Kreis Neuwied ist Schlusslicht im Bereich Umwelt- und Energietechnologien
Grüne bringen einen konkreten Vorschlag im Energiebeirat ein
Kreis NR. Nach Meinung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist der Landkreis Neuwied nicht für alle wirtschaftlichen Fehlentwicklungen verantwortlich, wohl aber ist bezeichnend, dass er seit vielen Jahren im Bereich der Zukunftsbranche Umwelt- und Energietechnologien mit Umsatz und Arbeitsplätzen Schlusslicht im Vergleich zu anderen Flächenlandkreisen in Rheinland-Pfalz ist, von Vergleichen mit anderen Landkreisen in anderen Bundesländern einmal abgesehen.
Die Branche ist laut IHK Koblenz als Wachstumsmotor der Wirtschaft bereits auf Platz vier angelangt, nur nicht in Neuwied. Sowohl im Bereich von Produktion, Forschung und Entwicklung als auch bei den Dienstleistungen der Umwelttechnologien hinkt der Standort Landkreis Neuwied mit der Stadt Neuwied meilenweit hinterher. Dies wirkt sich dann unmittelbar auch auf die ausbleibenden Steuereinnahmen aus. „Damit verzichten der Kreis Neuwied und seine Kommunen Jahr für Jahr auf notwendige Steuereinnahmen aus diesem innovativen Gewerbe- und Dienstleistungsbereich, wie der Vergleich mit anderen Kreisen und Städten in Rheinland-Pfalz deutlich zeigt,“ so Kreistagsmitglied Helmut Hellwig.
Wenn dann zur Deckung der Haushaltsdefizite – trotz gegenteiliger Beteuerungen von CDU und SPD – wieder nur an der „Steuer- und Abgabenschraube“ gedreht wird, ist dies lediglich eine Konsequenz aus der Fantasielosigkeit der Großen Koalition in Bezug auf neue wirtschafts- und umweltpolitische Weichenstellungen, so die Meinung der Grünen im Kreistag. „Vor diesem Hintergrund ist die GROKO-Verwaltungsspitze in Stadt und Kreis Neuwied gefordert, Klimaschutz und Energiewende nicht nur verbal ernst zu nehmen, sondern auch endlich den Weg einer konkreten praktischen Umsetzung zu einzuschlagen,“ so Elisabeth Bröskamp, Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Landtagsabgeordnete. Einen konkreten Vorschlag mit zehn Punkten hätten die Grünen im Energiebeirat des Landkreises bereits eingebracht, so Energiebeiratsmitglied Dietmar Rieth abschließend.
Pressemitteilung
Kreistagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen Neuwied
