Sankt Katharinen feierte am Wochenende die traditionelle Hücher Kirmes
Drei Königspaare wurden gebührend gefeiert
Sankt Katharinen. Ein lustiges Kettenkarussell drehte sich unermüdlich neben dem Bürgerhaus von Sankt Katharinen, auf dessen Vorplatz anlässlich der Hücher Kirmes auch wieder der „Western Saloon“ seine Pforten öffnete. Während an diesem scharf geschossen wurde, konnten sich Süßmäuler in „Sissi’s süßes Paradies“ mit gebrannten Mandeln, Zuckerwatte, Popcorn oder mit Lebkuchenherzen eindecken. Organisiert wurde die zünftige Traditionsveranstaltung wieder von der Kirmesgesellschaft, die im Vorjahr von der Dorfgemeinschaft (dg) Sankt Katharinen 1975, dem Junggesellenverein „Einigkeit“ Lorscheid 1910 und von der Sankt Georg Schützenbruderschaft Strödt ins Leben gerufen worden war.
Nachdem bereits am Samstagabend bei der Mallorca-Party ausgiebig nach Ballermann-Art gefeiert worden war, trafen sich die Mitglieder der drei Vereine am Sonntag am Schützenhaus in Strödt zum Höhepunkt des Festes, dem Königszug mit anschließenden Königball im Bürgerhaus. Angeführt vom dg-Vorsitzenden Markus Mollberg, JG-Hauptmann Christian Ehrenberg und dem stellvertretenden Diözesan-Brudermeister Toni Hoß, machte sich die Festgesellschaft, musikalisch unterstützt vom Vettelschoßer Musikzug, zunächst in die Asbacher Straße zu Christian Lehnert auf, der beim österlichen Königsschießen als Nachfolger von Julia Retz den Goldenen Schuss gelandet hatte.
Zusammen mit seiner Königin Sarah Jünger, die bereits ausreichend Königsball-Erfahrungen gesammelt hatte, und dem Ehrenpaar, Bianca und Thomas Prangenberg, erwartete die Majestät der Sankt Georgs-Schützen den Festzug, um dessen Teilnehmer wie auch die Zaungäste königlich zu bewirten. Zuvor erklang zu Ehren des Königspaars aber nicht nur der Präsentiermarsch, auch laute Böller schallten über die Linzer Höhe, bevor Christian Lehnert und Sarah Jünger sich im Dreivierteltakt zum Schützenwalzer drehten. Dann ging es bei herrlichstem Sonnenschein weiter in die Gartenstraße zum aktuellen Lorscheider Junggesellenkönigpaar Sebastian Strunk und Nicole Hüls. Auch diesem stand neben Melanie König mit Simone Strunk eine erfahrene Ehrendame zur Seite.
Den Weg zu Bürgermeister Willi Knopp konnte sich die Festgesellschaft dieses Jahr sparen, musste der Orts-Chef doch aus gesundheitlichen Gründen auf eine Teilnahme verzichten. Und da das dg-Königpaar, Paul und Maria Kurfels, seine Hofburg nicht zuhause, sondern in der Multifunktionshalle aufgeschlagen hatte, passierte der Festzug bereits kurz nach 15 Uhr mit den anderen beiden Königspaaren zum ersten Mal das Bürgerhaus. In dem stärkten sich schon etliche Bürger, darunter der langjährige Stellvertreter von Willi Knopp und Kreis-Schützenkönig von 1993, Georg Engelskönig, sowie der erste Beigeordnete Hans Josef Weißenfels, bei Kaffee und Kuchen. Da ließ Markus Molberg gerade zum ersten Mal das dg-Königpaar vor der Sporthalle hochleben, bevor die Vettelschoßer Musiker den Präsentiermarsch intonierten. Nach einem ersten Königswalzer und zwei lauten Böllern luden Paul und Maria Kurfelds, denen als Ehrenpaare Michaela und Walter Schneider sowie Evi und Matthias Hahn zur Seite standen, den Festzug ein letztes Mal zur königlichen Stärkung ein. Während dieser Zeit füllten sich die Tischreihen des Bürgerhauses. Kurz vor 16 Uhr zogen die drei Königspaare dann noch einmal kurz am Bürgerhaus vorbei durch den Kathariner Ortsteil der Gemeinde, um dann von Christian Ehrenberg, Toni Hoß und Markus Mollberg in den Saal geführt zu werden, in dem Werner Eul zuvor bereits für musikalische Unterhaltung gesorgt hatte.
„Wir sind stolz, Ihnen heute wieder drei Königspaare präsentieren zu können, da auch die Dorfgemeinschaft nach zweijähriger Pause wieder mit eigenen Majestäten den Königsball feiern kann“, freuet sich Markjus Mollberg, der den Gästen die „gekrönten Häupter“ samt ihrer Ehrendamen und –paare namentlich vorstellte. Mit dem Schneewalzer eröffneten die drei Königspaare dann den Königsball, bevor auch die drei Vertreter der Kirmesgesellschaft in das Tanz-Geschehen aktiv eingriffen, mit dem die Hücher Kirmes ihren Höhepunkt gefunden hatte- wenn auch nicht ihr Ende. Beschlossen wurde sie am Montag mit dem traditionellen Eiersammeln in den einzelnen Ortsteilen und dies natürlich auch nur für dieses Jahr, ist es dem neuen Verein doch gelungen, die Organisation durch eine Bündelung der Kräfte auf sichere Beine zu stellen.
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