Gesangvereins Cäcilia-Eintracht 1844 Erpel
Gelungenes Jahreskonzert
Erpel. Die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Cäcilia-Eintracht 1844 Erpel hatten sich für ihr Jahreskonzert einiges einfallen lassen. Eingeladen zu ihrem Eurovision Song Contest (ESC) hatten sie in den Bürgersaal. Traditionell eröffnet wurde der Abend mit der Vereinshymne auf de Schutzpatronin der Chöre, die heilige Cäcilia. Allerdings hatten sie die Mitglieder des Großen Chors für das „Sancta Cäcilia“ nicht auf der Bühne, sondern in vier mehrstimmigen Gruppen im Saal aufgestellt, um anschließend zur Eurovisionshymne, dem Präludium des „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier auf die Bühne zu ziehen, wo sie das Lied „Theater“ anstimmten, mit dem Katja Ebstein 1980 beim 25. ESC in Den Haag für Deutschland den zweiten Platz belegt hatte.
„Bonsoir Mesdames et Messieurs, bienvenue, welcome“, hießen die 2. Vorsitzende, Elke Biel, und Geschäftsführerin Andrea Backer die Zuschauer willkommen. Im Saal begrüßen konnten sie neben Hausherrin Bürgermeisterin Cilly Adenauer samt Beigeordneten Gisela Stahl und Heinrich Holkenbrink auch die Altbürgermeister Heinrich Schwarz und Edgar Neustein, VG-Chef Karsten Fehr sowie die neue Erpeler Tollität, Prinzessin Christiane I. samt Gefolge.
Neben jeder Menge musikalischer „ESC“-Darbietungen ließ der Vorsitzende Armin Ruckelshauß kurz die Geschichte des 170-jährigen Vereins Revue passieren vom Zusammenschluss 1950 der uralten Cäcilianer mit den Einträchtigen Sängern von 1905 zum MGV Cäcilia Eintracht bis hin zur Streichung der männlichen Note zum GV in 2001. Seit 60 Jahren aktiv dabei ist Ehrenmitglied Christa Kessler, die schon im Oktober vom Kreis-Chorverband ausgezeichnet worden war ebenso wie Simone Biel, Milena Domogalla sowie Annabel und Franziska Oeffener, die vor 15 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Cillinchen gehört hatten.
Der erneute Sieg-Song für Israel, „Halleluja“, bildete den Abschluss des Jahreskonzertes, mit dem sich Britta Recker als Chorleiterin aus beruflichen Gründen von den Erpeler Sängern verabschiedete. „Sie sind in den zurückliegenden drei Jahren selbst bei Regen, Eis oder Schnee aus dem Bergischen Land zu uns nach Erpel gekommen“, dankte ihr Armin Ruckelshauß vor der „After-Show-Party“ für den unermüdlichen Einsatz. „Ein Nachfolger für sie steht zwar noch nicht fest, aber drei potenzielle Chorleiter waren heute Abend hier im Bürgersaal“, verriet Schriftführerin Maeve Monschau. Selbst wenn sich keiner von diesen direkt dazu entscheiden sollte, die Leitung der ambitionierten Sänger zu übernehmen, wird die Chorarbeit nicht zum Erliegen kommen. Ex-Chorleiter Gerald Charlier hat dem Verein schon zugesagt, diese wahrscheinlich kurze Durststrecke zu überbrücken.
