Politik | 09.12.2014

Die Unkeler Christdemokraten trafen sich Ende des Wahljahres zur Hauptversammlung

Gegen Legendenbildung hinsichtlich der Freibad-Sanierung

Zusammen mit Werner Zimmermann gratulierten die Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands und des Gemeindeverbandes den langjährigen Mitgliedern. DL

Unkel. Zur Jahreshauptversammlung mit anschließendem Uhlesessen hatte der Vorsitzende Alfons Mußhoff die Unkeler Christdemokraten in das Gästehaus Korf eingeladen. Erst 14 Monate zuvor hatte er dieses Amt von Knut von Wülfing übernommen, der ihm während der zurückliegenden, äußerst ereignisreichen Zeit als Stellvertreter zur Seite stand. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Alfons Mußhoff diese Revue passieren. „Hauptaufgabe war es zunächst, anlässlich der Kommunalwahlen Kandidaten für unsere Stadtratsliste zu nominieren“, erinnerte er. Außerdem war er im Mai angetreten, um die Amtszeit von Gerhard Hausen als Stadtbürgermeister zu beenden. Dabei hatte er zwar im Vergleich zu dem CDU-Kandidaten vor fünf Jahren satte 5,2 Prozent zulegen können, hatte aber mit 41,1 Prozent der Stimmen sein Ziel klar verfehlt. „Allerdings ist die CDU mit 41,4 Prozent der Stimmen in Unkel als stärkste Kraft aus den Wahlen hervorgegangen. Wir konnten 1 Prozent hinzugewinnen, während die SPD immerhin 5 Prozent verloren hat“, so der Vorsitzende, der nicht verschwieg, dass sich durch dieses Wahlergebnis das Kräfteverhältnissen im Stadtrat zum Bedauern der Christdemokraten erstaunlicherweise nicht geändert hat.

Themen Freibad und Windenergie

Hauptthemen des Wahlkampfes waren das Freibad und die Windenergie, die in Unkel erheblich sachlicher diskutiert wurde, als etwa in Rheinbreitbach und Bruchhausen. Die CDU Unkel sei für die Nutzung der Windenergie am Asberg, so dies die Naturschutz-Gutachten zulassen sollten und wenn es wirtschaftlich vertretbar sei. „Noch liegen nicht alle Gutachten vor, aber bereits jetzt lässt sich sagen: Es werden auf jeden Fall erheblich weniger Windräder gebaut werden, als ursprünglich angenommen“, verwies Alfons Mußhoff auf die Mitteilungen von VG-Chef Karsten Fehr Ende der VG-Ratssitzung tags zuvor.

„Der Förderverein ‚Freibad‘ steht offensichtlich vor der Auflösung, wie man der Presse entnehmen konnte.

Verbunden mit wüsten Beschimpfungen gegen die Verwaltung und die CDU, allen voran dem Vorstandsmitglied Robin Syllwasschy, läuft zurzeit eine Legendenbildung“, berichtete Alfons Mußhoff, selber Mitglied im Förderverein. Mit Beleidigungen und Unterstellungen werde versucht, der Verwaltung und der CDU den „Schwarzen Peter“ für die erfolglosen Bemühungen seines Vereins zuzuschieben.

„Tatsache ist: Der Vorstand des Fördervereins hat sich über acht Jahre hinweg in hohem Maße engagiert. Das verdient unser aller Respekt, Tatsache ist aber auch, dass er ‚Stolpersteine‘, die in Beratungen mit der Verwaltung festgestellte wurden, nicht aus dem Weg geräumt hat“, betonte der Vorsitzende. Darauf angesprochen, habe der Vorstand nur geantwortet: „Vertraut uns!“

Als einen „Stolperstein“ führte Alfons Mußhoff etwa die für die Finanzierung entscheidende Vorsteuerabzugsberechtigung an, die mit 200.000 Euro zu Buche schlagen würde. „Seit einem Jahr hat der Förderverein es nicht geschafft, diese Frage mit dem Finanzamt zu klären“, so der CDU-Vorsitzende, bevor er auf das nicht zugelassene Bürgerbegehren einging.

„Ich bedauere ausdrücklich, dass es nicht gelungen ist, mit den Bürgern, welche die Landesmittel absichern wollten, zu einer Vereinbarung zu kommen, zumal wir im Stadtrat beschlossen haben, dass sich die Stadt daran beteiligen soll“, erklärte er. Allerdings würden die Ratsmitglieder bis heute nicht wissen, wer die rund 20 Bürger seien, die durch eine Kaufoption für das Freibadgelände die Bürgschaft absichern wollten. Außerdem sei der Förderverein nicht zu einer gesamtschuldnerischen Haftung oder einer Bankbürgschaft gegenüber der VG bereit gewesen.

Gedanken zum Plan ’B‘

„Als CDU Unkel haben wir uns Gedanken über einen Plan ‚B‘ gemacht. „Wenn die Wiedereröffnung des Freibades nicht gelingt, wollen wir das Gelände aus VG-Besitz auf die Stadt Unkel übertragen, um es als Freizeitanlage zu erhalten und zu einem Bürgerpark für Jung und Alt weiterzuentwickeln,“ berichtete der Vorsitzende. Abschließend erinnerte er daran, dass schon das Hallenbad, in dem die Kinder das ganze Jahr über schwimmen lernen können, von der VG jährlich mit über 230.000 Euro subventioniert wird, eine Summe, von der Unkel rund 150.000 Euro bestreitet.

Nachdem Alfons Mußhoff abschließend auf die weiteren Aktivitäten der Unkeler Christdemokraten hingewiesen hatte, dankte ihm der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, Heinz Schmitz. „Das war eine beeindruckende Bilanz. Du hast alles toll koordiniert, wobei Dir aber auch eine engagierte Mannschaft zur Seite stand“, zollte der Rheinbreitbacher den Unkeler Christdemokraten Dank und Anerkennung.

Ehrung langjähriger Mitglieder

Die verdienten sich vor allem langjährige Mitglieder, denen Altbürgermeister Werner Zimmermann die von Bundeskanzlerin Angela Merkel und von der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner unterzeichneten Urkunden überreichte. So zeichnete er Wolfgang Löhrke für 40-jährige Treue zur Partei aus. Während er Horst Nussbaum die Urkunde für 30-jährige Parteizugehörigkeit aushändigte, konnte dessen Frau Marianne ihr Silberjubiläum bei den Christdemokraten feiern, denen der ehemalige Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, Dieter Borgolte, nun auch schon seit 15 Jahren angehört. „Nicht nur über diese Vier wird der Nikolaus, dessen Besuch wir nach dem Essen erwarten, sicher einiges Lobenswertes sagen können“, war sich Alfons Mußhoff sicher.

Zusammen mit Werner Zimmermann gratulierten die Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands und des Gemeindeverbandes den langjährigen Mitgliedern. Foto: DL

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