Zur Einweihung des neuen MLF hatte Wehrleiter Thomas Nelles nach Ockenfels geladen
Der Löschzug ist auch in technischer Hinsicht optimal gerüstet
Ockenfels. Erst kurz vor den Sommerferien hatte der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Ockenfels sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Nun gab es am Samstagnachmittag vor dem zweiten Advent für die Truppe um Wehrführer Artur Schlüter erneut einen Anlass zu einem fröhlichen geselligen beisammen in größerem Stil. „Pünktlich zum Nikolaustag bekommen wir ein Geschenk und wir müssen sehr brav gewesen sein, denn es ist ein sehr großes. Endlich haben wir ein wasserführendes Fahrzeug“, freute sich der Wehrführer, bevor der Linzer Wehrleite Thomas Nelles neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer, die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, Ortsbürgermeister Kurt Pape sowie zahlreiche Vertreter des VG- und Gemeinderates begrüßen. Namentlich willkommen hieß er den Kreisfeierwehr-Inspektor Werner Böcking sowie die beiden Geistlichen, Pfarrer Christoph Schwaegermann und Diakon Eberhard Roevenstrunk, die das neue MLF des Löschzugs einsegnen sollten.
Ein besonderer Anlass
„Ich freue mich, dass so viele Gäste zu diesem besonderen Anlass, der nicht alle Tage vorkommt, zum Feuerwehrgerätehaus gekommen sind“, erklärte Wehrleiter Thomas Nelles. Mit dem Mittleren Löschfahrzeug sei die Schlagkraft der 19 Aktiven, darunter drei Feuerwehrfrauen, sichergestellt, hob er hervor. Gehöre würde es jedoch nicht dem Löschzug, sondern allen Bürgern der VG. „Der Feuerwehr werden die Fahrzeuge nur zur Verfügung gestellt, damit wir unsere Arbeit sachgerecht ausführen zu können“, erklärte der Wehrleiter.
Zeitgemäße Ausstattung
„Mit diesem neuen Löschfahrzeug ist die hochmotivierte, optimal ausgebildete Freiwillige Feuerwehr von Ockenfels auch in technischer Hinsicht zeitgemäß ausgestattet“, freute sich der VG-Chef. Jeder im Ort wisse, was der Löschzug leiste und wie eng er mit den Ockenfelser Bürgern verbunden sei. Mit dem MLF verfüge er nun über ein ausgesprochen flexibles Fahrzeug, das dank seines Allradantriebs absolut geländegängig sei. Ausgestattet ist es zudem einer Wärmebildkamera, einem Drucklüfter und mit einem 1.000 Liter-Tank, sodass es bei Bränden auch in der ersten Welle zum Einsatz kommen kann. Eingesetzt werden kann es bei kleineren und mittleren Einsätzen der Technischen Hilfe sowie als selbstständige Einheit, dann aber muss die sechsköpfige Besatzung aufgestockt werden.
Zeichen der Wertschätzung
Gekostet hat das MLF die stolze Summe von 178.500 Euro, von der das Land 50.000 Euro übernimmt. „Jeder Cent dieser Investition ist ein Zeichen unserer Wertschätzung und unterstreicht, dass wir bereit sind, alles für Eure Sicherheit und die der Bürger zu tun“, hob Hans-Günter Fischer hervor. Mit dem MLF sei der Löschzug ins neue Jahrhundert eingestiegen. „Auch wenn ich hoffe, dass es möglichst wenig eingesetzt werden muss, wünsche ich Euch allzeit gute Fahrt“, so der VG-Chef, bevor er Artur Schlüter den Schlüssel für das Fahrzeug übergab. Mit diesem hatte sich dessen Löschzug längst vertraut gemacht. Bestellt worden war bei einer Firma in der Nähe von Chemnitz bereits im Februar und nach achtmonatiger Lieferzeit hatten es die Feuerwehrleute im Oktober in den kleinen Ort hoch über Linz geholt. „Seitdem haben wir uns mit dem Auto und allen Geräten intensiv vertraut gemacht, sodass ich Ihnen volle Einsatzfähigkeiten melden kann“, erklärte Artur Schlüter, um abschließend allen Entscheidungsträgern nochmals zu danken, bevor die Geistlichen um Gottes Segen und Heil weniger für das Fahrzeug baten als vielmehr für die Menschen, die mit ihm unterwegs sind und für diejenigen, für die sie im Einsatz sind.
Zusammen mit Pfarrer Christoph Schwaegermann segnete Diakon Eberhard Roevenstrunk das neue Feuerwehrfahrzeug ein.
