Faktenabgleich zwischen SPD-Fraktion und Bürgerinitiativen in der VG Unkel.
Fakten sprechen eindeutig gegen Windkraft
Region. Erstmals seit Beginn der Planung von Windkraft am Asberg vor über zwei Jahren, laden die politischen Vertreter Bürger zum Meinungsaustausch ein.
Gemeinsam im Dialog
„Es geht um einen echten Dialog, einander zu verstehen, ohne den anderen direkt in eine Ecke zu drängen“, meint Gerhard Hausen, Bürgermeister von der Stadt Unkel. Drei Bürgerinitiativen schließen sich zusammen, um gegen Windkraft im Naturpark Rhein-Westerwald vorzugehen. Schon vor über sechs Monaten haben sie sich getroffen und dabei an einem Bericht für Entscheidungsträger gearbeitet, der diesen ermöglichen soll auf zusammengefassten Daten eine Entscheidung gegen Windkraft für Alternativen zu fällen. „Die Fakten sprechen eindeutig gegen Windkraft an den hier geplanten Standorten“, meint Christoph Pie, Vorsitzender der Initiative Pro Naturpark Pur e.V..
Negative Konsequenzen
Die Sammlung von Kurzpräsentationen und wichtigen wissenschaftlichen Analysen wurde vor einem halben Jahr sowohl dem 1. Beigeordneten Hallerbach und Sprecher des Gemeinde- und Städtebundes Mahlert als auch dem VG Bürgermeister von Unkel, Karsten Fehr überreicht mit der Bitte, einen Dialog mit den Räten zu ermöglichen. Die Bürgerinitiativen stellten in Einzelgesprächen mit Räten fest, dass viele Räte nicht wissen, welche negativen ökologischen und ökonomischen Konsequenzen die Windkraft auf Jahrzehnte für die Gemeinden und ihre Nachbargemeinden haben wird.
Nachhaltigere Lösungen
Sie wollen jedoch nicht nur sagen, was nicht geht. Daher machen sie Vorschläge zur Wasserkraft und einem Erdwärmenetz. Beides sind nachhaltigere Lösungen im Sinne des Umwelt- und Tierschutzes und unser aller Gesundheit. „Die Fakten der internationalen Studien über Infraschallbelastung durch Windkraft im Mittelgebirge - wie am Rheintal - sprechen eindeutig gegen die vorgeschlagenen Windkraftanlagen im Naturpark, so dass wir die Hoffnung haben mit gut aufbereiteten Fakten die Entscheider umstimmen zu können“, sagt der Sprecher der BI Romantischer Rhein Dirk Seeling. „Wir gehen auf die Fraktionen zu, um dort den interaktiven Bürgerdialog zu ermöglichen. Es freut uns, dass Herr Hillen als Fraktionsvorsitzender der VG Unkel-SPD Fraktion und die Bürgermeister der Gemeinden Unkel, Gerhard Hausen und Rheinbreitbach, Wolfgang Gisevius einen Meinungsaustausch zwischen Befürwortern und Gegnern der Windkraftpläne ermöglicht“, meint Ralf Lüdecke Sprecher der BI „Naturpark leben zwischen Rhein und Wied“.
Gemeinsames Treffen
Am kommenden Mittwoch, 6. Mai, treffen sich die betroffenen Sprecher und die SPD Fraktion der VG Unkel zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch im Thema „Windkraftanlagen in unserer Gemeinde, ihre Chancen und Risiken sowie Alternativen“. „Wenn sich abzeichnet, dass viele Bürger mit Windkraftanlagen in diesem sensiblen Bereich nicht einverstanden sind, dann sind wir gut beraten, den Bürgern noch mal zuzuhören“, meint der SPD-Abgeordnete Ralf Hillen. In der letzten Großveranstaltung waren rund 400 Bürger gekommen. Davon war die große Mehrheit gegen die Windkraftplanung. EVM steht nun vor der schweren Entscheidung, ob die verbleibenden drei Windräder es wert sind, den Imageverlust und die Klage zu riskieren. Von Seiten der Bürgerinitiativen werden weitere Schritte im Verbund angekündigt: BI Pro Naturpark Pur e.V. (Rheinbreitbach/Unkel), BI Romantischer Rhein und BI Naturpark leben zwischen Rhein und Wied.
Pressemitteilung der
Bürgerinitiative
Romantischer Rhein
