Verabschiedung im Verbandsgemeinderat Linz
Edith Plättner legt ihr Mandat nieder
Nachfolger der „Grande Dame der Linzer Sozialdemokratie“ ist Wolfgang Klein
Linz. Die „Grande Dame der Linzer Sozialdemokratie“, Edith Plättner, hat auf der Sitzung des Verbandsgemeinderats Linz Mitte voriger Woche ihr Mandat, das sie seit 1986 innehatte, aus persönlichen Gründen niedergelegt. „Ihr ehrenamtliches Engagement begann zu einer Zeit, als es noch eher ungewöhnlich war, dass sich eine Hausfrau in einer Kleinstadt politisch betätigte“, betonte VG-Bürgermeister Hans Günter Fischer, der Edith Plättner als das „soziale Gewissen“ von Linz bezeichnete. Die heute 77-Jährige, die seit 1964 Linzer Bürgerin ist, hat sich mit ihrem Engagement für die Stadt, deren Rat sie ebenfalls seit vielen Jahren angehört, und für die Verbandsgemeinde in hohem Maße verdient gemacht.
Als langjährige Vorsitzende des Linzer Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt hat sie sich in besonderer Weise für ältere Mitbürger eingesetzt, Zivildienstleistende betreut und ein Lager mit Gebrauchtmöbeln aufgebaut, die sozial schwachen Mitbürgern zur Verfügung gestellt werden konnten. Ihr besonderes Engagement als Vorsitzende des Sozialausschusses galt immer dem Seniorenheim der Stadt Linz, um dort für Angestellte und Bewohner ein gutes Arbeits- und Wohnklima zu schaffen. „Sie sind eine Frau, die nicht viel redet, sondern anpackt“, charakterisierte der Fischer Edith Plättner, die in den 80er-Jahren auch der SPD-Kreistagsfraktion angehörte. In Linz kennt sie quasi jeder als „Anwältin des kleinen Mannes“, die für ihren unermüdlichen Einsatz im Mai 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz, der höchsten Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl, ausgezeichnet wurde.
Nachdem die Mandatsträger ihre Ex-Kollegin mit stehenden Ovationen verabschiedet hatten, verpflichtet Hans Günter Fischer als ihren Nachfolger Wolfgang Klein, der in früheren Jahren auch schon dem Verbandsgemeinderat angehört hat.
