Barbarafeier der Schweren Artillerie Linz
Ereignisreiches Jubiläumsjahr
Besondere Auszeichnung für „Hotti“ Horst Schreiber
Linz. Auch in diesem Jahr traf sich die Artilleristenfamilie am ersten Adventswochenende zu ihrer traditionellen Barbarafeier, diesmal in der Kapelle der Seniorenresidenz St. Antonius, die sehr festlich und weihnachtlich geschmückt war. Commodore Christian Siebertz begrüßte alle aktiven und inaktiven Mitglieder, Veteranen sowie Partnerinnen. Zu Beginn ließ er die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, das geprägt war vom 75-jährigen Jubiläum des Korps. Als Prinz Christian I, Commodore der Schweren Artillerie, hatte er mit seinen Adjutanten Bulli und Stone die Jecken in Linz hervorragend regiert. Die Kameraden hatten sich in dieser Zeit auf allen Linzer Veranstaltungen präsentiert und als Höhepunkt einen herrlichen Rosenmontag erlebt. Mithilfe vieler Freunde, auch aus den anderen Linzer Karnevalsvereinen, hatten sie ein fantastisches „Närrisches Wochenende“ in der Sporthalle am Miesgesweg organisiert und gefeiert. Nach der Begrüßung hatte Heinz Bündgen, ehemaliger Commodore und Prinz, mit Unterstützung einiger Kameraden, eine kurzweilige Diashow mit Bildern aus den Ereignissen des Jubiläumsjahres zusammengestellt. Nachdem sich dann alle am leckeren Buffet gestärkt hatten, wurden verschiedene Kameraden geehrt oder befördert.
Aufnahme ins inaktive Korps:
Roland Thees, Michael Kraut und Gerd Schneider.
Eine Ehrenurkunde erhielten:
Uwe Bay für zehn Jahre, Markus Bouillon und Frank Fossemer für jeweils zwanzig Jahre aktive Mitgliedschaft.
Beförderungen:
Michael Nietzard zum Unteroffizier, Norbert Adams zum Major.
Danach folgte ein weiterer Höhepunkt des Abends. Linzer Bürger, die sich in besonderer Weise um die Pflege des karnevalistischen Brauchtums verdient gemacht haben, werden von den Artilleristen mit einem ganz besonderen Orden ausgezeichnet, der von Christian Adams gestiftet wurde. Commodore Christian Siebertz machte es diesmal sehr spannend und die Kameraden rätselten, wer denn wohl der „Erwählte“ sei. Ein „Fremder“ war nicht unter den Gästen und so musste es wohl einer von „uns“ sein. Die sehr treffende Laudatio brachte es dann nach und nach an den Tag: Es konnte niemand anderes als der inaktive und doch so aktive „Hotti“ (Horst Schreiber) sein. Christian erklärte in einer sehr humorvollen Weise, dass Hotti im Karneval zwar nicht immer in der 1. Reihe stünde, aber (als Schreiner) immer dabei sei, wenn es hieße anzupacken. So hat er unzählige Karnevalswagen, (unter anderem auch die Kanone auf dem Wagen der Schweren Artillerie) gebaut. Auch einige Prinzenwagen waren dabei. Privat sind er und seine Frau, Antonia, unzertrennlich. Er fliegt auch schon mal spontan mit ihr eine Woche zum „Ballermann“.
Die beiden haben einen Sohn (Steffen). Seit 25 Jahren ist Hotti aktiv bei „Blau-Wiess“ und seit 2005 inaktiv bei der Schweren Artillerie. Wobei er „blau“ als Zustand beschreibt, nach dem man morgens „wiess“ im Gesicht aussieht. Er ist in jedem Fall ein Linzer Original, immer dabei, wenn Hilfe gebraucht wird und hat den Orden „Clowneritis Linzensis“ bestimmt verdient.
Die Kameraden hatten beschlossen, wieder auf „Wichtelgeschenke“ zu verzichten. Stattdessen wurde Bares für „einen guten Zweck“ gesammelt. Zu vorgeschrittener Stunde stimmten alle an: „Niklaus komm in unser Haus...“ Dann kündete ein Glöckchen den Besuch des Hl. Nikolaus an, der über so manche „Missetat“ aber auch viel Lustiges und Gutes aus dem vergangenen Jahr in der Artilleristenfamilie berichten konnte. Damit klang eine stimmungsvolle Barbarafeier aus.
