf Deutschland aus: Wenn keine lauten Züge mehr durch die Schweiz fahren dürfen, können sie auch nicht mehr durchs Mittelrheintal fahren“, betont Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro MdB Erwin Rüddel

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