Wolfgang Bernath als gemeinsamer Gegenkandidat von SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke präsentiert
„Die Verbandsgemeinde ist ganz und gar nicht falsch aufgestellt“
Linz. Während der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderates war überdeutlich geworden, dass SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke im Gegensatz zur CDU-Fraktion nur äußerst ungern mit dem noch amtierenden Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer weiter zusammenarbeiten würden. Sie legten ihm Schuldzuweisungen und Streit bis hin zu persönlichen Anfeindungen zur Last sowie auf der jüngsten Sondersitzung eine übermäßige „Selbstdarstellung“ im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde. Bereits Anfang des Jahres hatten sie mit dem parteiunabhängigen Wolfgang Bernath einen gemeinsamen Gegenkandidaten für die Wahl am Sonntag, 7. September, präsentiert.
„Da ich er von einem parteipolitisch so breiten Spektrum gefragt worden bin, ob ich bei der Wahl zum Chef der Linzer Verwaltung nicht antreten möchte, muss einiges im Argen liegen“, erklärt der gebürtige Koblenzer im Hinblick auf die Stimmung im VG-Rat. Während dem Amtsinhaber vorgeworfen werde, ohne Einbindung der Beigeordneten geschweige denn der Ratsfraktionen nach Gutsherrenart einsame Entscheidungen zu treffen, werde er sich bemühen, aus den momentan noch Betroffenen Beteiligte zu machen, so der in Waldbreitbach lebende Wolfgang Bernath, der auf seinen Wahlplakaten als „Ihr Kandidat mit dem Blick für das Wesentliche“, um die Gunst der Wähler wirbt.
„Falls ich ab Februar 2015 Chef der Linzer Verwaltung sein sollte, wird es mein Ziel sein, die Verbandsgemeinde in größtmöglicher Einigkeit und Transparenz voranzubringen“, so der 54-Jährige, der sich selber als kommunikativen Typ bezeichnet, der auf die Menschen zugehe und stets versuche, das Positive zu sehen.
Dass er mit seiner Familie in Waldbreitbach wohnt, werde im nicht zum Nachteil gereichen, ist Wolfgang Bernath sicher, der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften studiert hat. Auch seine Parteilosigkeit sieht er nicht als Nachteil und führt als Beispiel die unabhängigen Verbandsbürgermeister Karsten Fehr aus Unkel, Lothar Röser aus Asbach, und Werner Grüber aus Waldbreitbach an. „Ich bin neugierig und allem Neuen gegenüber aufgeschlossen“, so der Ex-Hauptmann und Chef einer Panzerkompanie in Koblenz, der nach seinem Dienstende als Beamter im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung gearbeitet hat. Von daher sei er gewohnt, auf die Wirtschaftlichkeit zu treffender Entscheidungen zu achten. „Außerdem bin ich es als Langstreckenläufer mit über 80 erfolgreich absolvierten Marathon- und Ultramarathonläufen gewohnt, zielorientiert vorzugehen und einen langen Atem zu haben“, erklärt Wolfgang Bernath.
Die Verbandsgemeinde sei ganz und gar nicht falsch aufgestellt, allerdings fehlt etwa ein Ansprechpartner, der Gewerbetreibende Gemeinde- und VG-übergreifend betreut, erklärt er. „Falls ein Interessent keine Flächen in Vettelschoß oder Sankt Katharinen finden kann, ist es mit lieber, dass er sich in Windhagen oder der Bad Honnefer Bergregion ansiedelt, anstatt dass er die Gegend ganz verlässt“, so Wolfgang Bernath. Dann bekäme die VG zwar keine Gewerbesteuer, dafür könnten aber Bürger der Linzer Höhe neue Arbeitsplätze finden.
